Artikel drucken
16.10.2009

Ahoi: Araber bauen bei Übernahme von Traditionswerft Blohm + Voss auf Allen & Overy

(Aktualisiert) Das arabische Schiffbauunternehmen Abu Dhabi Mar übernimmt große Teile der Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss. Der kriselnde Stahlkonzern ThyssenKrupp verkauft über seine Werften-Tochter ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) 80 Prozent an den Sparten Yachtbau, Reparatur und Schiffskomponenten an das mehrheitlich staatlich kontrollierte Unternehmen. In den veräußerten Bereichen arbeiten rund 1.700 Mitarbeiter. Teil des Geschäfts ist auch der zivile Schiffbau der ehemaligen HDW Gaarden und Mitarbeiter in Kiel.

Abu Dhabi Mar und ThyssenKrupp Marine Systems einigten sich außerdem auf eine enge strategische Partnerschaft, die die Gründung eines Joint Ventures für den Bereich Design und Projekt-Management im Überwasser Marineschiffbau beinhaltet.

Weil im Schiffbau Auftragsflaute herrscht, hatte ThyssenKrupp sich erst vor Kurzem von den Nordseewerken Emden getrennt. Abu Dhabi Mar ist dagegen auf Expansionskurs. Erst vor wenigen Monaten hatten die Araber die Rendsburger Yachtwerft Nobiskrug erworben. (Lars Hering)

Berater Abu Dhabi Mar
ALLEN & OVERY
(Frankfurt): Dr. Hartmut Krause (Federführung), Dr. Michael Ulmer (beide Corporate/M&A), Dr. Hans Schoneweg (Corporate/M&A; Hamburg), Dr. Neil George Weiand, Mark Manson-Bahr (beide Bank- und Finanzrecht), Eugen Bogenschütz, Dr. Asmus Mihm (beide Steuerrecht), Dr. Nadine Herrmann (IP/IT; Hamburg), Andrew Schoorlemmer (Corporate/M&A; Dubai), Ken Rivlin (Regulatory; New York), Dr. Frederik Wiemer (Kartellrecht; Hamburg), Dr. Bettina Enderle (öffentliches Recht), Jan Schäfer (Schiedsrecht); Associates Alexander Wüpper, Dr. Matthias Horn, Sönke Schröder, Christian Fahrenholz (alle Corporate/M&A), Dr. Christian Hilmes, Dr. Jonas Wittgens, Trutz Rendtorff, Andrea Ehm (alle Corporate/M&A; Hamburg), Dr. Joachim Lehnhardt (IP/IT; Andrea Pomana (Kartellrecht; beide Hamburg), Dr. Alexander Rehs (öffentliches Recht), Dr. Dominik Roderburg (Steuerrecht), Zeid Hanania, Zeid Qursha, Mohamad Gias Abdul Rahman, Mahmoud Kherallah (alle Corporate/M&A; Dubai), Mark Robilotti (Corporate/M&A; New York)

Berater ThyssenKrupp
FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER
(Düsseldorf): Dr. Anselm Raddatz, Dr. Stephan Waldhausen (beide Gesellschaftsrecht), Dr. Martin Klusmann, Dr. Uta Itzen (beide Kartellrecht und Außenhandel), Dr. Norbert Schneider (Steuerrecht), Christoph Brenzinger (Immobilienwirtschaftsrecht, Dr. Thomas Müller-Bonanni, Dr. René Döring (beide Arbeitsrecht; Köln), Dr. Andrea Lensing-Kramer,   Thomas Becker ( beide IP/IT; Köln); Associates: Sebastian Heidtkamp, Benjamin Chouka, Dr. Christoph Carstens (alle Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Tim Schaper (Kartellrecht und Außenhandel), Dr. Ernesto Drews (Steuerrecht), David Zafra-Carollo (Immobilienwirtschaftsrecht), Dr. Christian Mehrens, Julia Schütt, Dr. Marius Fritzsche (alle Arbeitsrecht), Dr. Frank Dittschar (IP/IT), Dr. Jens Willbrand (Öffentliches Wirtschaftsrecht)
INHOUSE
(Hamburg): Dr. Martin Schlag (Head of Department Legal Technologies, Corporate Center Legal & Compliance), Wiebke Brodthage (Legal Counsel, Corporate Center, Legal and Compliance, Department Legal Technologies) – aus dem Markt bekannt

Allen & Overy kam über Verbindungen des Frankfurter Partners Krause in die arabische Region an das Mandat. Beim Kauf von Nobiskrug hatte Abu Dhabi noch auf Latham & Watkins gesetzt.

Freshfields an der Seite von ThyssenKrupp ist keine Überraschung. Zuletzt hatten die Partner Raddatz, Waldhausen und Klusmann den Stahlkonzern nach Marktinformationen auch beim Verkauf der Nordseewerke an Siag beraten. Neben Freshfields mandatiert Thyssen aber auch regelmäßig den heutigen Linklaters-Partner Kirchfeld, der bis Ende 2007 ebenfalls für Freshfields tätig war. Im Frühjahr betreute er den Konzern bei der Integration der Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Marine Systems.

  • Teilen