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EDITORIAL KARRIERE ÖSTERREICH

Geld spielt keine Rolle

JUVE Verlag

Raphael Arnold, Annette Kamps und Claudia Otto

Das könnte man zumindest meinen, wenn man auf die Aussagen von Jus-Studenten und -Absolventen in der diesjährigen JUVE-Bewerberumfrage schaut. Was Bewerbern heute wichtiger ist als ein hohes Gehalt, ist die Qualität der Ausbildung. Und da bekommen nicht Großkanzleien wie Freshfields oder Schönherr die meisten Punkte, sondern Scherbaum Seebacher aus Graz und CHG Czernich Haidlen Gast aus Innsbruck.

Auch wenn das Gehalt bei der Auswahl des Arbeitgebers nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, haben wir auf Seite 22 zusammengestellt, wie viel die Kanzleien Berufseinsteigern bezahlen. Dabei wird Fellner Wratzfeld vom Thron des Gehalts-Rankings
gestoßen. Das Zepter übernimmt in diesem Jahr Herbst Kinsky mit einem Durchschnittsgehalt für Berufseinsteiger von 3.680 Euro. Bewerber sollten ihren Blick beim Thema Gehalt jedoch weiten, denn auch kleinere Kanzleien zahlen durchaus gute Gehälter. Um die Auswahl der passenden Kanzlei zu erleichtern, stellen wir erstmals nicht nur die zehn beliebtesten Kanzleien in detaillierten Steckbiefen vor, sondern ihre direkten Verfolger gleich mit. Die JUVE Top 20 Arbeitgeber finden Sie ab Seite 23.

Neue Balance. Die Kritik an auslaugenden Partnertracks wird auch in der JUVE-Umfrage immer lauter. Kanzleien wie Dentons nehmen neue Perspektiven ein und setzen auf außergewöhnliche Methoden wie Mindfulness-Programme. Die kommen natürlich auch der Effizienz zugute.

Viele junge Juristen liebäugeln auch mit Alternativkarrieren, um etwa mehr Zeit für die Familie oder ein Hobby zu haben. Philipp Nagel, Expert Lawyer bei der Raiffeisen Bank International, hat den Weg als Unternehmensjurist eingeschlagen und erklärt im Gespräch mit der JUVE-Redaktion unter anderem, wieso die Beschäftigung mit technischen Themen in der juristischen Ausbildung für junge Juristen so wichtig ist.

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