DIE ZEHN GRößTEN DEALS FüR DEUTSCHE KANZLEIEN 2018/2019

Noch immer sind die Geldtöpfe der Finanzinvestoren gut gefüllt und der Appetit auf milliardenschwere Investments ist nicht gestillt. Trotzdem fehlten 2018/19 in Deutschland Transaktionen im zweistelligen Milliardenbereich. Im Vorjahr lagen die Aufspaltung von Innogy und der Vodafone-Unitymedia-Deal in diesem Bereich.

Transatlantische Übernahmevorhaben wie von ZF Friedrichshafen (Wabco) und Merck (Versum) hatten ihren rechtlichen Schwerpunkt klar in den USA. Doch auch sie sind mit rund 6,2 und 5,8 Milliarden Euro deutlich kleiner als die großen Transaktionen des Vorjahrs. Auch die letztlich nicht zustande gekommenen Übernahmen von Scout24 durch Hellman & Friedman und Blackstone sowie von Metro durch EP Global Commerce (5,8 Milliarden Euro) bewegten sich in einer ähnlichen Größenordnung.

Unterm Strich zeigt sich jedoch, dass das Large-Cap-Segment weiterhin floriert und von der spürbaren Zurückhaltung bei mittelgroßen M&A-Transaktionen zumindest in den vergangenen Monaten nicht berührt war.

 

Transaktion

Transaktions-volumen

in Mrd. Euro

Rechtsberater

KKR will Mehrheit am Medienkonzern Axel Springer übernehmen.

5,0

KKR:
Freshfields Bruckhaus Deringer

Friede Springer/Mathias Döpfner:
Allen & Overy; Arnold

Axel Springer:
Hengeler Mueller,
Flick Gocke Schaumburg

Allen & Company:
White & Case

Goldman Sachs:
Sullivan & Cromwell

UniCredit:
Linklaters

 

Evonik verkauft Plexiglassparte an Advent International.

3,0

Advent:
Freshfields Bruckhaus Deringer

Evonik Industries:
Baker & McKenzie,
Commeo

Management des
Methacrylat-Geschäfts:

P+P Pöllath + Partners

 

Morgan Stanley-Tochter Warwick will den Schienenlogistiker VTG von der Börse nehmen.

2,4

Morgan Stanley/Warwick:
Sullivan & Cromwell,
EY

VTG:
Hengeler Mueller

Kühne:
Freshfields Bruckhaus Deringer

J.P. Morgan:
Linklaters, Latham & Watkins

Joachim Herz Stiftung:
Gleiss Lutz

Omers Infrastructure:
Latham & Watkins

 

Lego-Eigner verkaufen Anteile am Brandschutzspezialisten Minimax Viking an die Intermediate Capital Group.

2,3

ICG:
Sidley Austin

Kirkbi:
Hogan Lovells

Klister (Holding Familie Groos):
Reed Smith

MV Waterfall (Investmentvehikel Management):
Voigt Wunsch Holler

Minimax Viking:
Flick Gocke Schaumburg

 

Konsortium um Commerz Real und Ikea-Holding Ingka investiert in die Projektgesellschaft des Offshorewindparks Veja Mate.

2,3

Commerz Real/Ingka u.a.:
Watson Farley & Williams

Ingka:
Luther

Highland Capital/
Siemens Financial Services/CIP:

CMS Hasche Sigle

Copenhagen Infrastructure Partners:
Hengeler Mueller

 

Triton und Staatsfonds Abu Dhabi übernehmen Lebensmittellogistiker Ifco Systems von Brambles.

2,2

Triton und Abu Dhabi Investment Authority:
Latham & Watkins

Abu Dhabi Investment Authority:
Freshfields Bruckhaus Deringer

Brambles: Linklaters

Kreditgeber: Milbank

 

EQT Partners erwirbt Softwareunternehmen Suse von britischer Micro Focus.

2,2

EQT:
Milbank, P+P Pöllath + Partners,
Latham & Watkins

Micro Focus:
Travers Smith (Großbritannien),
Noerr

Banken: White & Case

 

US-Wohnmobilriese Thor übernimmt die Erwin Hymer Gruppe.

2,1

Thor Industries:
Baker & McKenzie

Erwin Hymer:
Hengeler Mueller, EY Law

J.P. Morgan:
Simpson Thacher & Bartlett (USA),
Mayer Brown

 

Bain Capital und Cinven wollen den Pharmakonzern Stada von der Börse nehmen.

2,0

Bain Capital/Cinven/Nidda Healthcare:
Kirkland & Ellis

Stada:
Freshfields Bruckhaus Deringer

Elliott:
Broich

Banken:
Latham & Watkins

 

Signa vereint die deutschen Kaufhof- und Karstadt-Filialen unter einem Dach und investiert in die Immobilienholding von HBC.

1,0

Signa Retail und Signa Prime:
McDermott Will & Emery

Hudson’s Bay:
Willkie Farr & Gallagher,
Lupp + Partner, KNPZ Rechtsanwälte

Hudson’s Bay und Signa:
Seitz

Galeria Kaufhof:
White & Case

Simon Properties:
Freshfields Bruckhaus Deringer

Ivanhoe Cambridge:
Hogan Lovells

Madison International:
Clifford Chance

State Street Global Advisors/Retail Investor:
Orrick Herrington & Sutcliffe

LBBW:
Hengeler Mueller

 

Zeitraum: Juli 2018 bis Juni 2019. Aufgeführt sind nur Transaktionen, deren Zielobjekt primär in Deutschland liegt. Es sind keine Kanzleien aufgeführt, bei denen nur ausländische Büros involviert waren, es sei denn, diese waren für den jeweiligen Mandanten federführend tätig. Die beteiligten Länder sind dann in der Klammer genannt. Weitere Deals auf www.juve.de.

 

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