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22.10.2002

Harman übernimmt CAA vollständig

Die Übernahme des deutschen Softwareentwicklers CAA AG durch das Harmann Becker Automative Systems GmbH ist abgeschlossen.BETEILIGUNGSERWERB
Berater Harman Becker: Jones, Day, Reavis & Pogue (Frankfurt): Ansgar Rempp (M&A), Hanno Schultze Enden, Jens Gemmecke, Sina Hekmat (alle M&A, European Counsel), Georg Mickes (Arbeitsrecht, Associate)
Berater 3i: In-house: Nicht bekannt
Berater CAA AG: CMS Hasche Sigle (Stuttgart): Dr. Axel Sigle, Martin Düker
MEHRHEITSÜBERNAHME
Berater Harman Becker: Jones, Day, Reavis & Pogue: siehe oben
Berater Gesellschaftsgründer von CAA: Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz (Stuttgart): Dr. Reiner Lorz, Dr. Andreas Wiedemann
Berater CAA AG: CMS Hasche Sigle (Stuttgart): siehe oben
PFLICHTANGEBOT/SQUEEZE-OUT
Berater Harman Becker: Jones, Day, Reavis & Pogue: siehe oben

Nachdem die Anfechtungsfrist für das Squeeze-out abgelaufen ist, ist das Softwarehaus CAA nunmehr 100-prozentige Tochter von Harman Becker.
Anwälte aus dem Frankfurter Büro von Jones, Day, Reavis & Pogue haben die deutsche Tochter des US-Konzerns Harman International während der gesamten Übernahme begleitet. Zunächst hatte Harman Becker Ende 2001 eine Beteiligung von 26 Prozent an dem Softwareentwickler CAA erworben. Veräußerin dieses Aktienpakets war damals die Venture-Capital-Gesellschaft 3i.
Mit Wirkung des 16. Januars stockte Harman Becker ihre Anteile auf 77,23 Prozent auf. Die weiteren Anteile von 50,41 Prozent kamen von den Gründungsgesellschaftern der damals noch am Neuen Markt notierten CAA AG, Gabriele Müller und Hans-Peter Schmidt.
Bereits beim Übernahmeangebot an 3i hatte Harman seinen Entschluß angekündigt, die Stimmrechte an der zwischenzeitlich am geregelten Markt notierten CAA vollständig, notfalls auch durch ein Squeeze-out zu übernehmen. Nach dem Mehrheitserwerb war Harman Becker zur Einleitung des Übernahmeverfahrens nach dem Wertpapier- und Übernahmegesetz (WpÜG) sowie das anschließende Squeeze-out verpflichtet. Im Zeitraum vom 6. März bis 26. April gelang es Harman Becker so, 95 Prozent der Anteile an CAA auf sich zu vereinigen. Im anschließenden Squeeze-out wurden die restlichen, in Streubesitz befindlichen fünf Prozent erworben. Der Preis pro Aktie betrug sowohl für das Pflichtangebot als auch die Abfindung 5,29 Euro.
Nach Ansicht der beteiligten Jones-Day-Anwälte ist der CAA-Erwerb eine der ersten Übernahmen, bei denen das neue WpÜG-Verfahren vollständig zur Anwendung gekommen ist. (Mathieu Klos)

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