BERLIN: PARTNER VON GIESEN HEIDBRINK AUF NEUEN WEGEN

Die beiden Partner der Berliner Kanzlei Giesen Heidbrink, Dr. Hans-Michael Giesen (61) und Dr. Alfried Heidbrink (54), gehen fortan getrennte Wege. Nach sechs gemeinsamen Jahren wechselte Giesen zum August zur Berliner Einheit Legerwall. Der Litigation-Experte Heidbrink machte sich als Anwalt und Schiedsrichter selbstständig.

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Hans-Michael Giesen

Der Gesellschaftsrechtler und Notar Giesen nannte als Gründe der freundschaftlichen Trennung, er wolle sich in seiner Arbeit in Zukunft auf das Notariat und die notariatsnahe Anwaltstätigkeit konzentrieren. Die Idee, sich mit anderen Notaren zusammenzuschließen und gemeinsam Synergien zu entwickeln, verfolge er schon länger. Seinen Schwerpunkt im gesellschaftsrechtlichen und transaktionsbezogenen Notariat will Giesen bei Legerwall weiter vertiefen, beispielsweise bei Umwandlungen. Daneben bieten sich ihm bei der fachlich breiter aufgestellten Kanzlei zusätzliche Felder in den Bereichen Immobilien, Nachfolgeregelungen, Erbrecht und Stiftungen.

Mit dem Wechsel von Giesen zählt Legerwall nun drei Partner. Die Anwälte planen jedoch, sich personell mit mindestens einem weiteren, jüngeren Notar zu verstärken. Ein Ziel der Kanzlei besteht darin, den notariellen Nachwuchs in Zukunft selbst auszubilden.

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Alfried Heidbrink

Heidbrink macht als Einzelanwalt, Schiedsrechtler und unabhängiger Schiedsrichter in Berlin weiter. Dabei liegen seine inhaltlichen Schwerpunkte nach wie vor bei Post-M&A-, gesellschafts- und handelsrechtlichen Streitigkeiten sowie D&O- und Anwaltshaftungsfällen.

Giesen und Heidbrink hatten sich bereits in den 1990er-Jahren bei der heute unter Freshfields Bruckhaus Deringer firmierenden Großkanzlei kennengelernt. Bevor sie ihre gemeinsame Kanzlei gründeten, zog es Giesen zu Görg, während Heidbrink zu Lindenpartners ging. (Melanie Müller)

Die Nominierten der JUVE Awards 2018 stehen fest. Als potenzielle Preisträger benennt die JUVE-Redaktion in 15 Kategorien jeweils fünf Kanzleien. Darüber hinaus hebt JUVE in drei weiteren Preiskategorien jeweils fünf Inhouseteams für ihre Leistung hervor. Bei der Auswahl der Preisträger achtet die Redaktion insbesondere auf Einschätzungen, die über die fachliche Kompetenz hinausgehen – vor allem auf strategische Ausrichtung, Service­orientierung und Zukunftspotenzial.

JUVE Awards 2018 KachelGrundlage aller Nominierungen ist die umfangreiche Arbeit der Redaktion für das JUVE Handbuch sowie das JUVE Magazin für Wirtschaftsjuristen in Österreich. Nachdem das JUVE Handbuch Steuern, das alle steuerbezogenen Rankings und Analysen der Redaktion versammelt, im April 2018 erstmals als eigenständige Publikation erschienen ist, gibt es bei den JUVE Awards 2018 zwei neue Kategorien, die das Thema Steuern dort ersetzen: Einen Inhouse-Award für IP sowie einen Kanzlei-Award für Compliance – beides Beratungsfelder mit wachsender juristischer und wirtschaftlicher Bedeutung.

In die Nominiertenauswahl fließen Informationen aus vielen Tausend Gesprächen und schriftlichen Befragungen von Mandanten, Partnern sowie Nachwuchsanwälten und Richtern ein, die die fachlich spezialisierten Redakteurinnen und Redakteure für das jetzt entstehende JUVE Handbuch 2018/2019 gesammelt haben. In diesem Jahr kamen so knapp 20.000 Kontakte zusammen.

Auf dieser Basis hat die JUVE-Redaktion kürzlich auf mehreren ganztägigen Konferenzen die Kanzleien und Rechtsabteilungen nominiert. Die Sieger werden am 25. Oktober im Rahmen einer festlichen Gala in der Alten Oper in Frankfurt bekanntgegeben. (Markus Lembeck)

Zu den Nominierten der JUVE Awards 2018

Berliner Ermittler haben das bislang größte bekannte Umsatzsteuerkarussell ans Licht gebracht. Mehr als 50 Beschuldigte und mehr als 50 Firmen sollen in den Fall verwickelt sein. Nun erging ein erstes Urteil gegen einen der Beschuldigten.

Sie handelten im großen Stil mit Kupfer und sollen dabei systematisch Steuern hinterzogen haben. Um mehr als 100 Millionen Euro soll das Umsatzsteuerkarussell den Fiskus geprellt haben. Laut Anklagebehörde habe die Beteiligten von Serbien aus mindestens 100.000 Tonnen Kupfer nach Deutschland gebracht und über diverse Scheinfirmen und unter Verwendung von Scheinrechnungen an industrielle Abnehmer verkauft.

Bereits am vergangenen Dienstag verurteilte das Berliner Landgericht einen 47-jährigen Bosnier als einen der Hauptverantwortlichen des Betrugs in Deutschland. Sieben Jahre Freiheitsstrafe gab es für die Steuerhinterziehung aus den Jahren 2010 bis 2014 in Höhe von 68,2 Millionen Euro. Zugleich wurde ein Vermögen von mehr als 25 Millionen Euro eingezogen, so die Staatsanwaltschaft.

Nach Angaben aus Verteidigerkreisen hatte der Beschuldigte in den vergangenen Jahren umfassend ausgesagt und den Ermittlern damit auch wichtige Hinweise auf die Drahtzieher hinter dem Umsatzsteuerkarussell gegeben. Die Verteidiger kritisieren allerdings die häufigen personellen Wechsel in der Staatsanwaltschaft sowie mangelnde Ressourcen bei den Ermittlern, die dazu geführt haben, dass bislang nur wenige der in den Fall verwickelten Verantwortlichen in Unternehmen angeklagt wurden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Mann ist laut Gerichtsangaben derzeit von der Untersuchungshaft verschont, seine Verteidiger haben bereits Revision gegen das Urteil eingelegt.

 Die Ermittlungen in dem komplexen Fall begannen laut Staatsanwaltschaft bereits 2014. Nach Durchsuchungen, abgehörten Telefongesprächen und verdeckten Ermittlungen liefen in dem Komplex aber noch weitere Strafverfahren, eine davon sei auch bereits abgeschlossen.

Verteidiger W.
Michael Böcker (Berlin)
Danckert Bärlein Sättele (Berlin): Manuel Operhalsky

Landgericht Berlin, 26. Große Strafkammer
Katja Kirow (Vorsitzende Richterin)

Hintergrund: Die Anwälte sind aus dem Markt bekannt. Hauptverteidiger des Angeklagten war nach JUVE-Informationen Strafverteidiger Böcker. (Ulrike Barth)

Martin Mucha von Grub Brugger wurde vom Amtsgericht in Stuttgart als Sachwalter für die Heer-Mediengruppe bestimmt. Er soll das Unternehmen vorläufig in Eigenverwaltung sanieren. Von der Insolvenz, die nach den neuen Regelungen des Konzerninsolvenzrechts geführt wird, sind rund 550 Mitarbeiter betroffen.

Martin Mucha

Martin Mucha

Zu der Unternehmensgruppe gehören unter der Heer Medienholding hauptsächlich die vier Druckereien Körner Druck (Sindelfingen), WPM Druck (Nürnberg), Walter Digital (Korntal-Münchingen) und Kraft Premium (Ettlingen). Mit konsolidiert 120 Millionen Euro Umsatz gehört die Gruppe zu den großen Herstellern von Katalogen, Broschüren und Werbebeilagen in Deutschland.

Heer hatte erst 2016 Walter Digital und Kraft übernommen, letztere aus einem Insolvenzverfahren. Damals war Holger Blümle von Schultze & Braun Verwalter in Ettlingen. Auslöser für das aktuelle Verfahren war unter anderem ein erheblicher, ungeplanter Umsatzrückgang in den Monaten Mai bis Juli 2018. Hinzu kamen die in der Branche kritischen Preisanstiege bei Energie und vor allem Papier. Die Gesellschafter waren nicht bereit, den entstandenen Kapitalbedarf zu decken, signalisierten aber die Möglichkeit, sich auf der Basis eines guten Sanierungskonzeptes weiter zu engagieren.

Jochen Sedlitz

Jochen Sedlitz

Das zuständige Amtsgericht in Stuttgart hat nach den neuen Regelungen des Konzerninsolvenzrechts ein Gruppenverfahren als vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren angeordnet. Erst im April trat das Gesetz zur Erleichterung der Bewältigung von Konzerninsolvenzen in Kraft. Eine wichtige Rechtsneuerung ist die Einführung eines Gruppen-Gerichtsstands. Für alle Gesellschaften, die zur Heer Medien Gruppe gehören, konnte deshalb ein einziges Gericht als das zuständige ausgewählt werden. Wo die Verfahren gebündelt werden, hängt von mehreren Faktoren ab, deren wichtigstes die Zahl der Arbeitsplätze vor Ort ist. In diesem Fall war wohl der Gerichtsstandort von Körner Druck in Sindelfingen maßgeblich. So kommt es, dass auch das Verfahren um die Nürnberger Gesellschaft nun in Baden-Württemberg läuft.

Jochen Sedlitz von Menold Bezler in Stuttgart und Dr. Thorsten Schleich von Schleich & Kollegen aus Villingen-Schwenningen leiten mit ihren Teams gemeinsam die Sanierung der Unternehmensgruppe. Bei Menold Bezler gehören die Insolvenzrechtler Dr. Jasmin Urlaub sowie die beiden Associates Dr. Sebastian Mielke und Pascal Mangold zum Team. Für sie wie auch das Amtsgericht waren die neuen Regelungen ein besonderer Aspekt bei der Antragstellung.

Thorsten Schleich

Thorsten Schleich

Die Unternehmensgruppe hatte bereits im Januar Handlungsbedarf gesehen und unter anderem einen Liquiditätsplan aufgestellt. Schon im Vorfeld des Insolvenzantrages wurde auch die Insolvenzrechtsboutique Schleich & Kollegen konsultiert, von der nun neben dem Namenspartner auch die Insolvenzrechtler Florian Götz und Dr. Ingo Reinke die Sanierung begleiten. Sie teilen sich nun mit ihren Kollegen von Menold Bezler die anfallenden Aufgaben.

Martin Mucha, Partner bei Grub Brugger, führt nun die vorläufige Sachwaltung für alle betroffenen Gesellschaften durch. Die Gläubigerversammlungen hatten sich jeweils für ihn ausgesprochen. Mucha war unter anderem Sachwalter bei der kürzlich mehrheitlich verkauften Mayer-Kuvert, wo auch Sedlitz die Restrukturierung begleitet hatte. (Ludger Steckelbach)

Der dänische Pensionsfonds PFA hat das Immobilienportfolio Century von Industria Wohnen gekauft. PFA zahlt der Degussa-Tochter dafür netto rund 900 Millionen Euro. Das gesamte Investitionsvolumen wird auf etwa 1,2 Milliarden Euro brutto taxiert. Bei den Immobilien handelt es sich vorwiegend um Wohnungen in Metropolregionen. Für PFA ist es bislang das größte Einzelinvestment in Immobilien.

Heiko Petzold

Heiko Petzold

Die 33 Häuser mit rund 3.700 Wohnungen sind auf 15 Standorte in Deutschland verteilt. Die meisten liegen in oder bei Metropolen wie Berlin, München, Hamburg, im Rheinland und in der Rhein-Neckar-Region. Mit im Boot ist Domicil Real Estate aus München, die das Asset- und Portfolio-Management für das Paket übernimmt. Rund 228.000 Quadratmeter Wohnfläche stammt aus dem ersten Wohnspezialfonds von Industria, der Löwenanteil der Mieten kommt aus Berlin und München. Zu den Bestandswohnungen kommt ein Neubau- und Entwicklungspotenzial von rund 40.000 Quadratmetern, auch hier liegt der überwiegende Teil in Berlin und München. 

Berater PFA
Jebens Mensching (Hamburg): Heiko Petzold (Federführung; Corporate/Immobilienrecht), Bendix Christians (Immobilienrecht), Dr. Oliver Mensching, Reemt Pottmann (beide Steuerrecht); Associates: Holger Pollmann, Moritz Schmid, Maja-Charlotte Bartling (alle Immobilienrecht), Lena Stich (Corporate)
Gorrissen Federspiel (Kopenhagen): Søren Fogh (Corporate)

Christian Weinheimer

Christian Weinheimer

Berater Industria
Heussen (München): Christian Weinheimer (Federführung), Dr. Norbert Huber, Christoph Hamm, Dr. Jan Dittmann, Thomas Miller, Dr. Elmar Bickert, Michael Wichert (letztere drei Berlin; alle Immobilien- und Baurecht), Bernhard Schex (Öffentliches Recht/Immobilien- und Baurecht), Martin Wolfstetter (Corporate), Gerhard Pischel (Kartellrecht), Rupert Klar (Steuerrecht); Associates: Franziska Amtstätter, Charlotte Zais, Stephan Matz (Stuttgart; alle Immobilien- und Baurecht), Franziska Reuber (Steuerrecht)

Hintergrund: Während der Münchner Heussen-Partner Weinheimer als regelmäßiger Berater von Industria bekannt ist, kam Jebens Mensching mit dem Immobiliendeal erstmals für PFA ins Mandat. Der Kontakt kam über die Verbindung zwischen dem Lead-Partner Petzold zu Asset-Manager Domicil zustande. Für Fragen zum dänischen Gesellschaftsrecht wurde die Kopenhagener Kanzlei Gorrissen hinzu gezogen. Die Steuerstruktur erstellte Namenspartner Mensching für die Dänen.

Im Heussen-Team war der Münchner Steuerspezialist Klar für die steuerrechtliche Beratung zuständig. Notariell beglaubigt wurde der Deal nach Marktinformationen von Dr. Klaus Fischer aus dem Frankfurter Anwaltsnotariat Göring Schmiegelt & Fischer. (Christiane Schiffer)

 

 

Knorr-Bremse hat zwei Tochterfirmen in Großbritannien verkauft. Übernommen wurden sie von der Münchner Beteiligungsfirma Mutares. Die Investorin, die regelmäßig Randgebiete von Großkonzernen über einen Carve-out aufkauft, hat diesen Sommer auch schon ihre Portfoliogesellschaft STS Group an die Börse gebracht.

Jan Thöle

Jan Thöle

Die beiden britischen Firmen, die Knorr-Bremse verkauft, dienen der Fahrzeugüberholung im Schienengeschäft. Kombiniert zählen Knorr-Bremse RailServices und Kiepe Electric Limited rund 700 Mitarbeiter, die einen Umsatz von rund 85 Millionen Euro erwirtschaften. Für Knorr-Bremse, die laut Presseberichten derzeit einen Börsengang auslotet, gehören die beiden Unternehmen nicht zum Kerngeschäft.

Die im Scale-Segment gelistete Mutares kann mit dem Zukauf ihr Portfolio auf die britische Insel ausweiten. Parallel dazu eröffnete sie auch ein Büro in London, um darüber zügig Plattform- und Add-on-Akquisitionen in Großbritannien sondieren und abwickeln zu können.

Die Münchner Beteiligungsgesellschaft, die weitere Büros in Paris und Mailand hat, verbuchte schon eine ganz Reihe an Transaktionen in diesem Sommer: So hatte sie über ihre Tochtergesellschaft Donges Steel Tec die Kalzip-Gruppe von Tata Steel erworben. Die Portfoliogesellschaft Blacke-Dürr kaufte KSS Consulting, die sich dem Rückbau von Kernkraftwerksanlagen widmet. Und seit Anfang Juni sind zudem Anteilsscheine der STS Group im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zu haben. Damit legte ihre Muttergesellschaft Mutares erstmals einen Teil-Exit über die Börse hin. Derzeit erwirtschaften die elf Firmen im Mutares-Portfolio einen Umsatz von etwa 900 Millionen Euro.

Martin Kolbinger

Martin Kolbinger

Berater Mutares
Inhouse Recht (München): Jan Thöle (General Counsel)
Inhouse Steuern (München): Denis Ahluwalia (Tax Manager)
CMS Hasche Sigle (München): Dr. Martin Kolbinger (Corporate/M&A; Federführung), Dr. Markus Häuser (IT), Stuart MacLean (M&A; London); Associate: Dr. Jessica Mohaupt (Corporate/M&A)

Berater Knorr-Bremse
Inhouse Recht (München): Christian Vornehm (Head Legal M&A/Antitrust)
Pinsent Masons (München): Dr. Michael Prüßner (Federführung), Edward Stead, Andrew Masraf (beide London; alle M&A/Corporate), Dr. Michael Reich (Kartellrecht), Mark Leonard (Bank- und FInanzrecht), Dr. Stephan Appt (Versicherungsrecht), Joanna Robinson (Immobilienrecht; London), Caroline MacLaughlin (Bank- und Finanzrecht), Brendan Martyn (Umwelt- und Planungsrecht); Associates: Dr. Johannes Maidl, Dr. Florian Anselm, Marina Arntzen, Benjamin Schikora, Lisa Early, Sarah Stewart, Neil Black (letzere drei London; alle M&A/Corporate), Dr. Mathias Greupner (Kartellrecht), Anna Martin (Arbeitsrecht), Domenico Schwan (Bank- und Finanzrecht), Yasmin Ali (Versicherungsrecht), Sam Hall, Jennifer Lee, Samantha Livesey (alle Commercial), Felicity Cinnamon, Nicola Grant, Neill Hogg, Shelley McCulloch (alle Immobilienrecht), Nick Stones (Arbeitsrecht), Nadia Zegze (Commercial/IP), Hannah McDaid, Rachel Thompson (beide Arbeitsrecht), Edward Lister, Helen Sawers (beide Bank- und Finanzrecht; alle London)

Michael Prüßner

Michael Prüßner

Hintergrund: Pinsent Masons brachte hier für Knorr-Bremse Deal Nummer zwei und drei über die Ziellinie. Die Kanzlei hatte sich 2017 einen Platz auf dem Panel des Familienkonzerns gesichert und ihn Anfang des Jahres auch beim Verkauf der schwedischen Tochter Swedtrac Rail Services an die Schweizer Stadler-Gruppe beraten. Dabei griff der federführende Partner Prüßner auf die schwedische Kanzlei Lindahl zurück, mit der er regelmäßig zusammenarbeitet.

Zudem stand Pinsent der Mutares-Tochter STS Group in diesem Sommer als Issuer´s Counsel für den IPO zur Verfügung. Die Federführung dort hatte Pinsents Kapitamarktrechtler Dr. Alexander Thomas. Die Banken setzten auf ein Team von McDermott Will & Emery um den Counsel Simon Weiß. Betriebswirtschaftlich und steuerlich begleitete ein länderübergreifendes Team von Rödl & Partner den Börsengang im Prime Standard.

Noerr beriet Mutares beim STS-IPO mit den Aktienrechtlern Dr. Ralph Schilha und Dr. Julian Schulze De la Cruz als Corporate Counsel für Mutares. Die Kanzlei ist in mehreren Fachgebieten für das Beteiligungshaus tätig: neben dem Aktien- und Kapitalmarktrecht beispielsweise auch im Kartellrecht und bei Compliance-Themen.

Im Transaktionsgeschäft vertraut Mutares-General Counsel Thöle sehr regelmäßig auf CMS, so auch für den Ankauf der Knorr-Bremse-Töchter in England. Ein länderübergreifendes Team um CMS-Partner Koblinger hatte Mutares schon bei der Übernahme des Anlagenbauunternehmens Balcke-Dürr im Herbst 2016 beraten. Auch bei der Übernahme des Darmstädter Unternehmens Donges SteelTec von Mitsubishi Hitachi Power war CMS involviert.

Den Erwerb von Kalzip wiederum konnte CMS nicht übernehmen, da sie schon von der Verkäuferin Tata Steel mandatiert war. Daher war dort ein Team um Dr. Christoph Thiermann und Ralph Schilha von Noerr München erstmals für Mutares im M&A tätig. 

Steuerliche Fragen zu den Transaktionen regelt Inhouse-Tax-Manager Ahluwalia, der Anfang des Jahres von Ernst & Young kam. (Sonja Behrens)

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