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29.11.2008

Zukunftsvertrag für Opel Bochum

Geschäftsleitung und Betriebsrat des Bochumer Autobauers Opel haben den sogenannten Zukunftsvertrag 2016 abgeschlossen. Die Vereinbarung schließt betriebsbedingte Kündigungen bis 2016 aus und garantiert, dass an dem Standort an der Ruhr ab 2011 mindestens zwei neue Modelle der Kompaktwagenklasse gebaut werden. Im Gespräch sind der Zafira und der Astra Caravan.Dazu enthält der Vertrag Bedingungen wie die Verringerung von Fertigungszeiten, einen flexiblen Einsatz von Mitarbeitern und Leiharbeitern und ein neues Bonussystem. So soll etwa das Weihnachtsgeld ab 2011 auf die tarifliche Höhe von 55 Prozent eines Gehalts gekürzt werden. Flankiert wird der Zukunftsvertrag von einem Rahmenvertrag für Outsourcingmaßnahmen.

So sollen rund 1.000 Mitarbeiter binnen der kommenden 18 Monate auf externe Anbieter transferiert werden. Zurzeit beschäftigt Opel am Standort Bochum circa 5.300 Mitarbeiter in drei Werken. 2004 hatten die Beschäftigten mit einem sogenannten wilden Streik für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze gekämpft. (Geertje Oldermann)

Berater Opel
Schlütter Bornheim Seitz (Köln): Dr. Stefan Seitz; Associate: Heinke Hochweiler (beide Arbeitsrecht)
Inhouse (Bochum): Elmar Eising (Leiter Arbeitsbeziehungen/Arbeitsrecht), Afsaneh Sahavi (Arbeitsrecht)

Berater Betriebsrat Bochum
Bode Dornieden (Bochum): Michael Dornieden (Arbeitsrecht)

Die Kölner Kanzlei Schlütter Bornheim Seitz berät Opel – schwerpunktmäßig das Bochumer Werk – seit einigen Jahren regelmäßig vor allem im kollektiven Arbeitsrecht. Die Mandatsbeziehung war durch eine Empfehlung zustande gekommen. Bei den Verhandlungen zu den Restrukturierungsmaßnahmen Ende 2004 war Baker & McKenzie aufseiten von Opel tätig.
Michael Dornieden hat den Bochumer Betriebsrat schon in früheren Jahren beraten, war zuletzt aber seltener für die Arbeitnehmervertretung tätig. Er hatte auch schon Betriebsratsmitglieder gegen Opel vertreten.

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