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29.01.2013

Autolack-Produktion: Carlyle übernimmt mit Latham DuPont-Sparte

Die US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle übernimmt die Sparte Performance Coatings (DPC) des Chemiekonzerns DuPont. DPC stellt Lacke und Beschichtungen für die Autoindustrie her und produziert unter anderem in Wuppertal. Der Kaufpreis liegt bei 4,9 Milliarden US-Dollar.

Markus Krüger

Markus Krüger

DPC setzte 2012 weltweit mit etwa 11.000 Mitarbeitern rund vier Milliarden US-Dollar um. Der fremdfinanzierte Anteil der Transaktion beträgt Medienberichten zufolge 2,9 Milliarden US-Dollar. Bereitgestellt wird die Finanzierung von einem Bankenkonsortium, dem unter anderem Barclays, Credit Suisse, Citigroup und die Deutsche Bank angehören.

Die DPC-Akquisition reiht sich in eine ganze Serie von Milliardendeals, die Caryle getätigt hat. Im Laufe des letzten Jahres übernahm das Private-Equity-Haus unter anderem die Bildagentur Getty Images, die Pumpensparte des US-Technologiekonzerns Hamilton Sundstrand und eine Beteiligung am Eisenbahnbetreiber Genesee & Wyoming.

DuPont will sich nach eigenen Angaben künftig verstärkt auf Segmente wie Nahrungsmittel und Biotechnologie konzentrieren. Im Zuge dieser Strategie hatte der Konzern unter anderem Anfang 2011 für 6,3 Milliarden US-Dollar das dänische Biotech-Unternehmen Danisco übernommen. 

Berater Carlyle
Latham & Watkins (Washington): Daniel Lennon, David Dantzic, Gregor Klenk, Dr. Markus Krüger (beide Frankfurt; alle Corporate/M&A), Patrick Shannon, Jason Licht (beide Kapitalmarktrecht), Jennifer Van Driesen, Manu Gayatrinath (beide Bank- u. Finanzrecht), Dr. Philipp von Randow (Frankfurt; Corporate/Finanzrecht), David Raab (New York), Thomas Fox (München; beide Steuern); Joseph Simei; Associates: Nathan Ostrander, Steven Bierly, Dr. Sebastian Pauls (München), Dr. Daniel Schlößer (Frankfurt; alle Corporate/M&A), Leakhena Mom, Dr. Alexander Lentz (Frankfurt; beide Kapitalmarktrecht), Andrea Ramezan-Jackson (Steuerrecht), Dr. Tobias Leder, Dr. Dirk Schnelle (beide München; beide Arbeitsrecht)

Berater DuPont
Skadden Arps Meagher & Flom (New York): Brandon Van Dyke, Thomas Greenberg, Lou Kling (alle Corporate/M&A)
Heisse Kursawe Eversheds: Martin Issitt (Federführung; London), Dr. Matthias Heisse, Sven Schweneke (beide Corporate), Frank Achilles (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Manuela Rauch (Arbeitsrecht), Dr. Björn Ahner (M&A; alle München)
Inhouse (Wuppertal): Roland Merta, Birgit Frischen, James Dinnage (Wilmington)

Berater Banken
Cravath Swaine & Moore (New York): Craig Arcella, Joseph Zavaglia (beide Corporate); Associates: Brandon DeFrehn, Jonathan Davis, Alexandra Orme

Hintergrund: Latham & Watkins betreute über die letzten fünf Jahre international mit Abstand den größten Teil aller Carlyle-Transaktionen. Daneben mandatiert das Private-Equity-Haus regelmäßig Clifford Chance, Simpson Thacher & Bartlett, Debevoise & Plimpton und Linklaters. In Deutschland gilt traditionell die Beziehung zu Milbank Tweed Hadley & McCloy als besonders eng. Bei der Übernahme des Finanzdatenanbieters VWD im vergangenen Jahr hatte Carlyle allerdings auf K&L Gates gesetzt (mehr…).

Die Verkäuferin setzte ebenfalls durchweg auf bewährte Berater. Sowohl das New Yorker Skadden-Team als auch der Londoner Eversheds-Partner und Corporate-Praxisleiter Issitt stehen schon seit den 1990er-Jahren regelmäßig bei Deals an DuPonts Seite. Beide Kanzleien hatten auch die Danisco-Akquisition begleitet. Für die europäischen Aspekte der Transaktion waren nun Eversheds-Teams aus insgesamt 18 Jurisdiktionen im Einsatz. (Norbert Parzinger)

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