Viele Kölner Kanzleien strukturieren sich um

Ein Jahr nach dem aufsehenerregenden Börsengang der britisch-stämmigen Kanzlei DWF wechselten die meisten ihrer Kölner Anwälte nach Düsseldorf zu Deloitte Legal. Vergleiche mit früheren Büroschließungen in Köln hinken jedoch ein wenig. Denn DWF hatte anders als Freshfields oder Mayer Brown keine längere Geschichte in der Stadt. Außerdem behält die Kanzlei weiterhin einen kleinen Standort in Köln.

Dagegen entwickelt sich das 2017 wieder belebte Kölner Büro von Andersen viel versprechend, die MDP-Kanzlei hat einen Großteil ihrer Steuer- und Corporate-Praxen hier angesiedelt. Das vor Ort sehr anerkannte und bestens vernetzte Büro von Ebner Stolz Mönning Bachem zeigte Anfang 2020 ebenfalls, wie sich die Kanzlei zukunftsträchtig aufstellt und machte mit der Veranstaltung eines Legal Hackathon und der Entwicklung von Legal-Tech-Lösungen von sich reden.

Oppenhoff & Partner und Görg sind ebenfalls Kanzleien mit einem hoch anerkannten Stammsitz in Köln und bewältigen beide mit vielen kleinen Schritten die große Aufgabe eines Generationswechsels. Dass sich damit auch inhaltliche Ausrichtungen ändern, deutete sich durch die Abspaltung eines Teams von Görg als Reitze Wilken an.

Oppenhoff & Partner hat sich sogar eine neue Managementstruktur gegeben, mit der die Modernisierung vorangetrieben wird. In dieser Hinsicht hat Loschelder eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Sie hatte immer wieder jüngere Partner mit Großkanzleierfahrung aufgenommen und integriert, womit sie gute Erfolge erreichte. Auch Seitz, lange vor allem im Arbeitsrecht bekannt, bietet inzwischen eine besonders engagierte Nachwuchsmannschaft auf.

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