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16.01.2014

Aktienregister-Dienstleister: Link Market erwirbt Deutsche Bank-Tochter mit Allen & Overy

Der internationale Bankdienstleister Link Market Services hat die Deutsche Bank-Tochter Registrar Services gekauft. Die Eschborner Gesellschaft bietet Aktienregister-Dienstleistungen an, die vor allem in der Bank- und Finanzbranche gefragt sind. Die Transaktion muss noch kartellrechtlich genehmigt werden.

Michael Bernhardt

Registrar bietet neben der Erstellung und Verwaltung von Aktienregistern vor allem Dienstleistungen rund um Einladungen zu Hauptversammlungen an. Der Käufer Link Market Services ist Teil des weltweiten Link-Netzwerks, hinter dem der Finanzinvestor Pacific Equity Partner steht. Wie die Deutsche Bank-Tochter Registrar bietet Link Aktienregister an, bislang vor allem im Asien-Pazifikraum, in Südafrika und in Nordamerika. Mit dem Zukauf gelingt der Gruppe der Markteintritt in Deutschland.

Berater Link Market Services
Allen & Overy (Frankfurt): Grant Koch (Sydney), Dr. Michael Bernhardt (beide M&A/Private Equity; beide Federführung), Dr. Asmus Mihm (Steuerrecht), Dr. Hans-Peter Löw (Arbeitsrecht), Dr. Ellen Braun (Kartellrecht; Hamburg), Dr. Jens Matthes (IP; Düsseldorf), Andrew Schoorlemmer (M&A; Dubai), Adrianus Schoorl (Financial Services; Abu Dhabi); Associates: Dr. Christoph Naumann, Dr. Roman Kasten (beide M&A/Private Equity), Dr. Thorsten Thaysen (Öffentliches Recht), Dr. Daisy Walzel (Kartellrecht), Dr. Julien Zazoff (Immobilienrecht; beide Hamburg), Dr. André Zimmermann (Arbeitsrecht), Macky O’Sullivan (Corporate; Dubai), Luke Nicholls (M&A/Private Equity; Perth)

Berater Deutsche Bank
Latham & Watkins (Frankfurt): Dr. Markus Krüger (Federführung; Corporate), Dr. Ulrich Wuermeling (Technologie-Transaktionen), Dr. Roland Maaß (Corporate), Dr. Georg Weidenbach (Kartellrecht), Dr. Anders Kraft (Steuerrrecht), Andrew Tarbuck, Oliver Simpson (beide Corporate; Aufsichtsrecht), Eyad Latif (Kartellrecht); Associates: Dr. Jan Schubert (Corporate), Stephan Kreß (Technology Transactions), Lisa Sönnichsen (Steuern), Dr. Sebastian Max Hauser (Kartellrecht)
Inhouse (Frankfurt): Michèle Franke

Hintergrund: Da der regionale Schwerpunkt der Link-Gruppe im Asien-Pazifik-Raum liegt, entstand die Mandatsbeziehung zu Allen & Overy ursprünglich über deren Büro in Sydney. Dort und in Perth hatte Allen & Overy 2010 mit einem Team der australischen Top-Kanzlei Clayton Utz eröffnet (mehr…). Aufgrund der Eigentümerstruktur von Link lag die Federführung bei den Private-Equity-Anwälten, der verantwortliche deutsche Partner Bernhardt leitet die Praxis seit seinem Zugang von Willkie Farr & Gallagher 2011 (mehr…).

Für Latham & Watkins ist die erneute Mandatierung durch die Deutsche Bank ein keineswegs zu unterschätzender Erfolg für ihre Transaktionsarbeit, denn die deutsche M&A-Praxis zeichnet sich bislang vor allem durch ihre starke Position bei Private-Equity-Investoren aus. Latham hatte den Bankkonzern erstmals bei einem Deal hierzulande begleitet , als der den Dienstleister Deutsche Cards Services an den US-amerikanischen Wettbewerber EVO Payments verkaufte. Auch damals gehörten die beiden Frankfurter Partner Krüger und Wuermeling zum Beraterteam. Wuermeling betreut die Bank auch langjährig zu Outsourcing-Fragen.

Beim Registrar-Deal hat Latham auch einige Steuerfragen abgedeckt, darüber hinaus soll die Deutsche Bank diese Fragen intern betreut haben. Die Konzernsteuerabteilung ist bundesweit eine der größten und wird von Birgit Bomm geleitet. (Marcus Jung)

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