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25.04.2013

Sanitärarmaturenhersteller: Grohe erhöht mit Weil Gotshal Beteiligung an Joyou

Der Sanitärarmaturenhersteller Grohe hat seine Anteile an dem chinesischen Wettbewerber Joyou auf 72,3 Prozent erhöht. Die Joyou-Gründer gaben ihre Anteile in Höhe von 36,5 Prozent ab. Sie erhielten im Gegenzug eine erhebliche Minderheitsbeteiligung an der Grohe-Gruppe.

Gerhard Schmidt

Gerhard Schmidt

Joyou ist seit 2010 an der Frankfurter Börse notiert. Die Grohe-Gruppe war zunächst über die Tochterfirma Grohe Asia bei ihrem Konkurrenten eingestiegen. 2011 folgte ein Übernahmeangebot, mit dem Grohe seinen Stimmrechtsanteil auf über 30 Prozent erhöhte (mehr…). Im Anschluss wurde Grohe Asia in ein Joint Venture mit den Joyou-Gründern Jianshe Cai und Jilin Cai umgewandelt, in das diese den Großteil ihrer 36,5-prozentigen Beteiligung einbrachten.

Die Brüder Cai tauschen nun ihre Anteile an diesem Joint Venture und ihre restliche Direktbeteiligung an Joyou gegen Anteile an der Grohe-Gruppe. Die übrigen 27,7 Prozent der Joyou-Anteile bleiben in Streubesitz. Grohe plant auch weiterhin nicht, Joyou von der Börse zu nehmen.

Joyou zählt in China zu den Marktführern für Armaturen und Sanitärwaren und setzte 2011 mit rund 3.400 Mitarbeitern gut 287 Millionen Euro um. Insgesamt beschäftigt die Grohe-Gruppe weltweit rund 9.000 Mitarbeiter, für 2012 rechnet das Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.

Berater Grohe
Weil Gotshal & Manges (Frankfurt): Prof. Dr. Gerhard Schmidt, Dr. Heiner Drüke (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Tobias Geerling (Steuern; München); Associates: Konrad von Buchwaldt, Dr. Jan Harmjanz, Dr. Anna-Karina Bonacker, Laura Brauers (alle Gesellschaftsrecht/M&A), Sven Ceranowski, Susanne Liebel-Kotz (beide Steuern), Thomas Zimmermann (Finanzrecht, alle drei München)
Inhouse (Düsseldorf): Detlef Schmitz (General Counsel)

Berater Joyou/Gründungsaktionäre
Ashurst (Frankfurt): Matthias von Oppen, Dr. Gerrit Clasen; Associates: Peter Holst, Jieyi Xiang (alle Gesellschaftsrecht/M&A)

Hintergrund: Grohe ist seit dem Einstieg des Finanzinvestors TPG im Jahr 2004 Stammmandantin von Weil Gotshal. Das Team um Schmidt, Drüke und Geerling war unter anderem bereits 2010 bei dem Joyou-Börsengang (mehr…) und dem Übernahmeangebot im darauf folgenden Jahr im Einsatz (mehr…).

Joyou setzte bei der aktuellen Transaktion erstmals auf Ashurst, hält damit aber dennoch altbekannten Beratern die Treue: Senior Associate Holst beriet das Unternehmen bis 2011 als Associate bei CMS Hasche Sigle. Auch Ashurst-Partner von Oppen kennt das chinesische Unternehmen seit Längerem: Zum Börsengang beriet er aufseiten der Emissionsbanken. Damals war er allerdings für die mittlerweile aufgelöste Kanzlei Dewey & LeBoeuf tätig. (Norbert Parzinger)

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