Artikel drucken
25.01.2012

Autowerkstatt-Geschäft: Bosch setzt bei Kauf von SPX-Sparte auf Gleiss Lutz

Der Stuttgarter Bosch-Konzern übernimmt den Geschäftsbereich Service Solutions vom US-Anlagenbauer SPX Corporation. Bosch zahlt dafür umgerechnet gut 880 Millionen Euro in bar.

Jochen Tyrolt

Jochen Tyrolt

Bosch baut mit dem Schritt sein Werkstattgeschäft deutlich aus. Die von SPX übernommene Sparte entwickelt und vertreibt Diagnose- und Servicegeräte, Werkstattzubehör und Software. Die SPX-Tochter wollte 2011 mit 2.700 Beschäftigen einen Umsatz von rund 660 Millionen Euro erreichen. Bosch ist im Werkstattgeschäft mit den Ketten Bosch Car Services und Auto Crew mit weltweit knapp 20.000 Betrieben aktiv.

Die zuständigen Kartellbehörden müssen die Transaktion, die noch in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden soll, genehmigen.

Berater Bosch
Inhouse (Farmington Hills, Michigan): Judith Adler, Robert Miklautsch
Dorsey & Whitney: Brian McGunigle (M&A; New York), Christopher Bellini (Corporate; Minneapolis) – Federführung, US-Recht
Gleiss Lutz (Stuttgart): Dr. Cornelia Topf (Frankfurt), Dr. Jochen Tyrolt, (beide M&A), Dr. Matthias Karl (Kartellrecht), Dr. Steffen Krieger (Arbeitsrecht; Düsseldorf), Dr. Herwig Lux (IP), Dr. Martin Viciano Gofferje (M&A); Associate: Dr. Maximilian von Mangoldt (M&A)

Berater SPX
Fried Frank Harris Shriver & Jacobson (New York): Aviva Diamant, Tiffany Pollard (beide Corporate), Joel Scharfstein (Steuern), Alasdair Balfour (Kartellrecht; London/Brüssel), Jürgen van Kann (Gesellschaftsrecht; Frankfurt); Associates: Tobias Caspary (Kartellrecht; London/Frankfurt), Thorsten Stücklin (Gesellschaftsrecht; Frankfurt)
Inhouse (Charlotte, North Carolina): Kevin Lilly (General Counsel), Stephen Tsoris (stellvertretender General Counsel), Nicole Tharrington

Hintergrund: Bosch griff bei der Transaktion auf zwei ihrer Panel-Kanzleien zurück. Gleiss berät den Konzern regelmäßig bei Transaktionen. Erst kürzlich zeichnete sie etwa für den kartell- und steuerrechtlichen Teil beim Teilverkauf des Bosch-Bremsengeschäfts an KPS (mehr…) verantwortlich. Für den M&A-Teil zog Bosch jedoch Ashurst zu Rate. Bei der letzten Transaktion, die ein ähnlich hohes Transaktionsvolumen hatte, der Übernahme des Solartechnikherstellers Ersol, hatte 2008 Hengeler Mueller die M&A-Beratung übernommen (mehr…).

Das New Yorker Büro von Fried Frank berät SPX ebenfalls schon länger. 2005 betreute sie den Konzern etwa beim Verkauf von Kendro an Thermo Electron (mehr…). Das damalige Kölner Linklaters-Büro betreute dabei den kartellrechtlichen Teil und bis heute zählt das Unternehmen zu den regelmäßigen Mandanten der Kanzlei hierzulande. Zuletzt beriet sie etwa den Kauf eines Geschäftsbereichs von Teradyne. Daneben ist auch das Düsseldorfer Büro von Simmons & Simmons für SPX tätig geworden, etwa 2008 beim Kauf des britischen Industrieausrüsters APV. (Christine Albert)

  • Teilen