Kanzleiumsätze

Allen & Overy hält Vorjahresniveau

Nach einem leichten Umsatzplus von zwei Prozent auf 145 Millionen Euro im Vorjahr verzeichnet Allen & Overy aktuell gleichbleibende Umsätze. Der Umsatz pro Berufsträger stagnierte ebenfalls bei 729.000 Euro. Das Ende April abgelaufene Geschäftsjahr berücksichtigt auch schon die ersten Auswirkungen der Corona-Krise.

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Wolf Bussian
Wolf Bussian

Die Zahl der Berufsträger blieb bei rechnerisch 199 Vollzeitkräften (Full-Time-Equivalents/FTEs). Umsatztreiber war insbesondere die Beratung bei Großtransaktionen: Für Viridium war dies der Verkauf des ‚Millennium Portfolio‘ der Generali Lebensversicherung an Commerz Real, den Touristikriesen Tui beriet Allen & Overy bei der Übertragung des Luxuskreuzfahrtgeschäfts Hapag-Lloyd Cruises an das Gemeinschaftsunternehmen Tui Cruises. Außerdem nahm weiterhin die Restrukturierung des Modeunternehmens Gerry Weber praxisgruppenübergreifend viel Raum ein.

Personell konnte die Kanzlei im abgelaufenen Geschäftsjahr einige Lücken schließen: So kam der bekannte Datenschutzexperte Dr. Ulrich Baumgartner von Osborne Clarke und die Schiedsrechtlerin Anna Masser wechselte von Jones Day. Dieser Zugang läutete nach dem Weggang des renommierten Dr. Daniel Busse mit seinem großen Team den Neustart der Schiedsrechtspraxis der Kanzlei ein. Der Kapitalmarktrechtler Christoph Enderstein kehrte Allen & Overy  dagegen den Rücken und ging zu Norton Rose Fulbright.

Außerdem platzte im abgelaufenen Geschäftsjahr die geplante Fusion mit der US-Kanzlei O’Melveny & Myers. Der Wechsel im Management der deutschen Praxis von Allen & Overy vollzog sich dagegen erst im laufenden Geschäftsjahr. Seit Juni leitet nun der Litigator Dr. Wolf Bussian die Geschicke der Kanzlei in Deutschland. Zuvor waren etwas mehr als drei Jahre die Transaktionsanwältin Dr. Astrid Krüger als Managing Partnerin und der Arbeitsrechtler Thomas Ubber als Senior Partner im Amt. 

Der Vergleich mit den anderen Magic-Circle-Kanzleien ist bisher nur bei Linklaters möglich, da die Zahlen von Clifford Chance und Freshfields Bruckhaus Deringer noch nicht vorliegen. Linklaters erzielte mit insgesamt etwas mehr als 300 FTEs einen Umsatz von 221,1 Millionen Euro und liegt beim UBT mit 730.000 nun leicht über Allen & Overy. (Claudia Otto)

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