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25.07.2013

Schienenfahrzeuge: Ashurst-Mandantin National Express schließt Liefervertrag ab

Das britische Verkehrsunternehmen National Express hat einen Fahrzeugliefervertrag mit Bombardier Transportation abgeschlossen. Das Transaktionsvolumen beträgt rund 170 Millionen Euro. Die Triebzüge fahren ab Dezember 2015 auf den nordrhein-westfälischen Regionalbahnlinien RE7 und RB48. Bombardier Transportation setzte sich in einem europaweiten Vergabeverfahren durch.

Andreas Vogel

Andreas Vogel

National Express hat im Vorfeld gemeinsam mit Integro Verkehr den milliardenschweren Auftrag erhalten, die beiden Linien zu betreiben. Auftraggeber sind der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), die Zweckverbände Nahverkehr Westfalen-Lippe, Nahverkehr Rheinland und SPNV Rheinland-Pfalz Nord. Für die britische National Express ist es der erste Verkehrsvertrag in Deutschland, demnach bestellte sie hierzulande auch nun erstmals Fahrzeuge. 

Berater Bombardier Transportation
Inhouse (Berlin): Patrick Knäble, Alexander Steinbrecher (beide Contracts & Legal Affairs) – aus dem Markt bekannt

Berater National Express
Ashurst (Frankfurt): Andreas Vogel (Federführung); Associates: Holger Mlynek, Melanie Liebert (alle Vergaberecht)

Berater VRR/Zweckverbände
Heuking Kühn Lüer Wojtek (Düsseldorf): Dr. Ute Jasper, Dr. Kristina Neven-Daroussis (beide Vergaberecht), Dr. Thorsten Kuthe (Finanzrecht; Köln), Dr. Stefan Proske (Insolvenzrecht; Berlin); Associate: Dr. Christopher Marx (Vergaberecht)

Hintergrund: Der Fahrzeug-Beschaffung liegt das sogenannte VRR-Finanzierungsmodell zugrunde, das speziell auf SPNV-Vergaben zugeschnitten ist. Das Modell ermöglicht es privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen, neue Fahrzeuge zu kaufen und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Folge waren mehr Bieter in SPNV-Vergabeverfahren, deren Anzahl zuvor aufgrund fehlender Leasingfirmen rapide gesunken war. Die Fahrzeuglieferanten werden zudem dadurch unabhängiger von der Deutschen Bahn, die eine große Marktmacht im Regionalverkehr besitzt.

Die beiden Heuking-Partnerinnen Jasper und Neven-Daroussis entwickelten das Finanzierungskonzept für den VRR vor rund zwei Jahren. Sie berieten ihren langjährigen Mandanten VRR und die andere Aufgabenträger bereits bei der Vergabe der Verkehrsdienstleistung an National Express (mehr…). Jetzt wurden sie erneut hinzugezogen, da der Vertrag mit Bombardier dem Finanzierungsmodell angepasst werden musste.

Ashurst beriet National Express nicht zum ersten Mal. Das Verkehrsunternehmen ist seit Beginn 2012 in Deutschland aktiv, etwa bei Instandhaltungsleistungen, und ist auch an anderen laufenden Vergabeverfahren beteiligt. Der Kontakt kam ursprünglich über das Londoner Ashurst-Büro zustande. (Désirée Schliwa)

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