Bosch Jehle

Patentprozesse/Patentanwälte★★★☆☆

Bewertung: Die Patentanwälte der gut positionierten Münchner IP-Kanzlei genießen einen sehr guten Ruf für Prozesse um Mobilfunkpatente. Die Arbeit für SEP-Inhaber hat hieran einen großen Anteil. Trad. spielte hierbei die Begleitung von Kampagnen für Patentverwerter eine zentrale Rolle. Davon verabschiedet sich die Kanzlei jedoch zunehmend, um ihr Know-how bei Mobilfunkpatenten stärker für Industriemandanten einzusetzen, u.a. für VoiceAgeEVS. Für den Softwareentwickler von Sprach-Codecs für den Mobilfunk führt sie aktuell eine große Prozessserie gemeinsam mit den Rechtsanwälten von Wildanger. Äußeres Zeichen des Strategiewechsels ist die Beendigung der Kooperation mit dem Patentprozessteam von Noerr Anfang 2020. Die gemeinsame Vertretung von Patentverwertern führte zu zahlr. Konflikten etwa bei Connected-Cars-Klagen. Trotz ihrer anerkannte Kompetenz zu SEP- u. FRAND-Themen ist BJ hier aktuell nicht präsent. Die Basis für die Abkehr vom Verwertergeschäft bleiben das anerkannten Anmeldegeschäft für Industrieunternehmen und sehr gute Verbindungen zu US-Mandanten. Hieraus kann die Kanzlei künftig mehr Prozessgeschäft entwickeln. Zu ihren Prosecution-Mandanten gehören klass., produzierende Unternehmen wie Algeier oder Britax Römer, aber auch der Chiphersteller Broadcom.
Stärken: Halbleiter- u. Softwarepatente, Prozesse zu Mobilfunk.
Oft empfohlen: Dr. Matthias Bosch („setzt seine große Erfahrung sehr geschickt in Prozessen ein“, Wettbewerber), Thomas Hell („extrem gescheit“, Wettbewerber)
Team: 9 Patentanwälte
Schwerpunkte: Patent-Prosecution v.a. bei Mechanik u. IT/TK. Intensive Prozesstätigkeit in Zusammenarbeit mit externen Rechtsanwälten.
Mandate: Prozesse: VoiceAgeEVS um Sprach-Codecs für Mobiltelefone; Maxell um Mobilfunk u. Datenverarbeitung; WiLAN um Mobilfunk; Lavazza um Automaten für Heißgetränke; Qioptiq um Dentalkameras.
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