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06.11.2013

Wassertechnik-Deal: AEA setzt auf Fried Frank, Siemens vertraut erstmals Latham

Siemens hat seine Geschäftseinheit Water Technologies und die dazugehörigen Service-Aktivitäten an den US-Finanzinvestor AEA verkauft. Der Kaufpreis beträgt 640 Millionen Euro.

Jürgen van Kann

Jürgen van Kann

Siemens hatte im vergangenen November beschlossen, sein Wassergeschäft neu zu ordnen und sich auf Lösungen zu konzentrieren, die der Steuerung von Wasseranwendungen dienen. Water Technologies bietet Lösungen zur Aufbereitung und Behandlung von Wasser an. Damit weist das Geschäftsfeld nur geringfügige Synergien mit dem Siemens-Industrieportfolio auf, weil die Kompetenzen zur Wasserbehandlung vor allem auf chemischen Fachgebieten liegen. Zudem ist der überwiegende Teil dieses Geschäfts auf Standards in Nordamerika ausgerichtet.

Weltweit sind rund 4.000 Mitarbeiter für Siemens Water Technologies tätig, drei Viertel davon in Nordamerika. Laut Medienberichten war in der letzten Runde des Bieterverfahrens neben AEA der Private-Equity-Investor American Industrial Partners dabei. Spekuliert wurde auch über ein Interesse der Beteiligungsgesellschaften Platinum Equity, Centerbridge Partners und Golden Gate Capital. Den Zuschlag an AEA müssen die zuständigen Kartellbehörden noch absegnen.

Berater AEA
Fried Frank Harris Shriver & Jacobson: Jürgen van Kann (Frankfurt), Chris Ewan (New York), Richard May (London; alle Corporate), Henry Lebowitz (IP), Eli Weiss (Steuern), Peter Guryan (Kartellrecht), Emil Buchman (Finanzierung), Steven Witzel, Peter Simmons, Michelle Carpentier, Eric Hirsch (alle Litigation), Jeffrey Ross (alle New York), Sheena McCaffrey (London; beide Arbeitsrecht), Mario Mancuso (Corporate/Foreign Corrupt Practices Act), Jerry Howe, James McCullough (alle Washington); Associates: Thorsten Stücklin, Rouven Redeker, Tino Eckert (alle Frankfurt), Elliot Kowalski, Ariel Alter, Aliza Herman, Jae Cho (alle New York), James West (London; alle Corporate), Jörg Buschbaum (Arbeitsrecht), Jan Petersen (IP), Anjela Keiluweit (Immobilienrecht), Nina Siewert (alle Frankfurt), Andrew Fallevitch (beide Steuern), Mindy Meyers (Arbeitsrecht), Daniel Durschlag (Finanzierung), Michelle Carpentier (Litigation), Anne Tyson (Immobilienrecht; alle New York), Tobias Caspary, Till Vere-Hodge (beide Kartellrecht; beide London)

Berater Siemens
Latham & Watkins: Dr. Jörg Kirchner, Dr. Volkmar Bruckner (beide München), Eli Hunt (alle Federführung), James Gorton (alle Corporate), Joshua Tinkelman (Finanzierung), Steven Betensky (IP), Dara Denberg (Immobilienrecht), Lisa Watts (Steuern; alle New York), Peter Winik (Litigation), James Barrett (Umweltrecht), Sydney Smith (Kartellrecht; alle Washington), Michael Egge (Kartellrecht; Brüssel/Washington), Larry Seymour (Arbeitsrecht; Los Angeles); Associates: Dr. Sebastian Pauls (München), Matthew Dewitz (Steuern), Mark Teeter, Thomas Malone, Daniel Rawner, Samuel Powers, Michael Shaheen, Frederico Soddu (alle New York), Janice Wang (Washington), Daniel Treloar (London; alle Corporate), Michael Dreibelbis (Umweltrecht), Drew Freeborn (Immobilienrecht), Eric Geffner (IP; alle New York), Tobias Leder (München), Julie Crisp (San Fransico; beide Arbeitsrecht)
Inhouse (Water Technologies; USA): Dr. Jan Lischek (General Counsel; Alpharetta/Georgia), Gary Ganzi (IP; Lowell/Massachusetts)
Inhouse (Siemens; München): Dr. Lars Münch (Erlangen), Christian Bindl (beide Gesamtprojektleitung Legal/Federführung; beide Corporate), Peter Jabbour (Corporate; USA), Dr. Jérôme Pause, Katharina Beckmann (beide Carve out/Transition), Fabian Kaiser (Kartellrecht), Sabrina Wendorff, Frank Nuzzi (New York; beide IP), Annette Lohmeier (Local Transactions/Corporate; Erlangen), Thomas Felber (Immobilienrecht), Dr. Angelika Schwetzler (Finanzrecht), Joseph Krajci (Fairfield/Connecticut), Dr. Jörg Michel (beide Arbeitsrecht), Skip Lockard (Litigation; Atlanta/Georgia), Benjamin Polster (Corporate; Erlangen)

Berater Amercian Industrial Partners
Baker Botts (Washington): Terrance Bessey – aus dem Markt bekannt

Jörg Kirchner

Jörg Kirchner

Hintergrund: Latham beriet Siemens erstmals bei einer größeren Transaktion. Soweit bekannt, bewarb sich die Kanzlei erfolgreich um das Mandat und punktete insbesondere aufgrund ihrer M&A-Erfahrung in Deutschland und den USA. Beide Regionen spielten rechtlich wesentliche Rollen. So wurde der Kaufvertrag zwar nach deutschem Recht geschlossen. Viele der Bieter ließen sich allerdings von Kanzleien vertreten, die genauso wie der Großteil der Siemens-Wassertechnik in den USA ansässig sind.

Fried Frank war hingegen nicht zum ersten Mal bei einer größeren Transaktion für AEA tätig. Die Kanzlei beriet den New Yorker Investor schon 2005, als er die US-amerikanischen und europäischen Aktivitäten des Verpackungsspezialisten Pactiv Corporation übernahm. Der Kaufpreis lag damals bei 530 Millionen US-Dollar.

Baker Botts berät American Industrial Partners regelmäßig. (Parissa Kerkhoff)

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