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EDITORIAL MäRZ/APRIL

Selbstbestimmte Berater

Juve Verlag

Jörn Poppelbaum und Geertje Oldermann

Niemand ist frei, der über sich selbst nicht Herr ist. Diesen Satz des Dichters Matthias Claudius hat sicher so mancher im Hinterkopf, der sich entschlossen hat, seine angestammte Kanzlei zu verlassen, um eine eigene zu gründen. Ihre gepackten Kisten haben die meisten Juristen wohl schon ausgepackt, wenn auch noch nicht lange. Denn wie unsere  JUVE-Recherche ergeben haben, gab es am Wiener Markt wohl noch nie so viele Kanzleigründungen durch ehemalige Großkanzleianwälte wie heute (ab Seite 12).

Eines der jüngsten Beispiele dafür, dass jemand „von der Großkanzleiwelt genug hat und nun lieber mit ein paar Freunden zusammenarbeitet“ (wie es der Partner einer Wiener Kanzlei ausdrückt), ist der langjährige Partner von DLA Piper Weiss-Tessbach, Max Becker. DLA ist beileibe nicht die erste Sozietät, die erlebt, wie ihre Anwälte aus ganz persönlichen Motiven wie Selbstbestimmung oder Veränderungen in der Lebensplanung den Absprung wagen. Allerdings ist knapp die Hälfte ihrer Wiener Partner in den letzten drei Jahren in einem Spin-off oder einer neu gegründeten Kanzlei tätig geworden. Wie DLA es dennoch schafft, ihre Berufsträgerzahl stabil zu halten, lesen Sie im Nachrichtenteil ab Seite 8.

Als festen Bestandteil des JUVE Magazins für Wirtschaftsjuristen finden Sie auch in diesem Heft ein JUVE Ranking. Diesmal haben wir die Bankrechts- und Kapitalmarktpraxen von Österreichs Wirtschaftskanzleien ins Visier genommen (ab Seite 26).

Klingt interessant? Wenn ja, erzählen Sie doch Ihren Kollegen, Freunden und Bekannten davon. Denn auch sie können das JUVE Magazin für Wirtschaftsjuristen abonnieren. Bestellungen nehmen unsere Kollegen und wir gerne entgegen!

 Eine aufschlussreiche Lektüre wünschen

geertje.oldermann@juve-verlag.at

joern.poppelbaum@juve-verlag.at

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