Inhouse-Team des Jahres

Daimler

So grundlegend hat sich kaum eine andere Konzernrechtsabteilung in den vergangenen Jahren gewandelt: Bei Daimler arbeiten die Inhouse-Juristen um General Counsel Dr. Thomas Laubert so agil und vernetzt mit den operativen Abteilungen zusammen, dass es beinahe schwerfällt, genaue Außengrenzen zu ziehen. Wo die Syndizi früher unter sich blieben, sitzen heute Ingenieure, Produktplaner und IT-Spezialisten mit am Tisch. Zugleich arbeiten Juristen in den Teams mit, die Daimlers Mobilitätskonzepte von morgen mitentwickeln.

Legal-Tech-Werkzeuge baut der Konzern oft einfach selbst. Das machte auch das größte Litigation-Projekt der Konzerngeschichte möglich. Die Rechtsabteilung steuert ihre Prozessvertreter bei mehr als 20.000 Dieselverfahren selbst und nötigt externen Anwälten damit großen Respekt ab. „Beim Einsatz von Tech-Tools ist Daimler längst weiter als die meisten anderen Konzerne“, lobt der Legal-Operations-Chef einer Großkanzlei.

Die epochale Konzernaufspaltung in eigenständige Sparten und der für Ende des Jahres geplante Börsengang des Truck-Geschäfts stellen noch einmal andere, bedeutende Herausforderungen an die Daimler-Juristen. Für ihre herausragende fachliche Qualität sind sie ohnehin bekannt. Dass sie diese Großprojekte maßgeblich inhouse betreuen, versteht sich da fast schon von selbst.