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29.01.2013

Mitarbeiter-Pensionen finanziert: Post begibt mit Freshfields Milliarden-Anleihe

Die Deutsche Post hat sich am Kapitalmarkt zwei Milliarden Euro besorgen, um ihre Mitarbeiter-Pensionen günstiger zu finanzieren. Dafür begab der im Dax30 notierte Bonner Konzern mithilfe eines Konsortiums um die Deutsche Bank eine Wandelanleihe, die eine Milliarde Euro. Sie läuft sieben Jahre und kann frühestens in fünf Jahren in Stückaktien der Post getauscht werden.

Rick van Aerssen

Darüber hinaus emittierte die Post zwei klassische Anleihen mit Laufzeiten von acht und zwölf Jahren im Volumen von 300 Millionen Euro und 700 Millionen Euro. Die Deutsche Bank begleitete auch diese beiden Deals federführend. Dabei waren auch die Commerzbank, HSBC, ING, JPMorgan und UniCredit. Die Mittel sollen zur Finanzierung von Betriebsrenten für rund 150.000 Angestellte in Deutschland eingesetzt werden. Die Post zählte Ende 2011 rund 423.000 Mitarbeiter weltweit.

Berater Deutsche Post
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Rick van Aerssen, Dr. Christoph Gleske; Associates: Robin Helmke, Christina Zapf – aus dem Markt bekannt

Berater Banken
Linklaters (Frankfurt): Peter Waltz – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Dass Freshfields und Linklaters für diese Transaktion mandatiert wurden, verwundert nicht. Allerdings wäre sehr gut denkbar gewesen, dass Linklaters die Post als Emittentin berät. Schließlich zählt die Kanzlei zu den Hauptberatern des Konzerns – nicht nur im Kapitalmarktrecht.

Doch Freshfields tauchte in den vergangenen Jahren immer wieder an der Seite der Post auf. Erstmals in einer größeren Transaktion beriet die Sozietät, als sich die Post 2008 von Anteilen an der Postbank trennte (mehr…). Noch viel länger steht die Kanzlei der Post in deren Streit mit der EU-Kommission um staatliche Beihilfen bei (mehr…). (René Bender)

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