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02.11.2009

Sportlicher Großdeal: Audi setzt bei FC Bayern-Einstieg auf Nörr

Der Ingolstädter Autohersteller Audi engagiert sich künftig umfangreich beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München.

Zunächst will sich Audi mit zehn Prozent der Anteile an dem Renommierverein beteiligen und zahlt dafür dem Vernehmen nach knapp 100 Millionen Euro. Der Audi-Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler soll zudem einen Sitz im Aufsichtsrat des Clubs erhalten. Großaktionäre  des FC Bayern waren bislang der Verein selbst sowie der Sportartikelhersteller Adidas, der 2002 für rund 77 Millionen Euro zehn Prozent erwarb.

Die Vereinbarung mit Audi soll auch einen langfristigen Werbevertrag beinhalten. Nach Angaben von Club-Manager Uli Hoeneß werde das Gesamtpaket dem FC Bayern einen Betrag von weit über 100 Millionen Euro einbringen, Tageszeitungen berichteten sogar von knapp 200 Millionen Euro. Das Geld soll vor allem in die Finanzierung der Allianz-Arena fließen. Der Deal soll noch vor der Jahreshauptversammlung des FC Bayern Ende des Monats auch offiziell bekanntgegeben werden.

Darüber hinaus stehen die Verhandlungen über einen neuen Vertrag mit dem Hauptsponsor Deutsche Telekom kurz vor dem Abschluss. Die aktuelle Zusammenarbeit geht bis zum Ende dieser Saison, für die kommenden drei Jahre will der Bonner Telekom-Konzern demnach bis zu 25 Millionen Euro pro Jahr zahlen. Bislang waren es 20 Millionen Euro jährlich. (René Bender)

Berater Audi
Nörr Stiefenhofer Lutz (München): Dr. Tobias Bürgers (Federführung), Dr. Florian Becker (beide Gesellschaftsrecht) – aus dem Markt bekannt
Inhouse (Ingolstadt): Daniel Patnaik – aus dem Markt bekannt

Berater FC Bayern
Milbank Tweed Hadley & McCloy (München): Dr. Norbert Rieger; Associate: Dr. Daniel Gubitz

Hintergrund: Sowohl Nörr als auch Milbank kennen ihre jeweiligen Mandanten schon länger. Nörr-Partner Bürgers betreute Audi etwa schon 2004, als das Unternehmen gemeinsam mit Volkswagen Vertragshändlergesellschaften der beiden Marken erwarb.

Auch der renommierte Milbank-Gesellschaftsrechts-/M&A-Partner Norbert Rieger kennt den FC Bayern schon seit Jahren aus gemeinsamer Zusammenarbeit bestens. Erstmalig betreute er den Verein beim Einstieg von Adidas in 2002, seither hat sich ein äußerst stabiles Mandatsverhältnis entwickelt, in dem Rieger utner anderem auch die umfangreiche Refinanzierung des Baus der Allianz-Arena begleitete.  Beim Deal mit Audi steuerte Rieger die Verhandlungen dem Vernehmen nach zentral, die Inhouse-Abteilung der Bayern war nicht wesentlich eingeschaltet.





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