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29.12.2006

Myllykoski baut Papieranlage

Der finnische Papierkonzern Myllykoski investiert im niederbayerischen Plattling rund 482 Millionen Euro in den Bau einer neuen Papierfabrik mit 130 Arbeitsplätzen. Anfang 2008 soll mit der Produktion begonnen werden. Gleichzeitig wird das Unternehmen seinen bisherigen Standort in Dachau schließen. Bis zuletzt war auch der Standort Opatovice in Tschechien für die neue Fabrik im Gespräch. Dort sei jedoch das Genehmigungsverfahren zu aufwändig und langwierig gewesen, begründet das Unternehmen seine Entscheidung für den deutschen Standort. Myllykoski ist mit einem Jahresumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro und einer Jahresproduktion von 2,3 Millionen Tonnen einer der größten Papierhersteller weltweit. (Ulrike Barth)

Berater Myllykoski
Freshfields Bruckhaus Deringer (Berlin): Dr. Wolf Friedrich Spieth (Öffentliches Recht), Dr. Dirk Hamann (Finanzierung; Hamburg); Associates: Dr. Michael Ramb, Dr. Maximilian Uibeleisen
Hilbrandt Rückert Ebbinghaus (Hamburg): Dr. Sven Schubert (Vertragsgestaltung)
Vejmelka & Wünsch (Prag): Josef Vejmelka (tschechisches Genehmigungsverfahren)

Das Genehmigungsverfahren in Tschechien betreute das ehemalige Bruckhaus-Büro in Prag, das seit 2002 unter dem Namen Vejmelka & Wünsch eigenständig firmiert. Beim geplanten Neubau der Papierfabrik war Freshfields-Partner Wolf Friedrich Spieth (in Kick-off-Funktion) in das tschechische Genehmigungsverfahren involviert und übernahm später die Betreuung des vergleichsweise kurzen Verfahrens in Deutschland.

Er ist – ebenso wie der Hamburger Partner Hamann – bereits seit Jahren für den finnischen Papierkonzern tätig. Ebenso Sven Schubert, der für die gesamten Vertragsgestaltung verantwortlich zeichnete, und der erst im August von Freshfields zur Hamburger Kanzlei Hilbrandt Rückert Ebbinghaus gewechselt ist (JUVE 10/06). Wer zu dem finanzierenden Bankenkonsortium gehörte, das nach Marktinformationen von Hengeler Mueller-Partner Dr. Hendrik Haag beraten wurde, ist nicht bekannt.

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