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EDITORIAL MAI/JUNI 2016

Wo noch was geht

Juve Verlag

Claudia Otto, Jörn Poppelbaum, Raphael Arnold

Immer mehr, immer schneller, immer besser: Das sind die Herausforderungen, denen sich Inhouse-Counsel aktuell gegenübersehen. Aber nicht nur die Ansprüche des Managements an die Rechtsabteilungen steigen, sondern auch der Kostendruck, der auf ihnen lastet. Die Ausgaben für Kanzleien sind dabei eine Stellschraube, an der Chefjuristen drehen können. Honorarmodelle jenseits des klassischen Stundensatzes scheinen ein probates Mittel, um die Effizienz in der Zusammenarbeit mit externen Beratern zu steigern. Daneben ist eine erstklassige eigene Mannschaft unerlässlich. Denn insbesondere anspruchsvolle und zeitkritische M&A-Transaktionen bringen die Rechtsabteilung in eine immer wichtigere Rolle innerhalb des Unternehmens und machen sie zu einem unabdingbaren Sparringspartner des Vorstands. Das sind die Ergebnisse der vierten Umfrage, die JUVE in Kooperation mit Business Circle unter den verantwortlichen Inhousejuristen aus den Bereichen Recht, IP, Compliance und Steuern durchgeführt hat.

Wir möchten diese Gelegenheit auch nutzen und uns ganz herzlich bei Ihnen für die Teilnahme an der Umfrage bedanken. Ohne die Fakten, die Sie uns liefern und die Einblicke, die Sie uns in Ihre tägliche Praxis gewähren, könnten wir diesen Spiegel des Marktes nicht veröffentlichen (Nicht nur sauber, sondern rein, ab Seite 20).

Ein Schlüssel für Kanzleien, den Wünschen ihrer Mandanten noch besser gerecht zu werden, kann neben der Flexibilität bei Honoraren in der Digitalisierung liegen. Durch die Anwendung von moderner Technik im Sinne von künstlicher Intelligenz könnten bestimmte anwaltliche Tätigkeiten künftig schneller und idealerweise sogar mit niedrigerer Fehlerquote erledigt werden. Dabei gibt es neben dem Supercomputer Watson noch zahlreiche andere IT-Lösungen, die die rechtliche Beratung transparenter und effizienter machen können (Wenn Watson die Fälle löst, Seite 12).

Ein Rechtsgebiet, in dem IT-Unterstützung schon seit Längerem eine wesentliche Rolle spielt, ist das Vergaberecht. Die elektronische Vergabe – neudeutsch: Public E-Procurement – für die Beschaffung etwa von Liefer-, Bau- und Dienstleistungen, greift immer mehr um sich. Das wird irgendwann die Arbeit von Anwälten ein Stück weit ersetzen. Doch derzeit beraten die spezialisierten Rechtsanwälte noch beim Aufbau und dem rechtlichen Rahmen der E-Vergaben. Was die wichtigsten Kanzleien Österreichs im Umwelt-, Planungs- und Vergaberecht derzeit sonst noch beschäftigt, lesen Sie im aktuellen JUVE Ranking ab Seite 32.

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen

Claudia Otto
(claudia.otto@juve-verlag.at)

Jörn Poppelbaum
(joern.poppelbaum@juve-verlag.at)

Raphael Arnold
(raphael.arnold@juve-verlag.at)

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