Artikel drucken
22.02.2005

Intermarché Netto/Spar

Im Zuge ihrer mehrjährigen Umstrukturierung und Sanierung hat die Schenefelder Spar Handels AG die Einzelhandelskette Netto an ihren französischen Großaktionär Intermarché-Gruppe verkauft. An Intermarché gingen im einzelnen die Spar-Tochter Netto Süd in Maxhütte, bekannt als Netto Schels (Michael Schels & Sohn GmbH & Co. KG), und die 50-prozentige Beteiligung an Netto Nord (Netto Supermarkt GmbH & Co.) in Stavenhagen. Die Hälfte dieser Netto Nord-Beteiligung veräußerte Intermarché weiter an die Netto Supermarkt GmbH, eine Tochter der dänischen Dansk Supermarked a/s. Dansk stockt damit ihren bisherigen Anteil an Netto Nord auf 75 Prozent auf. Das Volumen der Transaktion betrug über 500 Millionen Euro. Dem Verkauf von Netto an ITM stimmten auch die Konsortialbanken von Spar zu. Im Zuge einer Umfinanzierung waren zuvor französische Banken anstelle deutscher Banken bei Spar eingestiegen. Intermarché ist Teil des Pariser Konzerns ITM Entreprises S.A., der nach einer jüngsten Anteilsaufstockung 2004 derzeit 97,27 Prozent der Spar-Aktien hält. Ende Januar hat die Spar-Hauptversammlung außerdem einen Squeeze-out zugunsten von ITM beschlossen, der damit alleiniger Aktionär bei Spar wird. Netto führt rund 1.000 Discountmärkte in Deutschland und hat 2003 rund 2,8 Milliarden Euro zum Spar-Konzernumsatz von 6,8 Milliarden Euro beigetragen. (CT)Berater Intermarché
Linklaters Oppenhoff & Rädler (Köln): Hans-Ulrich Wilsing (Corporate), Dr. Sebastian Benz (Steuerrecht), Olivier Jauffret (Bankrecht; Paris); Associates: Dr. Nikolaos Paschos, Dr. Lars Böttcher, Dr. Björn Holland, Sebastian Goslar (alle Corporate), Matthias Grundke, Heiko Metzler (beide Steuerrecht), Dr. Bernd Meyer-Löwy (Insolvenz und Restrukturierung), Andy Roberts (Bankrecht; Paris) – (Erwerb Netto, Squeeze-out bei Spar)

Berater Spar
Inhouse : Jens Harting (Leiter der Konzern-Rechtsabteilung)
Allen & Overy (Hamburg): Dr. Helge Schäfer, Dr. Oliver Seiler; Associates: Marie-Luise Stephan, Dr. Tibor Pataki, Malte-Matthias Holthaus (Verkauf Netto an Intermarché, Squeeze-out)
Heuking Kühn Lüer Wojtek (Hamburg): Dr. Frank Mitzkus, Dr. Michael Dröge (Squeeze-out)
Piepenburg-Gerling (Düsseldorf): Horst Piepenburg (Sanierungsberatung des Vorstands)

Berater deutsches Bankenkonsortium
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Jens-Dietrich Mitzlaff, Hervé Kensicher (Paris); Associates: Dr. Jens Linde, Tiphaine du Bois de Gaudusson (Paris; alle Bank- und Finanzrecht)

Berater französisches Bankenkonsortium
Clifford Chance (Frankfurt): Kolja von Bismarck (Corporate), Dr. Michael Weller, Olivier Bertin-Mourot (Paris; beide Banking); Associates: Dr. Andreas Hautkappe, Olaf Alex, Frédéric Gros (Paris; beide Banking)

Berater Dansk
Heussen (Stuttgart): Robert Dorr; Senior-Lawyer: Dirk Krome (Aufstockung Beteiligung Netto Nord)

Linklaters hat Intermarché durch den Kölner Partner Wilsing bereits in der umfangreichen Sanierungs- und Refinanzierungsphase bei Spar beraten. Der Hamburger Heuking-Partner Mitzkus berät Spar bereits seit den 80er Jahren. Nach Angaben beteiligter Anwälte war die Transaktion eine der ersten, die das jüngste „Holzmüller II“-Urteil des Bundesgerichtshofs zum Verkauf wesentlicher Unternehmensteile berücksichtigen musste (JUVE 06/04).

Nachtrag JUVE 04/05:
Anlässlich des Ende Januar beschlossenen Squeeze-outs bei Spar zugunsten des französischen Großaktionärs sind Berater nachzutragen.
Für die Spar AG waren tätig:
@Inhouse: Jens Harting (Leiter der Konzern-Rechtsabteilung)
Allen & Overy (Hamburg): Dr. Helge Schäfer, Dr. Oliver Seiler; Associates: Marie-Luise Stephan, Dr. Tibor Pataki, Malte-Matthias Holthaus (Verkauf Netto an Intermarché, Squeeze-out)
@Heuking Kühn Lüer Wojtek (Hamburg): Dr. Frank Mitzkus, Dr. Michael Dröge (Squeeze-out)
@Piepenburg-Gerling (Düsseldorf): Horst Piepenburg (Sanierungsberatung des Vorstands)
Außerdem berieten die bereits erwähnten Kanzleien:
für Intermarché: Linklaters Oppenhoff & Rädler mit einem Team um Hans-Ulrich Wilsing (Corporate), Dr. Sebastian Benz (Steuerrecht) und Olivier Jauffret (Bankrecht);
für beteiligte deutsche Banken: Freshfields Bruckhaus Deringer mit einem Team um Dr. Jens-Dietrich Mitzlaff und Hervé Kensicher (beide Bank- und Finanzrecht);
für ein französisches Bankenkonsortium: Clifford Chance mit einem Team um Kolja von Bismarck (Corporate), Dr. Michael Weller und Oliver Bertin-Mourot (beide Bankrecht).

Diesen Artikel finden Sie unter : https://www.juve.de/nachrichten/deals/2005/02/intermarché-netto-spar
  • Teilen