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22.04.2014

Pharmabranche: Freshfields und Linklaters begleiten Novartis bei Megadeals

Novartis baut sein Geschäft durch Zu- und Verkäufe in Höhe von rund 27 Milliarden US-Dollar grundlegend um: Für 14,5 Milliarden Dollar übernahm der Schweizer Pharmakonzern das Geschäft mit Krebsmedikamenten von GlaxoSmithKline, die im Gegenzug für 7,1 Milliarden Dollar die Novartis-Sparte für Impfstoffe erwarb. Mit GlaxoSmithKline will Novartis zudem ein Joint Venture für nicht verschreibungspflichtige Medikamente gründen. Das Geschäft mit Tierarzneimitteln veräußerte Novartis für 5,4 Milliarden Dollar an den US-Konzern Eli Lilly.

Felix Ehrat

Felix Ehrat

Novartis konzentriert sich derzeit stärker auf Augenheilkunde, das Pharmageschäft und Nachahmerprodukte. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern die Sparte Bluttransfusions-Diagnostik an das spanische Unternehmen Grifols verkauft. Medienberichten zufolge steht zudem der deutsche Medizinpflaster-Hersteller LTS Lohmann vor dem Verkauf, bei dem Novartis mit 43 Prozent größter Einzelaktionär ist. Andersherum erwägt der Konzern offenbar eine Offerte für den belgischen Augenmedizinspezialisten Thrombogenics. 

Berater Novartis
Inhouse Recht (Basel): Dr. Felix Ehrat (General Counsel) – aus dem Markt bekannt
Linklaters
(London): James Inglis, Aisling Zarraga, Peter Cohen-Millstein (alle Corporate), Christopher Bellamy, Jeff Schmidt (beide Kartellrecht), Nigel Jones (IP), Marly Didizian (Technologie/Medien/Telekommunikation), Dominic Winter (Steuern); Associate: Jarlath McGurran (Corporate)
Hogan Lovells (New York): Adam Golden (Federführung), Adam Bellack (Washington; beide Corporate/M&A), Cullen Taylor, Anishiya Abrol; Associates: Adam Aft, Catlan McCurdy (alle vier IP; alle vier Northern Virginia), Allison Donovan, Carrie Etherton (beide Denver), Venroy July (alle Corporate/M&A), Adriana Tibbitts (beide Baltimore), Tom Kennedy (Washington; beide Corporate)
Freshfields Bruckhaus Deringer (London): Julian Long (Gesellschaftsrecht/M&A), Rod Carlton, Thomas Janssens (Brüssel), Paul Yde (Washington; alle Kartellrecht)

Berater GlaxoSmithKline
Inhouse Recht (London): Dan Troy (General Counsel), Chip Cale, Antoon Loomans, James Ford, Paul Noll, Edward Gimmi
Slaughter and May (London): Simon Nicholls (Federführung), Gavin Brown, Richard Smith, David Johnson (alle Corporate/Commercial), Bertrand Louveaux (Wettbewerbsrecht), Susie Middlemiss (IP), Sandeep Maudgil (Arbeitsrecht), David Waterfield (Immobilienrecht), Guy O’Keefe (Finanzierung); Associates: Susannah Macknay, Chris Bulger, Sally Wokes, Philip Linnard, Anthony Doolittle, Claire Jackson, Ben Magahy (alle Corporate/Commercial), Jordan Ellison (Wettbewerbsrecht), Hardip Shokar, Richard McDonnell, Marianne Helps, Laura Houston (alle IP), Dominic Robertson, James Hume, Emma Game, Alexander Berend (alle Steuern), Eleanor Hart, Sarah Ferguson, Alison Smullen (alle Arbeitsrecht), Simon Bartle (Immobilienrecht), Andrew Williams (Finanzierung)
Hengeler Mueller (Frankfurt): Christian Hoefs (Arbeitsrecht/Pensionen), Karsten Schmidt-Hern (M&A/Immobilienrecht; beide Federführung); Associates: Eckbert Müller (Arbeitsrecht/Pensionen), Bianca Vogt, Jesko Kamischke, Matthias Löhle, Malte Wundenberg, Johannes Honzen (alle (M&A/Immobilienrecht)
Cleary Gottlieb Steen & Hamilton
: George Cary (Federführung), Kathleen Bradish (beide Washington), Patrick Bock (Köln; alle Kartellrecht)
Niederer Kraft & Frey (Zürich): Philipp Haas (Federführung; Schweizer Recht)

Berater Eli Lilly
Weil Gotshal & Manges: Raymond Gietz, Matthew Gilroy (beide Corporate; beide New York), Dr. Thomas Schmid (Corporate), Tobias Geerling (Steuern); Associates: Philipp Schlawien, Verena Schwarz, Dr. Konstantin Hoppe (alle Corporate), Sven Ceranowski (Steuern; alle München), Mareike Pfeiffer (Corporate), Johannes Allmendinger (Arbeitsrecht; beide Frankfurt)

Hintergrund: Freshfields zeichnete für die Beratung zum Joint Venture verantwortlich, Linklaters für die Zu- und Verkäufe. Beide Kanzleien stehen seit 2009 auf dem weltweiten Panel von Novartis, den der Konzern seinerzeit erstmals zusammenstellte. Vor zwei Jahren konnten die beiden Sozietäten ihre Position verteidigen, als Novartis die globale Auswahl seiner externen Rechtsberater erneuerte. Bestätigt wurden damals zudem Allen & Overy sowie Morrison & Foerster, neu hinzu kam lediglich Simpson Thacher & Bartlett.

Slaughter and May hatte GlaxoSmithKline schon vor zwei Jahren begleitet, als die Briten für 470 Millionen Euro ein Portfolio rezeptfreier Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel an den belgischen Hersteller Omega Pharma verkaufte. Wie diesmal auch beriet Hengeler, die deutsche Best-Friend-Kanzlei von Slaughter and May, damals schon. Jetzt zeichnete Hengeler für die deutschen Fragen zu Corporate-Themen sowie zum Immobilien- und Arbeitsrecht verantwortlich.

Weil Gotshal stand erst vor wenigen Wochen an der Seite der Eli Lilly-Tochter Elanco, als diese das Cuxhavener Unternehmen Lohmann übernahm, einen Spezialisten für Tiergesundheit und Tierernährung. (René Bender)

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