Artikel drucken
25.01.2014

Restrukturierung: Hengeler-Mandantin Imtech Deutschland einigt sich mit Betriebsrat

Der Weg für die Restrukturierung bei Imtech ist frei geworden. Das Management und der Gesamtbetriebsrat von Imtech Deutschland haben eine Einigung erzielt über einen Rahmeninteressenausgleich, verschiedene Einzelinteressenausgleiche und Sozialpläne. Von den Maßnahmen sind etwa 550 Mitarbeiter betroffen, die unter anderem die Möglichkeit haben sollen, in eine Transfergesellschaft zu wechseln.

Hendrik Bockenheimer

Hendrik Bockenheimer

Der niederländische Anbieter von Energie- und Gebäudetechnik beschäftigt fast 30.000 Mitarbeiter, mit der Restrukturierung will er sich vor allem in den Benelux-Ländern und Deutschland verschlanken. Das Unternehmen ist wirtschaftlich in eine Schieflage geraten. Nicht zuletzt haben Kosten für eine interne Untersuchung das Unternehmen belastet. Einem ‚Handelsblatt‘-Bericht zufolge haben Korruption, Bestechung und Untreue einen Schaden von rund 370 Millionen Euro verursacht. Eine ganze Reihe von Führungskräften war daraufhin entlassen worden.

Berater Imtech
Hengeler Mueller (Frankfurt): Hendrik Bockenheimer

Berater Gesamtbetriebsrat
Bertelsmann & Gäbert (Hamburg): Jens Gäbert

Hintergrund: Hengeler Mueller hatte das Unternehmen bereits bei der internen Untersuchung beraten. Hier war die Kanzlei gemeinsam mit ihrem niederländischen Best-Friend-Partner De Brauw Blackstone Westbroek involviert. Neben den arbeitsrechtlichen Maßnahmen hat Hengeler Mueller die Restrukturierung der Verbindlichkeiten in Höhe von rund 750 Millionen Euro begleitet und zu einer Kapitalerhöhung über 500 Millionen Euro beraten. Hengeler-Associate Bockenheimer ist kürzlich zum Partner ernannt worden. (Catrin Behlau)

  • Teilen