MILLIARDENDEAL: AMERICAN TOWER KAUFT MIT ALLEN & OVERY FUNKMASTEN VON TELXIUS

Der US-Konzern American Tower Corporation (ATC) hat Telxius Towers übernommen, eine Sparte der Telxius Telecom. Diese gehört zur spanischen Telefongesellschaft Telefónica. Für die Telxius-Gesellschaft zahlt der amerikanische Konzern 7,7 Milliarden Euro und bekommt dafür 31.000 Telefonmasten in Deutschland, Spanien und Südamerika.

Christian Hilmes

Christian Hilmes

Der spanische Telefónica-Konzern hatte 2016 die von ihm betriebenen Telefonmasten aus dem Kerngeschäft in die dafür gegründete Telxius ausgegliedert. Vergangenen Sommer erst hatte sich die deutsche Telefónica-Tochter von ihren Funktürmen getrennt und diese an Telxius veräußert. Mit dem Share Deal gehen nun die Ländergesellschaften der Telxius in Deutschland, Spanien, Argentinien, Brasilien, Chile und Peru an ATC. Telefónica hält 50,01 Prozent der Anteile an Telxius. Der US-Private-Equity Investor KKR ist mit 40 Prozent dabei, Zara-Gründer Amancia Ortega hält die übrigen Anteile über sein Investitionsvehikel Pontegadea.

Den Erlös der Transaktion will Telefónica zum Abbau ihrer Schulden zu verwenden und damit auch Geld für einen 5G-Ausbau ihres Netzes auftreibe. Bereits im Dezember hatte das spanische Unternehmen seine Netto-Verschuldung durch den Verkauf von Telefonmasten senken können, um knapp eine halbe Milliarde Euro. Damals verkaufte Telefónica Deutschland 10.100 Telefonmasten an Telxius und erhielt dafür knapp 1,5 Milliarden Euro. Telefonica folgt mit diesem Schritt anderen Telefongesellschaften, die ihre kostspielige Infrastruktur bereits in der Vergangenheit verkauft hatten.

Die Bostoner ATC erweitert damit die Anzahl seiner Sendemasten, die Mobilfunkanbieter oder Radio- und Fernsehsender leasen können. Auf diesem Wege erwirtschaftete das Unternehmen 2019 einen Umsatz von 7,58 Milliarden US-Dollar. Weltweit beschäftigt ATC rund 5.500 Mitarbeiter.

Die Transaktion soll über mehrere Tranchen abgeschlossen werden, beginnend ab dem zweiten Quartal 2021. Die zuständigen Behörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Benedikt von Schorlemer

Benedikt von Schorlemer

Berater American Tower Corporation
Allen & Overy (Hamburg): Dr. Christian Hilmes (Immobilienrecht), Dr. Rüdiger Klüber, Fernando Torrente (beide Corporate/M&A; Madrid), Tom Levine (Corporate/TMT; London; alle Federführung), Dr. Ellen Braun (Kartellrecht), Dr. Michael Ehret (Steuerrecht; Frankfurt), Matthias Fischer (Immobilienrecht), Dr. Udo Olgemöller (Öffentliches Recht; beide Frankfurt) Teresa Mendez (Corporate/M&A; Madrid); Associates: Dr. Daniel Bolm, Dr. Riccardo Marinello, Hasan Kaya (alle Immobilienrecht; beide Frankfurt), Heiner Mecklenburg (Kartellrecht), Dr. Jan-Benedikt Fischer, Bosco De Checa, Santiago Gil-Gruart (alle Corporate; beide Madrid)
Ernst & Young (Hamburg): Dr. Florian Ropohl (Federführung), Amadeus Maaßhoff, Ramon Czimenga (alle Steuern).
Inhouse Recht (Paris): Amy Alter (General Counsel Europe), Steven Haymore (Director M&A)

Berater Telxius Telecom
Ashurst (Frankfurt): Dr. Benedikt von Schorlemer (Corporate/M&A), Dr. Maximilian Uibeleisen (Regulierung/Außenwirtschaftsrecht; beide Federführung)
Inhouse Recht (Madrid): Miguel Garrido (General Counsel)

Hintergrund: Für Allen & Overy war es nach kleineren Transaktionen in anderen Jurisdiktionen das erste große Mandat für ATC. Die Kanzlei kam über Kontakte des Londoner TMT-Partners Levine sowie über die eines New Yorker Partners ins Mandat. Außerdem waren sich Allen & Overy-Anwälte und ATC schon bei anderen Deals begegnet. Da vertrat die Kanzlei aber stets die Gegenseite. Neben dem Inhouse Team von ATC arbeitet Allen & Overy außerdem mit Best Friends-Kanzleien in Südamerika zusammen. Pinheiro Neto kümmerte sich um die rechtlichen Fragen in Brasilien, DLA Piper war für Chile and Peru zuständig sowie Marval in Argentinien. Der Hamburger Immobilienrechtler Hilmes ist seit Mitte 2018 Partner bei Allen & Overy. Er teilte sich die Federführung und die Koordination der deutschrechtlichen Aspekte der Transaktion mit Corporate-Counsel Klüber. Hilmes begleitete zuletzt unter anderem den millionenschweren Verkauf des ,Millennium‘-Portfolios für Generali. Klüber wiederum gehörte unter anderem zum Team, das den Hamburger Senat 2018 bei Verhandlungen über den Rückkauf des Fernwärmenetzes von Vattenfall beriet.

Telxius setzte abermals auf ein Team von Ashurst. Bereits im vergangenen Jahr hatten die beiden Partner Schorlemer und Uibeleisen Telxius beraten, als das Unternehmen die Funkmasten von Telefónica Deutschland übernahm. Der Kontakt zwischen Ashurst und Telxius kam damals über das Londoner Büro zustande, wo das Telekommunikationsteam um Nick Elverston und Amanda Hale Telxius regelmäßig berät.

Dem Telxius Mutterkonzern und Mehrheitseigner Telefónica stand nach Marktinformationen die spanische Kanzlei Garrigues zur Seite.

Die Käuferseite hatte für die M&A-Tax-Beratung ein EY-Team um Ropohl bei sich. Parallel war Ernst & Young auch mit Teams in Spanien, Brasilien, Peru, Argentinien und den USA im Einsatz. (Michael Forst, Laura Bartels)

Die Düsseldorfer Kanzlei PPR & Partner Pape Rauh hat ihre Immobilienpraxis zum Jahreswechsel ausgebaut. Markus Melcher, zuletzt Partner bei Avocado in Köln, kehrte nach elf Jahren in die Full-Service-Einheit zurück. Der 50-Jährige hatte bereits zu Beginn seiner anwaltlichen Laufbahn für PPR gearbeitet und die immobilienrechtliche Beratung maßgeblich aufgebaut.

Markus Melcher

Markus Melcher

Nach sieben Jahren bei PPR verließ Melcher die Kanzlei Mitte 2009 Richtung Beiten Burkhardt. Nach zwei Jahren ging er zu Salans, der Vorgängereinheit von Dentons. 2014 folgte dann der Wechsel zu Avocado, wo er Partner wurde. Melcher berät vor allem im gewerblichen Mietrecht sowie im Asset- und Property-Management. Außerdem begleitet er Immobilientransaktionen. Zu seinen Mandanten zählen Unternehmen aus den Branchen Mode und Lebensmittel sowie verschiedene Asset-Management-Gesellschaften.

Bei PPR arbeiten nun vier Anwälte im Immobilienrecht. Avocado hatte in diesem Fachgebiet zuletzt vor allem ihren Standort in Frankfurt weiter ausgebaut. 2019 wechselten der erfahrene Norton-Rose-Fulbright-Partner Thomas Hopf sowie Notarin Nina Horbach von Schalast zu der Kanzlei. In Köln verbleiben nach Melchers Wechsel zwei Immobilienpartner. (Laura Bartels)

Die Deutsche Entertainment AG (DEAG) wird die Börse verlassen. Ihr größter Einzelaktionär, die Apeiron Investment Group, hat sich verpflichtet, den übrigen Aktionären ein Delisting-Übernahmeangebot zu unterbreiten. Weitere Anteilseigner der europäischen Konzertveranstalterin ziehen bei dem Vorhaben mit.

Dirk Besse

Dirk Besse

Die DEAG hat mit Apeiron Investment, hinter der der deutsche Seriengründer Christian Angermayer steht, eine Vereinbarung zum Delisting geschlossen. Demnach wird Apeiron − über die Bietergesellschaft Musai Capital mit Sitz in Malta − ein öffentliches Delisting-Übernahmeangebot an die DEAG-Aktionäre richten und ihnen für ihre Anteilsscheine voraussichtlich 3,07 Euro anbieten, sofern die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Angebotsunterlagen freigibt.

Zudem hat sich Apeiron, die rund 18 Prozent an DEAG hält, mit weiteren Anteilseignern auf die Eckpunkte einer Akionärsvereinbarung geeinigt. So wird  beispielsweise der ehemalige Hedgefonds-Manager Mike Novogratz, der etwa 14 Prozent der DEAG-Aktien hält und vor allem über seinen Kryptogeld-Beteiligungshaus Galaxy Group Investments visibel ist, die geplante Offerte nicht annehmen.

Mit weiteren Gleichgesinnten, die ihre Anteile behalten wollen, kontrollieren Ampeiron und Musai zukünftig mindestens 47 Prozent des Unternehmens und versuchen so − in Abstimmung mit dem Gründer und CEO der Gesellschaft Peter Schwenkow − die Aktiengesellschaft in der Live-Entertainment-Industrie zu erhalten. Weitere Aktienpakete halten beispielsweise die Beteiligunsvehikel SRE Holding und Plutus Holdings sowie Allianz Global Investors, der Vermögensverwaltungsbereich der ebenfalls börsennotierten Allianz.

Die DEAG, 1978 in Berlin gegründet und seit 1998 am Börsenparkett, versicherte, dass die Rechtsform der Aktiengesellschaft auch nach dem Delisting erhalten bleiben soll. Ebenso fortgeführt werden sollen bestehende Verträge mit Künstlern, Dienstleistern und Mitarbeitern und die Verbindlichkeiten der 2018 emittierten Anleihe. Auch Künstler hatten sich schon am Unternehmen beteiligt: Vor zehn Jahren kaufte beispielsweise der Geigenvirtuose David Garrett laut Presseberichten für rund 740.000 Euro Anteile.

Von Forte zu Pianissimo

2019 hatte die DEAG noch rund 4.000 Veranstaltungen in Deutschland, Großbritannien, Schweiz und Irland organisert und 5 Millionen Ticktes verkauft, auch über die konzerneigenen E-Commerce-Plattformen ‚MyTicket‘ und ‚Gigantic.com‘. Nach dem Krisenjahr sagte ihr die staatliche Förderbank KfW kürzlich ein Darlehen über 25 Millionen Euro aus dem KfW- Sonderprogramm 2020 zu. Zudem halfen Versicherungsleistungen für abgesagte und verschobene Events, die Folgen der Pandemie abzufedern.

Auch die größere Wettbewerberin CTS Eventim hat zu kämpfen: Im November gab sie bekannt, dass ihr Konzertumsatz in den ersten 3 Quartalen um knapp 80 Prozent eingebrochen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 2019 hatte sie noch rund 1,4 Milliarden Euro an Umsatz verbucht.

Berater DEAG Deutsche Entertainment AG
Inhouse Recht (Berlin): Daniel Rothammer (Legal & Business Affairs )
Morrison & Foerster (Berlin): Dr. Dirk Besse (Federführung; Corporate/M&A); Dr. Angela Kerek (Finanzrecht), Dr. Sebastian  Schwalme; Associates: Paula Paprocki, Julian Gebauer, Jaspar Schedensack (alle Corporate/ M&A)

Carsten Berrar

Carsten Berrar

Berater Apeiron Investment Group
Sullivan & Cromwell (Frankfurt): Dr. Carsten Berrar; Associates: Dr. Peter Klormann, Dr. Jannis Rink (alle Corporate/Kapitalmarktrecht)

Berater Galaxy Group Investments
Morrison Cohen (New York): Brian Forman (Venture Capital) − aus dem Markt bekannt

Berater Baader Bank (für Finanzierungsbestätigung)
Inhouse Recht (Frankfurt): Kai Göhring (Head of Legal) − aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Morrisson & Foerster berät die Konzertmanagerin seit Jahren im Kapitalmarktrecht und M&A. Um die finanziellen Aspekte der Delisting-Transaktion kümmert sich die ehemalige Linklaters-Anwältin Kerek. Beim Unternehmen wird die Transaktion von Chefjurist Rothammer koordiniert, den der DEAG-Aufsichtsrat 2019 zum Bereichsvorstand Legal & Business Affairs ernannt hatte.

Als die DEAG sich 2019 die Mehrheit an I-Motion sicherte, einem Veranstalter von Elektro-Musik-Events, wurde sie von Taylor Wessing beraten; die Federführung hatte der Berliner Partner Norman Röchert übernommen.

Für Aperion-Berater Berrar ist der Rückzug aus dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse ein wiederkehrendes Geschäft. Zuletzt begleitete der Sullivan-Partner mit seinem Team beispielsweise die Delistingprozesse beim Hamburger Schienenlogistikkonzern VTG sowie beim Inkubator Rocket Internet. Den Aperion-Gründer Angemayer berät Berrar seit einigen Jahren regelmäßig.

Dr. Henrik Drinkuth von CMS Hasche Sigle verhandelte für CTS Eventim kurz vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie eine strategischen Partnerschaft in den USA, um mit dem US-Promoter Michael Cohl das Tourneegeschäft weiter auszubauen. Auch SKW Schwarz war jüngst mit dem Live-Musikgeschäft befasst: Die Kanzlei unterstützte mit einer Mannschaft rund um den Münchner Corporate-Partner Dr. Matthias Nordmann die Bertelsmann Music Group, die sich mit dem Erwerb des Bremer Konzertveranstalters Undercover erstmals in Live Entertainment Business vorwagte. (Sonja Behrens)

Henning Müller

Henning Müller

Die Arbeitsrechtsboutique Altenburg hat sich für ihren Hamburger Standort Verstärkung geholt. Henning Müller, bisher Salary-Partner bei Vangard, kommt zum Februar. Bei Altenburg steigt der 42-Jährige als Equity-Partner ein. Für die Arbeitsrechtseinheit Vangard ist es der dritte Partnerabgang innerhalb weniger Wochen. 

Müller begann seine berufliche Laufbahn 2007 bei RPS Stahmer, ebenfalls eine ausschließlich auf Arbeitsrecht spezialisierte Kanzlei. Anfang 2014 wechselte er kurz nach deren Gründung  zu Vangard, wo er zuletzt Salary-Partner war. Zu seinen Mandanten zählen viele Hamburger Unternehmen, unter anderem Reedereien, die er im Seearbeitsrecht berät und vertritt. Außerdem berät er Mandanten aus den Branchen Mode, Lebensmittel und Immobilien unter anderem zu arbeitsrechtlichen Trennungsprozessen oder betrieblichen Mitbestimmungsrechten.

Mit Müllers Wechsel baut Altenburg ihren Standort auf drei Partner aus. Durch Müllers gute lokale Vernetzung kann die Kanzlei nun in Hamburg noch mehr Präsenz zeigen. Das Büro besteht seit 2012 und ist neben Berlin und München der dritte Standort der Boutique. Ab Februar arbeiten dort drei Equity-Partner und zwei Associates. Die Gesamtkanzlei hat 18 Anwälte.

Vangard verabschiedet mit Müllers Abgang den dritten Partner innerhalb kurzer Zeit. Zum Jahreswechsel verließen die Düsseldorfer Salary-Partner Dr. Sebastian Maiß und Peter Hützen die Boutique, um für die Kölner Kanzlei pmks Michels ein neues Büro – ebenfalls in Düsseldorf – zu eröffnen. Trotz der Abgänge hat Vangard weiterhin eine breite Riege an Salary-Partnern. Gegründet im Herbst 2013 ist Vangard heute eine der größten deutschen Arbeitsrechtskanzleien. Neben den Gründungsstandorten Hamburg und München kamen schnell weitere in Düsseldorf, Frankfurt und Berlin hinzu. In Hamburg werden zum Februar zwei Associates hinzukommen. Das Büro zählt dann 19 Anwälte. (Laura Bartels)

Der Kärntner Energieerzeuger Kelag hat von dem deutschen Energieriesen RWE 19 Wasserkraft- und sechs Windkraftwerke erworben. Die Werke liegen in Frankreich und Portugal. Die Transaktion soll im Laufe des Jahres abgeschlossen und zum 1. Januar 2021 wirksam werden.

Eva-Maria Ségur-Cabanac

Eva-Maria Ségur-Cabanac

Konkret handelt es sich um zwölf Kleinwasserkraftwerke in Frankreich sowie Anteile an sieben Kleinwasserkraftwerken und sechs Windkraftanlagen in Portugal. Kelag will damit seine Position bei erneuerbaren Energien, insbesondere aus Wasserkraft, ausbauen. Die Kraftwerke haben eine Gesamtkapazität von 65 Megawatt, davon 3 aus Windkraft. Im Zuge der Transaktion wechseln auch 16 Mitarbeiter zur Kelag.

RWE hatte die Anlagen im Jahr 2019 im Rahmen der Großtransaktion mit der deutschen Konkurrentin E.on übernommen. Seit 2001 ist RWE mit 37,9 Prozent an der Kelag beteiligt. Erst im Herbst 2020 hatten der Konzern und das Land Kärnten vereinbart, ihre Partnerschaft ein weiteres Jahrzehnt fortzuführen. Im Rahmen dessen konzentriert sich RWE auf Investitionen in Windkraft, Photovoltaik und Speichertechnologien, während die Kelag sich als Kompetenzzentrum für Wasserkraft positioniert.

Berater Kelag
Baker & McKenzie Diwok Hermann Petsche (Wien): Dr. Eva-Maria Ségur-Cabanac (Federführung; Corporate/M&A), Saveria Laforce (M&A; Paris), Andreas Traugott (Kartellrecht), Holger Engelkamp (Corporate/M&A; Berlin), Rémi Ducloyer (Energy/Regulatory; Paris); Associates: Dr. Armin Assadi, Clara Fercsak (Rechtsanwaltsanwärterin), Sarah Belahcen (Paris; alle drei Corporate/M&A), Nina Lenhard (Kartellrecht), Roman Roussel (Energy/Regulatory; Paris)
Inhouse Recht (Klagenfurt): Dr. Alexander Slana (Head of Division Legal Services/Copliance/Internal Audit)
Abreu Advogados (Lissabon): Armando Martins Ferreira – aus dem Markt bekannt

Anselm Raddatz

Anselm Raddatz

Berater RWE
Clifford Chance: Dr. Anselm Raddatz (Federführung; Düsseldorf), Emmanuel Mimin (Paris), Jeroen Thijssen (Amsterdam; alle drei Corporate), Dr. Felix Mühlhäuser (Frankfurt), Alexandre Lagarrigue (Paris; beide Steuern) Dr. Joachim Schütze (Düsseldorf), Katrin Schallenberg, Emily Xueref-Poviac ( beide Paris; alle drei Kartellrecht), Dr. Dominik Heß (Corporate; Düsseldorf), Cord Freiherr von Mandelsloh (Frankfurt), Omar El Arjoun (Paris; beide Steuern); Associates: Marie-Christine Schulte (Düsseldorf), Raphael Durand, Karim Mernissi (beide Paris), Luc van Oosterhout (Amsterdam; alle vier Corporate), Christian Klein (Steuern; Frankfurt), Johannes Lüer (Düsseldorf; alle Kartellrecht)
Inhouse Recht (Essen): Jan-Philipp Jaeger, Dr. Hans-Christian Keßler
Binder Grösswang (Wien): Gottfried Gassner (Federführung), Dr. Thomas Schirmer (beide Corporate), Dr. Christian Wimpissinger (Steuern); Associate: Dr. Erik Pinetz (Steuern; Rechtsanwaltsanwärter) 
OLMJ (Lissabon): Inês Pinto da Costa (M&A) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Das Wiener Büro von Baker & McKenzie berät die Kelag laufend zu Compliance-Themen. Für die aktuelle Transaktion setzte sich die Kanzlei in einem Pitch durch. Für portugiesisch-rechtliche Fragen kam Abreu Advogados hinzu.

Ein Team um Clifford-Partner Raddatz und Counsel Heß beriet den RWE-Konzern bereits 2020 bei einer beabsichtigten italienischen Transaktion. Diese wurde allerdings nicht vollzogen. Für den aktuellen Verkauf kam Legal Counsel Kessler auf die Kanzlei zu. Für österreich-rechtliche Fragen zog Clifford die Wiener Einheit Binder Grösswang hinzu, was über Raddatz‘ Kontakt zum ehemaligen Co-Managing-Partner Schirmer lief. Bei der portugiesischen Kanzlei OLMJ erfolgte die Mandatierung über den Kontakt von Raddatz zu Partner André Figueiredo. (Claudia Otto)

Eine neue IT- und Datenschutzboutique hat zum Januar in München ihre Türen geöffnet: Dr. Ulrich Baumgartner (49) und Dr. Johannes Baumann (40) haben sich unter Baumgartner Baumann selbstständig gemacht. Baumgartner war zuvor Partner bei Allen & Overy, Baumann bei Beiten Burkhardt. Im Februar werden noch zwei Associates dazu kommen. 

Ulrich Baumgartner (l.), Johannes Baumann

Ulrich Baumgartner (l.), Johannes Baumann

Inhaltlich wird sich für die Namenspartner nicht viel ändern: Baumgartner hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt dem Thema Datenschutz gewidmet – im vergangenen Jahr bei Allen & Overy, davor elf Jahre lang bei Osborne Clarke. Entsprechend werden auch künftig Themen wie Digitalisierung von Geschäftsmodellen, Bezahlen mit Daten, Cloud- und IT-Verträge und IT-Compliance im Fokus stehen. Er kam seinerzeit von Gibson Dunn & Crutcher und zählte dort 2002 zu den ersten Anwälten des frisch eröffneten Münchner Büros. 

Baumann war drei Jahre bei Beiten Burkhardt als Salary Partner, als Associate zuvor knapp anderthalb Jahre bei Bird & Bird. Fünf Jahre verbrachte er bei Osborne Clarke, wo er als Associate im Team von Baumgartner arbeitete. Er konzentriert sich ebenfalls auf Datenschutz, darüber hinaus aber auch auf IT-Verträge und Softwareurheberrecht. Zum Geschäftsfeld der Einheit zählt ebenso die datenschutzrechtliche Beratung von Transaktionen. Dazu wird die Boutique künftig mit Allen & Overy kooperieren, wo Baumgartner im vergangenen Jahr eine Reihe von Deals begleitet hat. 

Datenschützer aus Großkanzleien haben sich in der Vergangenheit nur selten selbstständig gemacht. Zuletzt sorgte damit Prof. Dr. Sibylle Gierschmann für Aufmerksamkeit, die sich nach 14 Jahren Partnerschaft bei Taylor Wessing im Sommer 2019 verabschiedete und sich nun unter ihrem eigenen Namen im Markt behauptet. (Eva Flick)

 

 

 

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