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29.03.2008

Veolia kauft deutsche Rail4Chem

Der französische Transportkonzern Veolia hat nach einem Bieterverfahren den Essener Güterbahnbetreiber Rail4Chem übernommen. Verkäufer waren jeweils zu gleichen Teilen der Chemieriese BASF, die Speditionen Hoyer und Bertschi sowie der Wagonverleiher VTG, die Rail4Chem 2001 gegründet hatten.Nach Presseberichten zahlte Veolia einen Kaufpreis zwischen 30 und 40 Millionen Euro. Durch die Übernahme entsteht die vermutlich größte private Güterbahn auf dem europäischen Kontinent.

Rail4Chem beschäftigt 180 Mitarbeiter und besitzt 39 Lokomotiven. In 2007 erwirtschaftete das Unternehmen 80 Millionen Euro. Mit im Rennen um Rail4Chem war bis zum Schluss auch noch die US-Bahngesellschaft Genesse and Wyoming. (René Bender)

Berater Veolia
Baker & McKenzie (Düsseldorf): Dr. Thomas Menke (Federführung), Dr. Thorsten Seidel (Berlin; beide Corporate), Dr. Stephanie Pautke (Kartellrecht; Frankfurt), Prof. Dr. Joachim Scherer, Prof. Dr. Ulrich Ellinghaus (beide Öffentliches Wirtschaftsrecht; beide Frankfurt); Associates: Dr. Hermann Ali Hinderer (Berlin), Dr. Michael Krömker, Dr. Sabine Otte, Cathérine Hinger (alle Corporate), Dr. Marc Scheunemann (Steuern; München), Melanie Renkel (Kartellrecht), Caroline Heinickel (Öffentliches Wirtschaftsrecht; beide Frankfurt)
@Inhouse (Paris): Céline Trotobas – aus dem Markt bekannt

Berater Verkäufer
Renzenbrink Raschke von Knobeldorff Heiser (Hamburg): Dr. Ulf Renzenbrink, Dr. Thorsten Raschke; Associate: Dr. Kai Wantzen
Inhouse (BASF; Ludwigshafen): Dagmar Dülberg (Legal Department) – aus dem Markt bekannt
Inhouse (VTG; Hamburg): Inger Bahnson – aus dem Markt bekannt

Berater Genesse and Wyoming
Shearman & Sterling (Düsseldorf): Dr. Hans-Rolf Koerfer – aus dem Markt bekannt

Baker berät Veolia in Frankreich schon länger. Auch in Deutschland betreute die Sozietät den Konzern bereits, so etwa in regulatorischen Fragen aus Frankfurt heraus. Für die M&A-Praxis war dies nun allerdings hierzulande die erste prominentere Transaktion für Veolia – der Kontakt kam über das Pariser Büro zustande. Renzenbrink kam über die Berenberg Bank ins Mandat, die als M&A-Beraterin für die Verkäufer das Bieterverfahren organisierte und strukturierte.

Zu der Bank hat die Hamburger Kanzlei regelmäßige Kontakte. Zuletzt arbeiteten Renzenbrink und Berenberg Ende 2007 zusammen, als die Kaffeevertriebsgesellschaft I-Punkt an Kaffee Partner veräußert wurde. Renzenbrink beriet damals den I-Punkt Geschäftsführer Wilhelm Schulte. Für Shearman-Partner Koerfer war die Beratung des Bieters Genesse and Wyoming eines der letzten Mandate in alter Kanzlei. Der renommierte Corporate-Partner wechselte kurz danach zu Allen & Overy.

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