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28.03.2012

Arbeitsrecht: Schramm Meyer Kuhnke berät UPM Kymmene bei Sozialplan

Die Papierfabrik des finnischen Konzerns UPM im baden-württembergischen Albbruck wurde geschlossen. Für die rund 500 Mitarbeiter haben das Unternehmen und der Betriebsrat einen Sozialplan verhandelt.

Nils Schramm

Nils Schramm

Demzufolge wechselt der Großteil der Beschäftigten für die nächsten zwölf Monate in eine Transfergesellschaft, einige können in einem anderen UPM-Werk arbeiten. Die Abfindung beträgt ein Monatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit. Nach Angaben von UPM sei das Werk aufgrund seines Alters und der vergleichsweise kleinen Maschinen schon seit Längerem nicht mehr rentabel gewesen. Die Suche nach einem Investor sei ebenfalls erfolglos verlaufen. Die Formatschneideanlagen des Werks sollen ins niederbayrische Plattling verlagert werden. Dadurch entstehen dort 30 Arbeitsplätze, auf die sich Mitarbeiter aus Albbruck bevorzugt bewerben können, so das Unternehmen.

UPM hatte 2010 mit der Übernahme des Wettbewerbers Myllykoski auch das Werk in Albbruck übernommen (mehr…). Die Schließung war Teil umfassender Strukturmaßnahmen im Konzern. So wurde im Dezember 2011 die Papierfabrik Myllykoski in Finnland geschlossen. In Deutschland wurde kurz darauf die Papiermaschine 3 im Ettringer Werk stillgelegt. Der Konzern kündigte an, zudem die Papierfabrik UPM Stracel in Frankreich verkaufen zu wollen.

Berater UPM
Schramm Meyer Kuhnke (Hamburg): Dr. Nils Schramm – aus dem Markt bekannt

Berater Betriebsrat
Gnann Thauer & Kollegen (Freiburg): Thomas Gnann – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die Hamburger Arbeitsrechtsboutique Schramm Meyer Kuhnke wurde im Oktober 2010 von ehemaligen White & Case- und Freshfields Bruckhaus Deringer-Anwälten gegründet (mehr…). Nils Schramm hatte dem Vernehmen nach den Vorgängerkonzern Myllykoski bereits zu Freshfields-Zeiten beraten. (Catrin Behlau)

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