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23.03.2012

OTC-Markt: Omega Pharma erwirbt GlaxoSmithKline-Marken mit Allen & Overy

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) hat ein Portfolio rezeptfreier Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel an den belgischen Hersteller Omega Pharma verkauft. Der Kaufpreis beläuft sich auf 470 Millionen Euro.

Matthias Horn

Matthias Horn

Das OTC-Portfolio umfasst unter anderem die in Deutschland bekannten Nahrungsergänzungsmittel der Marke Abtei sowie die Schmerzpräparate Solpadeine, das Magenmittel Zantac, das Schlafmittel Nytol sowie das Antiallergikum Beconase. Omega übernimmt gleichzeitig die Glaxo-Produktionsstätte in Herrenberg, wo die meisten Produkte hergestellt werden. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2012 vollzogen werden. Die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden steht noch aus.

Omega ist seit 2001 in Deutschland aktiv. Seinerzeit übernahm der belgische Konzern, der sich rein auf rezeptfreie Arzneimittel konzentriert, die Deutsche Chefaro.

GSK hatte bereits im Dezember 2011 einen Teil seiner in den USA und Kanada vertriebenen verschreibungsfreien Produkte verkauft. Der Verkauf des Schlankheitmittels Alli, von dem sich GSK ebenfalls trennen will, steht noch aus.

Berater Omega Pharma
Allen & Overy (Frankfurt): Dr. Matthias Horn, Hans Kets (beide Corporate/M&A; Antwerpen), Dr. Hans-Peter Löw (Arbeitsrecht), Dr. Asmus Mihm (Steuerrecht), Dr. Bettina Enderle (Umweltrecht; Counsel); Associates: Alexander Wüpper, Frederiek Adams (beide Corporate/M&A; Antwerpen), Dr. André Zimmermann, Moritz Kunz (beide Arbeitsrecht), Christian Hilmes (Real Estate, Hamburg)
Inhouse (Nazareth/Belgien): Freya Loncin – aus dem Markt bekannt

Berater GlaxoSmithKline
Hengeler Mueller (Düsseldorf): Dr. Dirk Uwer (Life Sciences; Federführung), Dr. Klaus-Dieter Stephan (Corporate; Frankfurt), Dr. Christian Möller (Corporate), Dr. Hans-Joachim Liebers (Arbeitsrecht; Frankfurt); Associates: Dr. Susanne Koch (Life Scienes), Nikolaus Hofstetter (Corporate; London), Dr. Carsten Lammers (Corporate), Hendrik Bockenheimer (Arbeitsrecht; Frankfurt)
Slaughter and May (London): Richard Smith (Corporate), Guy O’Keefe (Finance), Jeanette Zaman (Steuern), Roland Doughty (Arbeitsrecht), Bertrand Louveaux (Kartellrecht), Cathy Connolly (IP/IT), Edward Keeble (Commercial Real Estate); Associates: Georgie Fast, Alex Dunn, Marina Ehrlich, Timothy Follett, Philippa Dos Santos, Duncan Blaikie, Oliver Storey, James Hume, Joanna Morgan, Lisa Wright, David Seymour, Samantha Brady
Bonelli Erede Pappalardo (Mailand): Livia Cocca, Elena Busson, Francesca Di Carpegna Brivio
Inhouse: Hope D’Oyley-Gal (Vice President and Associate General Counsel; King of Prussia/USA), Dr. Christiane Herth, Legal Director (Bühl/Deutschland), Emma Stopford (Vice President Consumer Healthcare Trade Marks; Brentford/Großbritannien), Antony Braithwaite (London) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Unter Federführung des Düsseldorfer Health-Care- und Life-Science-Spezialisten Uwer stand Hengeler Mueller dem britischen Pharmakonzern beim Verkauf zu Seite und steuerte den deutschen Teil der Transaktion eigenständig. Daneben waren die Hengeler-Best-Friends Bonelli und Slaughter and May aktiv. Hengeler und Slaughter pflegen langjährige Mandatsbeziehungen zu GlaxoSmithKline.

Bei Transaktionen standen in der Vergangenheit aber auch andere Kanzleien an der Seite des Pharmakonzerns. So beriet seinerzeit noch Lovells GSK beim Einstieg bei Aspen Pharma 2009 (mehr…).

An der Seite der belgischen Omega Pharma fiel auch Taylor Wessing bei der Transaktionsberatung auf (mehr…).(Silke Brünger)

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