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06.12.2011

Going East: KPMG setzt bei Outsourcing auf Gleiss-Arbeitsrechtler

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG wird Teile ihrer Bereiche Finance und Human Resources von Berlin nach Prag in eine Shared-Service-Gesellschaft verlagern. Das Projekt soll im Frühjahr 2012 umgesetzt werden.

Burkard Göpfert

Burkard Göpfert

Die Abteilungen werden in die neu gegründete Prager Gesellschaft überführt. Insgesamt sind rund 300 Mitarbeiter am Berliner KPMG-Standort von dem Outsourcing betroffen, auch aus anderen Ländern werden Arbeitsplätze nach Prag ausgegliedert. Insgesamt soll es um rund 1.500 Arbeitsplätze gehen. In Berlin arbeiten etwa 1.200 Menschen bei KPMG, es ist der größte Standort der Gesellschaft in Deutschland.

KPMG begründete den Schritt Medienberichten zufolge mit dem Ziel, Ressourcen dadurch zu sparen, dass formalisierte Vorgänge in Zukunft in Tschechien erledigt würden. Die Beratung solle jedoch weiterhin vor Ort stattfinden. Zunächst musste die Frage geklärt werden, ob Wirtschaftsprüfungsgesellschaften überhaupt Shared-Service-Gesellschaften unterhalten dürfen. Nachdem dies von Experten bejaht wurde, geht es nun an die konkrete Umsetzung des Projekts.

Berater KPMG
Gleiss Lutz (München): Dr. Burkard Göpfert
Inhouse (München): Sandra Nicklisch (Personalabteilung)

Berater Betriebsrat
Heither & von Morgen (Berlin): Carl-Christian von Morgen, Dr. Martin Heither

Hintergrund: Alle Berater sind aus dem Markt bekannt.

Gleiss-Partner Göpfert kam soweit bekannt für den arbeitsrechtlichen deutschen Teil des Projekt über den Kontakt zu Sandra Nicklisch ins Mandat. Die Kanzlei Heither & von Morgen berät und vertritt Unternehmen, Betriebsräte, Arbeitnehmer und Sportler umfassend im Arbeitsrecht. Die Sozietät mit Standorten in Hamburg und Berlin besetzt darüber hinaus Schwerpunkte unter anderem im Erbrecht sowie Handels- und Gesellschaftsrecht. (Catrin Behlau)

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