Kanzlei des Jahres Patentrecht

Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan

Vorüber sind die Tage, in denen das deutsche Patentteam der US-Kanzlei vor allem als eines wahrgenommen wurde: als One-Man-Show ihres Staranwalts Dr. Marcus Grosch. Die herausragende Präsenz der Praxis in wichtigen Mobilfunkklagen nutzten die Partner Dr. Johannes Bukow und Jérôme Kommer zuletzt, um deutlich visibler im Markt zu agieren. Und mit Dr. Jesko Preuß drängt bereits die nächste Partnergeneration in die vorderen Ränge. Vor allem für ihre Koordinationsarbeit in Großverfahren und zahlreichen Joint Defence Groups bekommen die jungen Partner viel Lob von Wettbewerbern.

Die Verbreiterung der Praxis auf Partnerebene war ebenso notwendig wie das gelungene Wachstum mit neuen Associates, um die hohe Schlagzahl an Großverfahren fortzuführen. Diese stellte das Team schon 2019 für Qualcomm im Streit um Mobilfunkchips gegen Apple unter Beweis und setzte sie zuletzt an der Seite von Daimler fort. Im Streit um Connected-Cars-Patente verteidigte Quinn Emanuel den Autokonzern bislang in mehr als 20 Verfahren, nicht nur gegen Broadcom, sondern auch gegen Nokia und andere Mitglieder des maßgeblichen Patentpools Avanci. Die SEP-Inhaber konnten für sich bisher noch keinen durchschlagenden Erfolg gegen Daimler verbuchen. Ein weiterer Autokonzern hat sich deshalb für mögliche Klagen schon einmal die Dienste der Kanzlei gesichert.

Meist sind die Verfahren, in denen die Kanzlei zu sehen ist, von zentraler Bedeutung für ihre Mandanten. Parallel zu den Connected-Cars-Klagen führt Quinn Emanuel für Blackberry, Google, IP Bridge und Netflix Großverfahren um Mobilfunkpatente. Für BASF führte sie einen wirtschaftlich wichtigen Streit um Sohlen für Sportschuhe. Und für Pfizer und Merck kommt sie ins Spiel, wenn es um wichtige Arzneien geht. Nur im Lifescience-Sektor hat die Kanzlei ihr Potenzial noch nicht komplett ausgespielt.