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26.03.2009

Daimler-Einstieg: Shearman begleitet Investor aus Abu Dhabi bei Milliardengeschäft

Der Investmentfonds Aabar aus Abu Dhabi ist mit einem Anteil von 9,1 Prozent bei dem Stuttgarter Automobilkonzern Daimler eingestiegen. Aabar, seinerseits kontrolliert durch den Staatsfonds International Petroleum Investment Company (IPIC), beteiligte sich mittels einer Kapitalerhöhung und investierte knapp zwei Milliarden Euro. Pro neuer Aktie zahlte Aabar einen Preis von 20,27 Euro. Das Daimler-Grundkapital erhöhte sich durch die Transaktion um zehn Prozent. Auf Bankenseite begleitete nach Presseinformationen Goldman Sachs die Transaktion.

Über einen möglichen Einstieg eines Investors aus Abu Dhabi war schon seit dem vergangenen Sommer spekuliert worden. Mit dem Emirat Kuwait ist ein anderer Investor aus der Golfregion schon seit Jahrzehnten an Daimler beteiligt.

Erst vor wenigen Monaten hatte sich IPIC in Deutschland auch an der MAN-Tochter Ferrostaal beteiligt. (Antje Neumann)

Berater IPIC/Aabar
SHEARMAN & STERLING (Düsseldorf): Georg Thoma, Dr. Marco Sustmann, Dr. Hans Diekmann (alle Corporate; Düsseldorf), Marc Plepelits (Kapitalmarktrecht; Frankfurt), Dr. Johannes Frey (Steuern), Winfried Carli (Finanzrecht; beide München), Tim Pick (Abu Dhabi), Clifford Atkins, Patrick Clancy, Mei Lian (alle Finanzrecht; London), Joachim Grittmann (Frankfurt; öffentliches Recht); Associates: Giuseppe Sferrazza, Carlos Robles y Zepf (beide M&A; Düsseldorf), Patrick Heid (Kapitalmarktrecht; Frankfurt), Annette Keller (Steuern; München), Malcolm McKinnon (Finanzrecht; Abu Dhabi), Simon Jerrum, Jo Folan (Finanzrecht; beide London)
BINDER GRÖSSWANG (Wien): Thomas Schirmer (Gesellschaftsrecht), Andreas Hable (Steuerrecht), Emanuel Welten (Bank- und Finanzrecht); Associates: Christian Wimpissinger (Steuerrecht), Julia Kusternigg (Gesellschaftsrecht), Karin Schöpp (Bank- und Finanzrecht)

Berater Daimler
INHOUSE (Stuttgart): Gerd Becht (General Counsel), Dr. Peter Herz (Leiter Recht Finance und Capital Markets), Veronika Revesz (Leiterin Recht Corporate)
FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER : Dr. Christoph Gleske, Dr. Andreas König (beide Kapitalmarktrecht), Dr. Christian Decher, Dr. Ferdinand Fromholzer, Dr. Eberhard Seydel (beide München; alle Corporate); Associates: Dr. Jens Kunz, Nikolai Vokuhl, Tilman Wink, Dr. Ralph Kogge, Dr. Sebastian Füg (alle Frankfurt), Majka Cernicky, Tilmann Gütt (beide München)
@SKADDEN ARPS SLATE MEAGHER & FLOM: Hilary Foulkes (Frankfurt), Dr. Bernd Mayer (München), Gerhard Gnädig (New York), Ivan Schlager (Washington), Mathias Gärtner (Frankfurt); Associates: Rick Schwartz (Frankfurt), Malcolm Tuesley (Washington; alle Corporate)

Berater Goldman Sachs
ALLEN & OVERY : Stephen Kensell (London), Dr. Walter Uebelhoer, Dr. Oliver Seiler (beide Frankfurt) – aus dem Markt bekannt

Shearman und Binder Grösswang berieten in ähnlicher Konstellation den Staatsfonds IPIC erst kürzlich bei dessen Einstieg bei der MAN-Tochter Ferrostaal (JUVE 12/08). Zwischen beiden Kanzleien besteht eine regelmäßige Zusammenarbeit, unter anderem gehörte Binder-Associate Wimpissinger bis vor zwei Jahren dem Münchner Steuerrechtsteam von Shearman an. Während Shearman als langjähriger Global Counsel von IPIC die UK-rechtliche Seite abdeckte, beriet Binder Grösswang zu österreichischem Recht, da die Holding Aabar Europe, unter der das Käufervehikel hängt, ihren Sitz in Österreich hat. Binder Grösswang begleitet ebenfalls seit Jahren IPIC bei Investitionen in dem Alpenland, etwa beim Einstieg beim österreichischen Erdöl- und Erdgaskonzern OMV.

Zugleich ist Thoma auch schon häufiger für Daimler tätig gewesen, so etwa bei der Trennung von der US-Tochter Chrysler im Jahr 2007 und aktuell auch hinsichtlich der Klagen um den Rücktritt ihres ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp. Bei Transaktionen der jüngsten Zeit arbeitete Daimler aber auch mit Linklaters sowie jetzt erneut mit Skadden zusammen. Freshfields dagegen zählte bisher nicht zu den Kanzleien, die regelmäßig an der Seite des Konzerns auftauchten.

Erstmals veröffentlicht auf www.juve.de am 23. März 2009

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