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27.02.2013

Woba Dresden: Gagfah stemmt Refinanzierung mit Inhouse-Team, Hengeler und Clifford

Der Immobilienkonzern Gagfah hat den Kredit für sein Dresdner Portfolio Woba refinanziert. Das Unternehmen schloss mit der Bank of America Merrill Lynch ein Darlehen über 1,06 Milliarden Euro ab. Es handelt sich um eine der größten Finanzierungen der letzten Jahre im deutschen Immobiliensektor.

Daniel Kress

Daniel Kress

Soweit bekannt ist es seit Ausbruch der Finanzkrise das erste neu begebene Einzeldarlehen an ein Immobilienunternehmen mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro. Das vorherige Darlehen für das Woba-Portfolio in Höhe von 1,04 Milliarden Euro wäre Mitte Mai fällig geworden und ist nun durch den neuen Kredit abgelöst. Letzterer läuft fünf Jahre und entspricht 60 Prozent des Portfolio-Werts.

Anfang Februar hatte Gagfah bekannt gegeben, dass sie die Verkaufspläne für das Portfolio verworfen hat und eine Refinanzierung plant. Insgesamt gehören über 37.000 Wohnungen in Dresden zur Woba.

Berater Gagfah/Woba
Hengeler Mueller (London): Dr. Daniel Kress (Immobilienrecht/Finanzierung), Dr. Kai-Steffen Scholz (Gesellschaftsrecht; Berlin), Peter Dampf (Finanzierung; Frankfurt); Associates: Dr. Ulf Schauenburg, Dr. Zahra Rahvar, Carsten Hohmann
Inhouse (Gagfah; Mülheim an der Ruhr): Dr. Holger Franz (Federführung; General Counsel), Dr. Fabian Heß, Dr. Heike Buschbaum, Ralf Kimmel, Dr. Holger Martin

Christian Trenkel

Christian Trenkel

Berater Bank of America
Clifford Chance (Frankfurt): Christian Trenkel (Immobilienrecht; München), Kirti Vasu (beide Federführung), Christopher Walsh (London), Dr. Oliver Kronat, Kerstin Schaepersmann (alle Bank-/Kapitalmarktrecht), Thorsten Sauerhering (Steuern), Dr. André Schwanna, Andreas Gravenhorst (beide Corporate); Associates: Martin Barlösius, Barbara Rybka (beide Immobilienrecht; beide München), Sarah Palmer, Ana-Maria Stanescu (beide Bank-/Kapitalmarktrecht), Kheiber Asar (Corporate)

Hintergrund: Hengeler und Gagfah pflegen eine langjährige Mandatsbeziehung. Die Kanzlei betreute das Unternehmen im Vorjahr, als es den Privatisierungsstreit um die Woba mit der Stadt Dresden beilegte (mehr…). Hengeler war 2006 bei der Privatisierung dabei, allerdings aufseiten eines erfolglosen Bieters (mehr…). Den Zuschlag erhielt Gagfah-Muttergesellschaft Fortress seinerzeit mithilfe von Willkie Farr & Gallagher sowie Linklaters.

Die Beziehung von Clifford zur Bank of America ist nicht neu. Erst im Dezember 2012 stand ein Londoner Team der Bank zur Seite, als sie den Einstieg des Investors Clayton Dubilier & Rice beim britischen Discount-Händler B&M Stores finanzierte. Der Deal hatte Presseberichten zufolge ein Volumen von rund eine Milliarde Euro. Auch bei der umfangreichen Gagfah-Finanzierung waren Londoner Anwälte unter der Leitung von Banking-Partner Walsh involviert.

Gagfah-Chefjurist Franz ist erst seit Oktober vergangenen Jahres im Unternehmen und kam von der Deutschen Annington (mehr…). (Parissa Kerkhoff)

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