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06.02.2012

Deutsche Annington und B&0 gründen Joint Venture

Die Deutsche Annington Immobilien-Gruppe und die B&O Service- und Messtechnik AG haben ein Joint Venture im Bereich Gebäudemanagement und -instandhaltung gegründet. Das Joint Venture firmiert unter dem Namen Deutsche TGS und bietet zunächst handwerkliche Leistungen wie Klempner- oder Malerarbeiten an den Gebäudeeinheiten der Immobilien-Gruppe im Rheinland an. Bis 2013 sollen die Dienstleistungen jedoch in zwei Phasen auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt und die Zahl der Mitarbeiter auf 850 ausgebaut werden. Die Mehrheit am Gemeinschaftsunternehmen hält die Deutsche Annington. Die Deutsche Annington Immobilien-Gruppe vermietet und verwaltet in Deutschland rund 220.000 Wohnungen und beschäftigt 1.100 Mitarbeiter. B&O zählt nach eigenen Angaben zu den größten Dienstleistern in der Wohnungswirtschaft in Deutschland. Das Unternehmen führt jährlich rund 18.000 Wohnungsmodernisierungen durch und hat über 400.000 Wohnungen im Bestand.

Michael Bütter
Michael Bütter

Berater Deutsche Annington
Inhouse (Bochum): Dr. Michael Bütter (General Counsel), Ralf Zieren, Bernd Gremm
Linklaters (Düsseldorf): Dr. Nikolaos Paschos, Dr. Tim Johannsen-Roth (beide Federführung; Corporate/M&A), Oliver Rosenberg (Tax), Daniel von Brevern (Competition/Antitrust); Associates: Daniel Dehghanian, Lorenz Witte, Christoph van Lier, Thorsten Henze (alle Corporate/M&A), Kirsten Placke (Tax)

B&O Service- und Messtechnik
Acuris (München): Dr. Hubert Krieger – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Für Linklaters war die Beratung der Deutschen Annington eine Premiere. Die Kanzlei hatte sich in einem Pitch durchgesetzt. An der Seite der Deutschen Annington waren in der Vergangenheit häufig Allen & Overy sowie Clifford Chance und Hogan Lovells zu sehen.

Immer wieder stemmt das Unternehmen Projekte auch komplett inhouse. Auch in diesem Deal hat die Deutsche Annington soweit bekannt Linklaters nur punktuell hinzugezogen. Nicht zuletzt deshalb hatte sich die Rechtsabteilung in den letzten Jahren personell verstärkt. 2008 kam Bütter als General Counsel von Lovells, heute Hogan Lovells, und baute die Abteilung in der Folge unter anderem mit Juristen von Orrick und zuletzt von Taylor Wessing aus.

So hat die Deutsche Annington beispielsweise kürzlich eine Refinanzierung in Höhe von 150 Millionen Euro komplett allein gesteuert. Bei diesem Projekt wurde die Opera-Verbriefung der 2009 gekauften Prima Immobilien GmbH durch ein normales Bankdarlehen bei der NordLB abgelöst. Federführend waren hier die Inhouse-Counsel Dr. Holger Franz und Dr. Armin Hutner tätig. Das Projekt ist ein wichtiger Erfolg für die Deutsche Annington, doch muss das Unternehmen noch rund fünf Milliarden Euro der sogenannten Grand-Verbriefung refinanzieren. Auch die NordLB betraute ihre Rechtsabteilung in Hannover mit der Refinanzierung der Prima KG. (cb)

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