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07.03.2013

Musikrechte: Bertelsmann übernimmt BMG mit Slaughter und Inhouse-Juristen

Bertelsmann übernimmt das Musikrechteunternehmen BMG vollständig. Der Medienkonzern erwirbt dafür die Anteile vom bisherigen Mehrheitseigner Kohlberg Kravis Roberts (KKR). Der Investor hielt bislang 51 Prozent, Bertelsmann 49 Prozent. Das Transaktionsvolumen liegt Medienberichten zufolge bei bis zu 800 Millionen Euro.

Bettina Wulf

Bettina Wulf

Die Transaktion, der die Kartellbehörden noch zustimmen müssen, soll im Laufe des ersten Halbjahrs abgeschlossen werden. BMG verwaltet mehr als eine Million Songrechte, darunter Werke von Künstlern wie Bruno Mars, Duran Duran und Will.i.am. Mit noch umfassenderen Rechten vertritt BMG Künstler wie Nena und Anastacia. Das Unternehmen hatten Bertelsmann und KKR 2009 gemeinsam gegründet.

Berater Bertelsmann
Slaughter and May (London): Richard de Carle (Gesellschaftsrecht/M&A), John Boyce (Wettbewerbsrecht); Associate: Sarah Ullathorne (Gesellschaftsrecht/M&A)
Inhouse: Bettina Wulf (Gesellschaftsrecht/M&A; Gütersloh), Olaf Christiansen (Gütersloh/Brüssel; Wettbewerbsrecht)

Berater BMG-Management
BMH Bräutigam & Partner (Berlin): Dr. Johannes Meinel, Dr. Patrick Hohl (beide Gesellschaftsrecht/M&A)

Berater KKR
Simpson Thacher & Bartlett (New York): Mark Pflug (Federführung; Corporate), David Vann; Associates: Étienne Renaudeau (beide Kartellrecht), Clare Gaskell (Corporate) – aus dem Markt bekannt
Freshfields Bruckhaus Deringer: Dr. Arend von Riegen, Peter Simon (London; beide deutsches Recht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Im Grunde handelt es sich hier um die gleichen Berater wie bei der Gründung von BMG vor vier Jahren (mehr…). Allerdings spielten die deutschen Anwälte diesmal eine weniger große Rolle als damals. 2009 stand KKR noch ein großes Freshfields-Team zur Seite. Die jetzige Transaktion erfolgte aber nach britischem Recht und über eine Luxemburger Muttergesellschaft von BMG. (Parissa Kerkhoff)

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