Prinz & Partner

Patentprozesse/Patentanwälte★★☆☆☆

Bewertung: Die von Patentanwälten dominierte Kanzlei ist techn. breit ausgerichtet, bes. stark jedoch bei Unternehmen aus der Automotive-Branche verankert. Für diese führt sie vielfach Verfahren vom EPA-Einspruch bis hin zu Verletzungsprozessen um klassische Maschinenbau- u. Mechanikpatente – die große Stärke ihrer Patentanwälte. Langj. Mandanten sind etwa die Zulieferer Valeo oder ZF/TRW. Vor gut 2 Jahren hatte die Kanzlei zudem einen frühen Auftritt in einem Prozess um Connected-Cars-Patente für Texas Instruments als Streithelferi von Audi/VW. Der Streit wurde inzw. verglichen. Einen ähnl. Erfolg konnte sie bislang nicht wiederholen; andere Patentanwaltskanzleien wie Cohausz & Florack oder Samson & Partner haben für Mobilfunkklagen ein deutlicheres Profil. Allerdings baut P&P durch ihre Prosecution-Arbeit für ZTE derzeit Kompetenz im Telekommunikationssektor auf. Zudem entwickelt sich der Elektronikspezialist Rhode & Schwarz in Richtung vernetzter Produkte, sodass es für die Kanzlei auf diesem Feld noch viel Potenzial zu heben gibt. Ihren Hamburger Standort schloss die Kanzlei 2020, weil sich der hier tätige Partner zum Jahresende aus dem Anwaltsberuf zurückzieht. Die Mandanten übernahmen inzw. die Münchner Partner.
Stärken: Prozesse zu Maschinenbaupatenten, v.a. für die Automotive-Industrie.
Oft empfohlen: Jochen Sties, Thomas Kitzhofer (beide Patentanwälte)
Partnerwechsel: Dr. Bernhard Pfleiderer (Rückzug aus dem Anwaltsberuf)
Team: 12 Patentanwälte
Schwerpunkte: Patentanmeldungen v.a. zu Mechanik-, Maschinenbau- u. Elektronikpatenten. Starker Schwerpunkt bei der Automotive-Industrie. Einspruchs- u. Nichtigkeitsverfahren. Verletzungsprozesse überw. mit externen Rechts-, Marken- u. Wettbewerbsrecht dagegen mit eigenen Rechtsanwälten.
Mandate: Prozesse: Valeo um Autoscheinwerfer; Schischek um Spezialantriebstechnik; Fraport um Gepäckaufgabeautomaten; TRW um Seitenairbags; Truma um Campingheizungen; regelm. für Rittal u. Volvo.
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