LEIPZIG: GRUENDELPARTNER VERSTäRKT SICH MIT FINANZIERUNGSPARTNER

Die Kanzlei Gruendelpartner hat sich in Leipzig verstärkt: Stephan Schuldt (36) kam Anfang April als Equity-Partner aus dem Leipziger Büro von Kahlert Padberg. Mit ihm möchte Gruendelpartner ihr laufendes Transaktionsgeschäft um die Fremdfinanzierungsberatung erweitern. Zudem bringt Schuldt noch datenschutzrechtliche Erfahrung mit.

Stephan Schuldt

Stephan Schuldt

Bei Kahlert Padberg hatte Schuldt 2012 seine Laufbahn begonnen. Die Anwalts- und Notarkanzlei mit rund 20 Berufsträgern unterhält Büros in Hamm, Leipzig und Halle.

Seine neue Kanzlei Gruendelpartner hat neben dem Mutterhaus in Leipzig noch Niederlassungen in Jena und Berlin. Der Kanzlei ist es gelungen, in Mitteldeutschland ein reges Venture-Capital- und Private-Equity-Geschäft aufzubauen. Zu ihren Mandanten zählen beispielsweise die Beteiligungsgesellschaft der Sparkasse Leipzig, der Private-Equity-Investor Onics, Thüringens Beteiligungsgesellschaft bm-t und der Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen.

Schuldt bringt Mandanten wie beispielsweise das Familienunternehmen Meibes Systemtechnik im Handels- und Gesellschaftsrecht sowie die Leipziger Foren Gruppe in die Kanzlei. Der Bank- und Kapitalmarktrechtler berät sie unter anderem zu Fremdfinanzierungen sowohl im Corporate- als auch im Projektgeschäft. Mit diesem Fokus soll er die transaktionsbetonte Arbeit rund um Kanzleigründer Mirko Gründel unterstützen. Außerdem soll er mit IT-Partner Florian Helbig die IT- und datenschutzrechtliche Beratung ausbauen. Gruendelpartner bietet über eine separate Servicegesellschaft zudem auch datenschutznahe Dienstleistungen an. (Sonja Behrens)

Mitte April hat Dr. Rainer Altfuldisch, der seit Frühjahr 2018 in Oberursel bei Frankfurt die kontinentaleuropäische Rechtsabteilung von Thomas Cook leitet, auch die Aufgabe als Group General Counsel des börsennotierten Tourismuskonzerns am Hauptsitz London übernommen. Der 44-jährige deutsche Jurist übernimmt die neue Aufgabe zunächst interimsweise, die bisherige Rechtschefin in London, Alice Marsden, ging im November zum Baukonzern Taylor Wimpey.

Rainer Altfuldisch

Rainer Altfuldisch

In seiner neuen Funktion berichtet Altfuldisch an den CEO Peter Fankhauser und verantwortet ein Team von insgesamt 100 Mitarbeitern, darunter sind rund 60 Berufsträger. Auch ist er damit Teil des Executive Committees der Thomas Cook Group. Altfuldisch übernimmt die Position nun zunächst für sechs Monate, währenddessen stößt das Unternehmen die Suche nach einem Nachfolger für Marsden an. In diese Zeit dürften aber auch wichtige Entwicklungen ihren Lauf nehmen, die Altfuldisch rechtlich begleiten würde: Anfang Februar war bekannt geworden, dass der Reisekonzern seine fünf Airlines auf den Prüfstand stellt, was auch einen Komplettverkauf der Sparte bedeuten könnte. In Deutschland gehört zu Thomas Cook die Fluglinie Condor. Damit würde sich Thomas Cook auf das Geschäft als Reiseveranstalter konzentrieren.

Begonnen hatte Altfuldisch seine berufliche Laufbahn 2005 in der Private-Equity-Praxis von Clifford Chance in Frankfurt. 2009 wechselte er zunächst als Associate zu K&L Gates in Berlin, im Frühjahr 2013 wurde er dort zum Partner ernannt. Mit seinem Wechsel zum Hamburger Spieleentwickler Goodgame Studios im September 20014 wechselte er auf die Unternehmensseite. Dort baute Altfuldisch als General Counsel die Rechtsabteilung auf, die jedoch auch 2016 die Umstrukturierung des Unternehmens zu spüren bekam und sich wieder verkleinern musste. 2017 ging Goodgame schließlich an den schwedischen Spielentwickler Stillfront, als dieser die Goodgame-Muttergesellschaft Altigi übernahm. Altfuldisch verließ das Unternehmen Ende März des vergangenen Jahres und wechselte zu Thomas Cook.

Dort war er zunächst als Leiter des europäischen Rechtsteams der Reiseveranstaltersparte für die Länder Deutschland, Niederlande, Belgien, Frankreich und Österreich verantwortlich, vor Kurzem kamen noch die skandinavischen Länder hinzu. Rechtschefin der Flugsparte ist weiterhin Silke Schober als Group Airline Head of Legal. Die einzelnen Rechtschefs der Märkte und Schober berichten nun an Altfuldisch in seiner Funktion als Interim-General Counsel der Gesamtgruppe. (Christine Albert)

Nach Riverview Law im vergangenen Jahr hat Ernst & Young erneut auf dem Markt für alternative Rechtsdienstleistungen zugeschlagen: Die Big-Four-Gesellschaft kauft Thompson Reuters das Legal-Managed-Services-Geschäft Pangea3 ab. Mit dem Schritt weitet sie ihr Angebot im Geschäftsbereich ‚Legal Operations Services‘ schlagartig aus. Es ist eine Transaktion, die sich Wettbewerber genau anschauen sollten. 

Pangea3 ist ein Pionier im Bereich der alternativen Rechtsdienstleistungen im Bereich Legal Managed Services (LMS). Kernkompetenzen des Unternehmens sind unter anderem die digitale Analyse von Dokumenten, das Audit von Regulierungsprozessen sowie das Management von Verträgen. Der Pangea3-Kauf weitet das Beratungsangebot von EY Law im Contract Lifecycle Management, Regulierung, Compliance sowie Untersuchungen und Streitigkeiten aus.

Thomson Reuters hatte den indischen Legal-Process-Outsourcing-Dienstleister 2010 übernommen. Zwischen 35 und 40 Millionen US-Dollar soll er damals wert gewesen sein. Unter dem Dach von Thomson Reuters ist er in den vergangenen Jahren stark gewachsen, was sich auch auf den Preis ausgewirkt haben dürfte, den EY nun gezahlt hat.

Knapp 1.000 Experten, mehrheitlich Juristen, kauft EY Law mit der Transaktion auf einen Schlag ein, von denen rund 800 in Indien sitzen. Der Rest verteilt sich hauptsächlich auf Standorte in den USA, Großbritannien und Polen. Insgesamt erwirbt EY acht Standorte auf drei Kontinenten, womit sie ihren Mandanten weltweit einen 24-Stunden-Service bieten kann. Für die Kunden soll sich laut EY am bisher gebotenen Service nichts ändern. Sie erhielten allerdings Zugang zu einem breiteren Spektrum an Dienstleistungen.

Massiver Ausbau des Geschäftsbereichs Legal Operations

Der Service wird nun Teil des 2017 in der EY Law gegründeten Geschäftsbereichs ‚Legal Operations Services‘. Bereits im August des vergangenen Jahres hatte EY den Rechtsdienstleister Riverview Law gekauft und in seine Rechtsberatungsarm EY Law integriert. Zu dem 100-köpfigen Riverview-Team gehörten Prozessmanager, IT-Entwickler und Datenanalysten. War die Riverview-Transaktion noch der Einstieg in die Kanzlei der Zukunft, so erweitert EY mit Pangea3 nun die Kapazitäten im Legal Managed Service enorm. Im Februar kündigte EY zudem an, die Verträge mit Luminence auszuweiten, einem Unternehmen, das künstliche Intelligenz nutzt, um etwa Verträge zu überblicken.

Wettbewerber sollten sich die Transaktion genau anschauen: Sie ist eine Kampfansage, insbesondere an die Konkurrenz in der Big-Four-Welt – und zeigt, wie schnell sich die Kräfteverhältnisse im Legal-Services-Markt verändern können. Bereits bei der Übernahme von Riverview Law kündigte der Chief Executive Officer von EY Riverview Law, Chris Price, an, das Management wolle in den kommenden fünf bis sieben Jahren die Mitarbeiterzahl auf 2.000 bis 3.000 ausbauen. Mit der Pangea3-Transaktion kommt EY dem selbstgesteckten Anspruch nun bereits nach etwas mehr als sechs Monaten ein gutes Stück näher.

Doch nicht nur auf der technischen und der Management-Ebene baut EY Law zurzeit massiv aus. Auch die Zahl der beratend tätigen Anwälte soll in den kommenden Monaten weiter steigen. Derzeit verfügt EY Law weltweit über 2.400 Anwälte in 84 Ländern. (Ulrike Barth)

Die politische Verlängerung des Brexits in London und Brüssel gehen einige LLP-Kanzleien mit: Noerr und Clifford Chance haben den vorbereiteten Formwechsel vorerst ausgesetzt. Die Vorteile der LLP sind für sie zu überzeugend, um nicht doch noch auf den Verbleib der Briten in der EU zu hoffen. Auch Freshfields Bruckhaus Deringer hält sich ihre künftige Rechtsform offen. Nach JUVE-Recherchen will sie wegen der berufsrechtlichen Risiken des Brexits für ihre zahlreichen, in Prozessen tätigen Partner in eine Partnerschaftsgesellschaft wechseln. Die Kanzlei äußert sich zu den Gründen nicht offiziell.

Bereits im Vorfeld des ersten Brexit-Termins Ende März hatten Clifford und Noerr angedeutet, solange als LLP firmieren zu wollen, wie dies möglich sei. Während einige kleinere Einheiten wie HFK Rechtsanwälte und Raue bereits umfirmiert haben, binden etwa Noerr, Clifford, Chatham Partners und auch Freshfields den Wechsel strikt an einen No-Deal-Brexit. Denn auch ein geordneter Brexit würde es den Kanzleien im Rahmen der Übergangsfrist erlauben, mindestens zwei Jahre als LLP in Deutschland weiterzumachen.

JUVE-Informationen zufolge plant beispielsweise Clifford von Brexit-Termin zu Brexit-Termin. Da es möglich scheint, dass Großbritannien ab sofort jeweils zum ersten Tag des Folgemonats die EU verlässt, würde die Kanzlei jeweils zum Monatsende Notartermine anberaumen. Letzter potenzieller Termin ist der 31. Oktober. Auch bei Noerr ist der Formwechsel vorerst aufgeschoben. Allerdings gibt es in der Kanzlei durchaus Stimmen, die davor warnen, sich vor den Karren der politischen Unentschlossenheit spannen zu lassen. Irgendwann brauche man Sicherheit, zumal die Kanzlei den Wechsel bereits en detail vorbereitet hat. Beispielsweise hat die Kanzlei bereits das neue Briefpapier drucken lassen.

Auch nach dem Brexit eine europäische Kanzlei

Freshfields bestätigte gegenüber JUVE, dass sie für das Deutschlandgeschäft den Wechsel in eine PartG mbB plant, „die vollständig Teil der Kanzlei sein würde”. Im Markt hatten sich zuletzt die Hinweise verdichtet, dass die Gerüchte um die Brexit-Pläne der Kanzlei stimmen. Wie aus dem Partnerschaftsregister hervorgeht, gründete Freshfields bereits Ende März eine PartG mbB, um im Brexit-Fall das deutsche Geschäft zu migrieren und wie Clifford einen Verwaltungssitz in Frankfurt zu gründen.

Auch die Gründe für den geplanten Wechsel scheinen mittlerweile klarer: Ausschlaggebend ist dem Vernehmen nach die Postulationsfähigkeit der Freshfields-Anwälte. Dieses Risiko will die Kanzlei im Fall eines No-Deal-Brexits nicht eingehen. Vor allem für die Vielzahl der bei Freshfieds in laufende Gerichtsverfahren involvierten Partner wäre die Gefahr zu groß und ließe sich auch nicht pauschal über die Mandatsvereinbarung auffangen, meinen Experten.

Manche Marktbeobachter sehen durch den Brexit den europäischen Integrationsprozess im Rechtsmarkt torpediert, zudem schwäche er die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Großkanzleien im internationalen Wettbewerb. Auch Freshfields würde durch den Wechsel in die PartG mbB in ihrer DNA angegriffen, da sie sich wie keine andere als europäische Kanzlei fühle, meinen einige. Dem tritt die Kanzlei entgegen und teilt mich, dass sie „im Falle eines harten Brexits unverändert als ein Unternehmen operieren“ werde.  (Martin Ströder)

Jam City hat das deutsche Gaming-Studio 231 Play übernommen. Damit expandiert der amerikanische Anbieter mobiler Unterhaltung nach Europa. Verkäufer von 231 Play war die bisherige Alleineigentümerin IWEF Verwaltungs GmbH.

Jens Wolf

Jens Wolf

Jam City kaufte das Mobile-Gaming-Studio über ihre Tochtergesellschaft JCBE. Die bisherigen Geschäftsführer und Gründer von 231 Play waren bis zum Verkauf auch die alleinigen Gesellschafter von IWEF. Sie sollen das Studio nach dem Verkauf weiterführen. Künftig firmiert 231 Play unter dem Namen Jam City Germany in Berlin.

Jam City wurde 2009 in den USA von dem MySpace-Mitbegründer und CEO Chris DeWolfe und dem ehemaligen 20th Century Fox-Manager Josh Yguado gegründet. Das Unternehmen hat Studios unter anderem in Los Angeles, San Francisco, Bogotá, Toronto und Buenos Aires.

Berater Jam City
Taylor Wessing (Hamburg): Dr. Jens Wolf (Federführung; M&A/Venture Capital), Dr. Tobias Schelinski (IT/IP); Associates: Dr. Christian Gahr, Philipp Hoegl (beide M&A/Venture Capital), Konstantin Schrader (Kartellrecht), Anneliese Hartlaub (IT/IP)
Inhouse Recht (Los Angeles): Robert Zakari (General Counsel)

Ralf Kurney

Ralf Kurney

Berater IWEF
CMS Hasche Sigle (Berlin): Ralf Kurney (Federführung; Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Jens Moraht (Bank- und Finanzrecht), Dr. Ole Jani (IP/IT/Datenschutz), Jesko Nobiling (Steuerrecht), Dr. Martina Jentsch (Arbeitsrecht); Associates: Patrick Lühr, Vera Wahl (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Anne Neumann (Bank- und Finanzrecht), Senta Leyke-Andrä (IP/IT/Datenschutz), Dr. Stephan Hoyer (Steuerrecht), Martin Cholewa (Wettbewerbsrecht)
Neff (Manhattan Beach): Richard Neff (IP/IT)

Hintergrund: Taylor Wessing beriet Jam City neben gesellschaftsrechtlichen Aspekten auch im IT/IP und Kartellrecht. Die Mandatsbeziehung zwischen dem Verkäufer und CMS kam über den amerikanischen IP-Anwalt Neff zustande. Der federführende CMS-Partner Kurney und Neff arbeiten seit vielen Jahren über das Netzwerk World Law Group zusammen, zu dessen Gründungsmitgliedern CMS gehört. Die steuerrechtliche Beratung übernahm für IWEF mit Nobiling ebenfalls ein CMS-Partner. (Helena Hauser)

Luther verstärkt ihren Frankfurter Standort mit einem Investmentfonds-Team von Dechert. Zum Mai wechseln Dr. Achim Pütz (58), Martin Hüwel (45) und Dr. Frank Wilbert (39). Zeitgleich verlässt auch der Steuerexperte Klaus Hahne (45) Dechert und geht als Partner zur Steuerberatungsgesellschaft WTS.

Achim Pütz

Achim Pütz

Pütz ist bisher einer von zwei Equity-Partnern in der Dechert-Fondspraxis. Er gehört zu den bekanntesten Fondsrechtlern in Deutschland und ist Gründer sowie Vorsitzender des Bundesverbands Alternative Investments (BAI). 2010 war er mit seinen damaligen Associates Hüwel und Wilbert von SJ Berwin (heute KWM Europe) zu Dechert gewechselt und hatte dort zunächst in München, ab 2012 in Frankfurt den Ausbau der Finanzrechtspraxis vorangetrieben. Zum Teil arbeitete sein Team von Bonn aus, wo auch der BAI seinen Sitz hat.

Großer Schritt für Luther

Die Bank- und Finanzrechtspraxis bei Luther macht mit den Zugängen den größten Vorwärtsschritt seit etlichen Jahren. Schwerpunkte der Praxis mit klarem Zentrum in Frankfurt sind bisher Anleihen und Strukturierte Finanzierungen, Aufsichtsrecht sowie Kreditfinanzierung. Besonders im Kapitalmarktrecht ist Luther im Markt bereits anerkannt. Insgesamt gehören der Praxis 18 Anwälte an, davon sind 6 Partner.

Die Quereinsteiger bringen nun allerdings nicht nur eine starke Marktposition im deutschen Fondsrechtsgeschäft mit, sondern auch Erfahrung im Luxemburger Markt, wo Luther mit einem eigenen Büro vertreten ist. Zudem haben sie Kontakte zu Private-Equity-Gesellschaften, einer Branche, die bei Luther bislang nur in der Finanzierungspraxis eine größere Rolle spielt.

WTS gewinnt, Dechert schrumpft

Klaus Hahne

Klaus Hahne

Dechert hingegen verliert im Investmentfondsbereich und am Frankfurter Standort den Großteil ihrer Besatzung. Denn auch Hahne, der bislang bei Dechert als National Tax Partner arbeitete, ist vor allem auf Investmentsteuern spezialisiert und sammelte darüber hinaus auch viel Erfahrung bei der steuerlichen Strukturierung von Krediten, Verbriefungen und Kapitalmarktinstrumenten. Das auf Asset Management fokussierte Frankfurter Büro von WTS dürfte besonders von Hahnes Verbindungen im Bereich der Alternativen Investments profitieren. Vor seiner Zeit bei Dechert war Hahne bei Allen & Overy, EY und der ehemaligen HSH Nordbank tätig.

In den vergangenen Jahren hatten bereits zwei weitere Fondsrechtspartner, die gemeinsam mit Pütz die Dechert-Startmannschaft in Frankfurt gebildet hatten, die Kanzlei verlassen. Nach den Weggängen umfasst die Fondspraxis um Equity-Partner Hans Stamm und die Non-Equity-Partner Angelo Lercara und Dr. Joachim Kayser noch acht Berufsträger in Frankfurt und München.

Schon im Sommer war in Frankfurt der Corporate-Anwalt Sven Schulte-Hillen bei Dechert ausgeschieden. Er wechselte gemeinsam mit Dr. Markus Friedl zu Pinsent Masons, um dort mit Quereinsteigern aus anderen Kanzleien ein Frankfurter Büro zu eröffnen. Bereits im April 2018 war ein Life-Science-Team um Dr. Rüdiger Herrmann und Jochen Eimer von Dechert zu McDermott Will & Emery gewechselt, im Jahr zuvor der Steuerrechtspartner Dr. Martin Haisch zu Noerr. Aktuell sind bei Dechert in Frankfurt drei Partner und sieben Associates tätig.

Personelle Umbrüche gab es in den vergangenen Jahren auch am Münchner Dechert-Standort. Ende 2017 gingen der Private-Equity-Partner Berthold Hummel und die Counsel Dr. Katja Heuterkes zu Baker & McKenzie. Ein weiterer Transaktionsanwalt schloss sich SNP Schlawien an. Dafür kam der M&A-Spezialist Dr. Andreas Vath aus dem Frankfurter Büro von Willkie Farr & Gallagher zu Dechert. (Norbert Parzinger, Jörn Poppelbaum, Anika Verfürth)

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