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22.04.2010

Premieren: Stada und SAP vertrauen bei Anleihen auf Baker und Freshfields

Der Softwarehersteller SAP und das Pharmaunternehmen Stada haben Geld am Anleihemarkt eingesammelt.

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Rick van Aerssen

Der Walldorfer SAP-Konzern gab seine erste öffentliche Anleihe überhaupt aus und sicherte sich mit jeweils vier- und siebenjährigen Tranchen am Eurobond-Markt ein Gesamtvolumen von einer Milliarde Euro. Damit ist das Papier eine der größten Anleihen des laufenden Jahres. Der Großteil ging an Investoren in Großbritannien, der Schweiz und Deutschland.

Stada erlöste mit seiner Anleihe 350 Millionen Euro. Der Bond hat eine Laufzeit von fünf Jahren, der Arzneikonzern platzierte ihn bei institutionellen Investoren und Privatanlegern in mehr als 15 Ländern.

SAP will mit dem Emissionserlös seinen allgemeinen Finanzierungsbedarf decken. Als Joint Lead Arranger agierte ein Konsortium aus BNP Paribas, Deutsche Bank, ING sowie J.P. Morgan.

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Martin Kaiser

Die Stada-Anleihe begleiteten als Active Bookrunners die Commerzbank und die Deutsche Bank. Passive Bookrunners waren die DZ Bank und die Royal Bank of Scotland, als Co-Lead Manager waren die apoBank, das Bankhaus Lampe, HSBC Trinkaus und die WestLB beteiligt. Zugelassen werden soll die Anleihe im regulierten Markt der Luxemburger Wertpapierbörse. (Marcus Jung, Jörn Poppelbaum)

SAP-Anleihe

Berater SAP
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Rick van Aerssen (Federführung), Dr. Andreas König; Associate: Dr. Andreas Stefanski (alle Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht)

Berater Banken
Clifford Chance (Frankfurt): Sebastian Maerker; Associate: Felix Biedermann (beide Bank- und Kapitalmarkrecht)

 Stada-Anleihe

Berater Stada
Inhouse
(Bad Vilbel): Dr. Matthias Wiedenfels (Leiter der Rechtsabteilung)
Baker & McKenzie (Frankfurt): Dr. Martin Kaiser, Johannes Rothmund (beide Banking & Finance)

Berater Banken
Inhouse
(Deutsche Bank; Frankfurt): Dr. Robert Müller
Clifford Chance
(Frankfurt): Sebastian Maerker; Associate: Robert Koller (beide Banking & Capital Markets)

Hintergrund: Sowohl die Berater von SAP als auch die von Stada überraschen. Baker feierte dabei aufseiten von Stada eine ganz besondere Premiere. Denn bislang war das Banking-Team der Kanzlei in Deutschland vor allem bei strukturierten Finanzierungen und Verbriefungen aktiv und gehört hier zu den gut angesehenen Akteuren. Klassische Unternehmensanleihen gehörten dagegen bislang noch nicht zum Portfolio.

Allerdings bereitete sich Baker seit einigen Monaten auf dieses Gebiet vor und gewann dafür Johannes Rothmund von der Dresdner Bank, der im vergangenen Sommer bei der Kanzlei als Counsel eingestiegen war. Nun konnte Baker die erste große Transaktion in diesem Bereich zum Abschluss bringen. Sie hatte das Mandat über einen Pitch gewonnen.

Auch Stada-Rechtsabteilungschef Wiedenfels beschritt mit der Anleihe-Emission neue Wege: Der Kapitalmarktrechtler war erst im vergangenen Herbst von Ashurst zu dem Pharmakonzern gewechselt (mehr…).

Dass Freshfields an der Seite von SAP auftrat, ist ebenfalls erstaunlich, denn für gewöhnlich gilt das Softwareunternehmen als einer der Kernmandanten von Allen & Overy. So beriet ein Team der Kanzlei den Dax-Konzern etwa bei der Übernahme des französischen Wettbewerbers Business Objects (mehr…). Die jetzige Arbeit für die Walldorfer ist ein Premierenmandat für Freshfields, das auf eine Empfehlung aus dem Markt zurückzuführen ist.

Keine Überraschung gab es dagegen auf Bankenseite. Bei beiden Deals agierte ein Clifford-Team um Sebastian Maerker, das zu den aktivsten Begleitern von Unternehmensanleihen hierzulande gehört. So war Maerker etwa schon Jahresbeginn als Berater des Bankenkonsortiums bei der milliardenschwere Anleihe von Daimler beteiligt (mehr…).

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