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19.02.2010

Rekommunalisiert: Dresdner TWD kauft GESO mit Hilfe von Becker Büttner Held

Der Energieversorger EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat sich von der sächsischen Stadtwerke-Holding GESO Beteiligungs- und Beratungs-AG getrennt. Käufer war die Technische Werke Dresden GmbH (TWD).

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Martin Seyfarth

Marktbeobachter beziffern die Transaktion mit einem Volumen von 900 Millionen Euro. Die Versorgungs- und Verkehrsholding TWD, eine hundertprozentige Tochter der Stadt Dresden, setzte sich in einem internationalen Bieterverfahren durch, das Mitte 2009 begonnen hatte. Der Dresdner Stadtrat muss dem Deal Mitte März noch zustimmen, zudem muss auch das Bundeskartellamt noch die Freigabe erteilen.

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Wolfram von Blumenthal

In der GESO hat die EnBW ihre ostsächsischen Energiebeteiligungen gebündelt. Hierzu gehören unter anderem Anteile an dem Regionalversorger ENSO Energie Sachsen Ost AG sowie der DREWAG-Stadtwerke Dresden GmbH. 2008 erwirtschaftete die Holding einen Umsatz von 900 Millionen Euro und knapp 60 Millionen Euro Gewinn. 

In dem Bieterverfahren hatten sich eine Reihe von strategischen und Finanzinvestoren um GESO bemüht, in den engeren Kreis schafften es sieben Bieter. (Ulrike Barth)

Berater TWD/ Stadt Dresden
Becker Büttner Held (München): Wolfram von Blumenthal (Gesellschaftsrecht/M&A), Rudolf Böck (Bewertung/Steuern), Stefan Wollschläger (Energierecht), Thomas Straßer (Bewertung/betriebswirtschaftliche Analyse), Martin Hoffschmidt (Steuern/M&A); Associates: Dr. Philipp Bacher (Gesellschaftsrecht), Dr. Jens Thomas Füller (Kartellrecht), Katrin Hoffmann (Gesellschaftsrecht/Zivilrecht/M&A), Anja Beschorner (Kartellrecht)

Berater EnBW
Wilmer Hale
(Berlin): Martin Seyfarth (Federführung; M&A/Energierecht), Dr. Matthias Santelmann (M&A/Gesellschaftsrecht), Dr. Christian Crones (M&A), Florian Steinhardt (Gesellschaftsrecht), Dr. Astrid Pönicke (Steuerrecht, alle drei Frankfurt), Dr. Anja Mengel (Arbeitsrecht), Matthias Hoppe (Steuerrecht), Dr. Ilka Mehdorn (Öffentliches Recht), Dr. Oliver Fleischmann (Energierecht); Associates: Dr. Olaf Weiß (Gesellschaftsrecht), Dr. Christian Post (Arbeitsrecht; Gesellschaftsrecht), Dr. Fabian Scheffczyk (Öffentliches Recht), Dr. Stefan Eggert (Vertragsrecht; Frankfurt)
Oppenländer
(Stuttgart): Dr. Andreas Hahn (Kartellrecht)
Inhouse (Karlsruhe): Dr. Werner Mangold (Leiter Kartell- und Gesellschaftsrecht), Dr. Bernd Wörner (Senior Counsel Kartell- und Gesellschaftsrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Becker Büttner unterhält schon länger eine Mandatsbeziehung zur Stadt Dresden. Zuletzt hatte die Sozietät mehrere Rekommunalisierungen im Energiebereich betreut, da sie über gute Kontakte auf städtischer und kommunaler Ebene verfügt.

Auch Wilmer Hale war schon häufiger für EnBW tätig, zuletzt etwa bei der Beteiligung an dem Oldenburger Regionalversorger EWE (mehr…). Beim jetzigen Deal trat die Kanzlei erstmals auf der Verkäuferseite für EnBW auf. Neben Wilmer Hale vertraute EnBW bei Transaktionen in der jüngeren Vergangenheit aber auch Clifford Chance (mehr…), CMS Hasche Sigle (mehr…) sowie der Stuttgarter Sozietät Oppenländer. Im Energie- und  Kartellrecht berät Oppenländer den EnBW-Konzern schon länger, im vergangenen Jahr steuerte die Kanzlei auch die erste M&A-Transaktion (mehr…).

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