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29.01.2009

Lufthansa plant Übernahme von ÖIAG-Fluglinie Austrian Airlines

Die Deutsche Lufthansa will die östereichische Fluglinie Austrian Airlines (AUA) übernehmen. Die Transaktion soll in zwei Schritten erfolgen: Zunächst kauft Deutschlands größte Fluggesellschaft der staatseigenen Österreichischen Industrieholding (ÖIAG) 41,56 Prozent an der AUA ab.Der Preis für dieses Aktienpaket beträgt 366.000 Euro. Zudem soll ein Besserungsschein vereinbart werden, aus dem die Lufthansa einen Betrag von bis zu 162 Millionen Euro zahlt – je nach wirtschaftlicher Lage von AUA und der Entwicklung der Lufthansa-Aktie gegenüber den Kursen von Wettbewerbern. Lufthansa hat des Weiteren angekündigt, den Streubesitzaktionären ein öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten.

Die Lufthansa will 4,49 pro Aktie zahlen, insgesamt wären dann rund 217,5 Millionen Euro fällig. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion allerdings noch zustimmen. Zudem hat Air France-KLM inzwischen Beschwerde bei der EU-Kommission gegen den Deal eingelegt. Österreich hatte zugesagt, 500 Millionen Euro Restrukturierungsbeitrag für die AUA zu leisten. Diese Beihilfe muss noch von der EU genehmigt werden. Air France hält sie für unzulässig. (Simone Bocksrocker/Astrid Jatzkowski)

Berater Lufthansa
Freshfields Bruckhaus Deringer : Dr. Dirk Schmalenbach (Finanzrecht; Frankfurt), Dr. Maria Pflügl (Corporate; Wien) – aus dem Markt bekannt
Inhouse (Frankfurt): Nicht bekannt

Berater ÖIAG/AUA
@CHSH Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati (Wien): Dr. Edith Hlawati – aus dem Markt bekannt

Berater Air France-KLM
nicht bekannt

Freshfields unterhält bereits seit Jahren Beziehungen zur Lufthansa und stand etwa vor gut einem Jahr der Lufthansa-Tochter Cargo zur Seite als diese gemeinsam mit DHL eine Frachfluggesellschaft gründete. CHSH, die zu den angesehenen Kanzleien in Österreich gehört, zählt Austrian Airlines ebenfalls schon seit Jahren zu ihren Mandanten und hatte die Airline Ende 2006 auch bei einer Kapitalerhöhung beraten.

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