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EDITORIAL MäRZ/APRIL

Perspektivwechsel

Juve Verlag

Jörn Poppelbaum und Geertje de Sousa

Gutes Personal ist das beste Kapital. Dieser Satz klingt nicht nur gut. Für die Beraterbranche und insbesondere bei Anwaltskanzleien trifft er mehr zu als in den meisten anderen Unternehmen. Doch was müssen Kanzleien leisten – oder andersherum – ihren Bewerbern bieten, damit sich das Kapital auch auszahlt?

Diesen Fragen nähern wir uns in dieser Ausgabe des JUVE Magazins für Wirtschaftsjuristen. Zugleich wagen wir dabei einen Perspektivwechsel. Gewohnt sind Sie es, liebe Leser, dass wir uns mit dem Management von Anwaltskanzleien beschäftigen und uns dabei tief in die Lage eine Partners oder Kanzleimanagers hineinversetzen, um zu sehen, was zu tun ist, damit eine Kanzlei in einem spezifischen Wettbewerbsumfeld nicht nur bestehen, sondern auch reüssieren kann.

Zur Wiener Karrieremesse „Jus Success 2014“ drehen wir den Spieß einmal um. Wir prüfen aus Bewerbersicht, was eine Kanzlei denjenigen bietet, die ins Leben als Wirtschaftsjurist eintreten wollen. Wo findet eine vernünftige Ausbildung statt? Wo kann ich einige Zeit im Ausland verbringen? Wer bereitet mich optimal auf die Anwaltsprüfung vor? Und last but not least: Wo werde ich angemessen entlohnt? (Die Auserwählte)

Mithilfe einer Umfrage, an der sich 30 österreichische Kanzleien – mal mehr, mal weniger ausführlich – beteiligten, haben wir deren Leistungen kursorisch miteinander verglichen: In einer großen Übersicht erfahren Bewerber, mit welchem Monatsgehalt sie ungefähr bei wem rechnen können und wer welche Zusatzleistungen wie Boni, Pensionsleistungen oder Sonderurlaub zur Prüfungsvorbereitung gewährt.

Und auch der Frage, worauf Bewerber achten müssen, wenn sie Kontakt zu einem potenziellen Arbeitgeber aufnehmen, sind wir nachgegangen (Der Kampf um Aufmerksamkeit). Ein Ergebnis: Sinnvolle Selbstvermarktung ist der erste Schritt in den Anwaltsberuf und nicht zuletzt auch deshalb wichtig, um später auch als Anwaltsunternehmer seine Leistung sinnvoll verkaufen zu können.

Viel Spaß mit einer anderen Sichtweise wünschen

Geertje de Sousa
(geertje.desousa@juve-verlag.at)

Jörn Poppelbaum
(joern.poppelbaum@juve-verlag.at)

P.S. Auf die gewohnten Rankings und Analysen müssen Sie dennoch nicht verzichten. Bereits zum zweiten Mal nach 2013 haben wir uns daher den Kanzleimarkt im Bank- und Finanzrecht sowie im Kapitalmarktrecht genauer angeschaut.

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