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02.04.2013

Pharmasektor: Dr. Kade übernimmt mit Weitnauer deutsche Takeda-Sparte

Das Berliner Pharmaunternehmen Dr. Kade erwirbt das deutsche Selbstmedikationsgeschäft (OTC) des japanischen Takeda-Konzerns. Zu der Sparte gehören unter anderem die Nahrungsergänzungsmittel Sanostol und Buer Vitamaxx sowie Riopan, das gegen Sodbrennen angewendet wird.

Henning Mennenöh

Henning Mennenöh

Zusätzlich erhält Dr. Kade für das Arzneimittel Pantozol Control eine exklusive Lizenz für den deutschen Markt. Als unabhängiges Familienunternehmen ist Dr. Kade seit 1886 in der Arzneimittelbranche tätig. Die Hauptgeschäftsfelder des Unternehmens sind Gynäkologie, Proktologie und Schmerztherapie. Über diverse Kooperationen ist Dr. Kade auch international vertreten. Das Unternehmen erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von 80 Millionen Euro und beschäftigt 430 Mitarbeiter an den Standorten Berlin und Konstanz.

Berater Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik
Weitnauer (München): Dr. Henning Mennenöh (Federführung), Dr. Tobias Krätzschmar (beide M&A/Corporate/Commercial), Dr. Nikolaus Uhl (M&A/Corporate; Berlin), Tilman Mueller-Stöfen (Commercial; Hamburg), Dr. Alexander Raif; Associate: Jens Ginal (beide Arbeitsrecht; beide Berlin)
Sträter (Bonn): Markus Ambrosius (Arzneimittelrecht)
Michalski Hüttermann (Düsseldorf): Dr. Aloys Hüttermann, Dr. Ulrich Storz, Dr. Andreas Hübel (alle Patentanwälte)

Berater Takeda
Clifford Chance (Düsseldorf): Dr. Peter Dieners (Federführung), Dr. Claudia Nawroth (beide Healthcare/Life Sciences), Dr. Christian Vogel (Corporate), Dr. Claudia Milbradt (IP), Thomas Hey (Arbeitsrecht); Associates: Christian Hübner (Corporate/Healthcare), Tobias Ozimek (Arbeitsrecht), Dr. Wolfgang Schönig (IP)

Hintergrund: Die Bonner Kanzlei Sträter ist auf Gesundheitsrecht spezialisiert und berät Dr. Kade seit Längerem im Arzneimittelrecht. Soweit bekannt kamen Weitnauer und Michalski Hüttermann über ihre Empfehlung in das Mandat. Weitnauer stellte die gesellschaftsrechtliche Expertise, Michalski Hüttermann lieferte das patentrechtliche Know-how. Die drei Kanzleien kooperieren auch ansonsten regelmäßig miteinander.

Das Düsseldorfer Clifford Chance-Büro berät regelmäßig Mandanten aus Japan. In Vergangenheit mandatierte die europäische Takeda-Holding das damalige Kölner Linklaters-Büro (mehr…). Beim Kauf des Schweizer Wettbewerbers Nycomed 2011 setzte Takeda auf die CMS-Allianzkanzleien sowie die US-Kanzlei Edwards Angell Palmer & Dodge (mehr…). Mit einem Kaufpreis von 9,6 Milliarden Euro war es seinerzeit der größte Zukauf in der Firmengeschichte von Takeda und einer der größten Transaktionen in der Pharmabranche in den vergangenen Jahren. (Parissa Kerkhoff, Marcus Jung)

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