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25.04.2014

Kapitalerhöhung: Wirecard holt sich mit von Osborne Clarke frisches Geld

Der bayrische Zahlungsabwickler Wirecard hat sich durch eine überraschende Kapitalerhöhung rund 370 Millionen Euro besorgt. Ein Konsortium aus der Commerzbank und der Deutschen Bank platzierte die Aktien in einem beschleunigten Verfahren nur unter institutionellen Investoren, Altaktionäre blieben außen vor.

Matthias Terlau

Das frische Geld will Wirecard für mögliche Zukäufe verwenden. Das Unternehmen bietet Software- und IT-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr an. Im Geschäftsjahr 2013 steigerte es seinen Umsatz um rund 22 Prozent auf 482 Millionen Euro.

Berater Wirecard
Osborne Clarke (Köln): Dr. Matthias Terlau (Bank-/Kapitalmarktrecht; Federführung), Philip Meichssner (Corporate; München); Associates: Charlotte Strese, Alexander Meyer-Bolte (alle Bank-/Kapitalmarktrecht).
Sheppard Mullin (London): James Mercer (US Kapitalmarktrecht)
Inhouse Recht (Aschheim): Andrea Görres (Leiterin)

Berater Banken
Hogan Lovells (Frankfurt): Prof. Dr. Michael Schlitt, Dr. Susanne Schäfer, Dr. Christian Ries (alle Corporate/Kapitalmarktrecht; alle Federführung), Dr. Tim Brandi (Bankaufsichtsrecht), John Basnage (US-Recht; London); Associates: Dr. Jan Winzen (Corporate/Kapitalmarktrecht), Jaime Huertas (US-Recht; London)
Inhouse Recht (Commerzbank; Frankfurt): Ingo Nebel
Inhouse Recht (Deutsche Bank; Frankfurt): Dr. Ulrich Brandt

Hintergrund: Osborne Clarke begleitet Wirecard schon seit rund acht Jahren, die Mandatsbeziehung erstreckt sich über mehrere Fachgebiete hinweg. Der Kontakte zu dem bayrischen Unternehmen war ursprünglich über den nun federführenden Kölner Partner Terlau entstanden. Er beriet Wirecard unter anderem, als sich das Unternehmen vor zwei Jahren über eine Kapitalerhöhung 140 Millionen Euro besorgte.

In den Anfangsjahren hatte der 1999 gegründete Zahlungsabwickler auch auf das Münchner Büro von Holme Roberts & Owen gesetzt und auf deren damaligen Partner Dr. Jens Röhrborn, der auf Technologiedeals spezialisiert war – beispielsweise 2003 beim Börsengang. 2012 kehrte Röhrborn dem Anwaltsmarkt den Rücken, um Fondsmanager zu werden.

Hogan Lovells-Partner Schlitt verfügt über hervorragende Kontakte zu zahlreichen Banken, auch die Commerzbank mandatierte ihn und sein Team in den vergangenen Jahren immer wieder. (René Bender)

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