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25.05.2014

Nach langem Hin und Her: DLA-Mandantin EWE übernimmt Mehrheit an VNG

Das Energieunternehmen EWE übernimmt die Mehrheit beim Leipziger Gaskonzern Verbundnetz Gas (VNG). Wintershall gibt sein Aktienpaket von 15,79 Prozent an die Oldenburger ab, die bereits 47,9 Prozent der Anteile halten. Die Kartellbehörden müssen allerdings noch grünes Licht geben.

Andreas Meyer-Landrut

Andreas Meyer-Landrut

EWE hatte schon einmal vergeblich versucht die Mehrheit zu kaufen und sich dann 2009 entschlossen, seine Anteile komplett an EnBW abzugeben. Der Deal scheiterte jedoch, weil die Eigner von VNG Ende 2011 dagegen stimmten. Mit den aktuellen Übernahmeplänen ist die VNG-Hauptversammlung nun einverstanden.

Die Leipziger Verbundnetz AG hatte im vergangenen Jahr einen Rekord-Jahresüberschuss von 174 Millionen Euro erzielt. Insgesamt zehn ostdeutsche Städte und Stadtkonzerne halten bislang 25,79 Prozent an der VNG und damit eine Sperrminorität. Die russische Gazprom besitzt weitere 10,52 Prozent der Anteile. Die beteiligten Kommunen sorgen sich allerdings um ihre Sperrminorität, weil die Stadt Erfurt ihren VNG-Anteil von 4,79 Prozent verkaufen will.

Die Stadt Leipzig bereits Interesse angemeldet, auch um den Firmensitz in Leipzig zu sichern. VNG gehört immerhin zu den 100 größten Unternehmen in Deutschland und ist entsprechend ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Der Wert der Erfurter Anteile könnte laut Presseberichten bei rund 81,6 Millionen Euro liegen.

Berater EWE
DLA Piper (Köln): Dr. Andreas Meyer-Landrut (Federführung), Dr. Cornelius Frie (beide Corporate), Dr. Jan Dreyer (Litigation & Regulatory); Associates: Bettina Haider-Giangreco (Corporate), Dr. Gregor Schroll (Litigation & Regulatory)
Inhouse Recht (Oldenburg): Dr. Hanjo Steinkampf (Leiter Recht), Christoph Kolpatzik (M&A), Klaus Darimont (Kartellrecht), Peter Schultz (Gesellschaftsrecht)

Berater Wintershall
Inhouse Recht (Kassel): Prof. Dr. Mathias Wolkewitz (Leiter Recht), Marc Legien (Leiter M&A) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: DLA kennt die Historie dieses Deals sehr gut. Schon beim Einstieg der EWE bei VNG stand sie an der Seite der Oldenburger. Auch als sich EnBW an der VNG beteiligten sollte, war die Kanzlei mit von der Partie. In der aktuellen Transaktion spielte zudem das Team um EWE-Rechtsabteilungsleiter Steinkampf eine wesentliche Rolle. (Ulrike Barth)

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