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25.07.2014

Topfhersteller: KKR greift mit Hengeler Mueller nach WMF-Vorzugsaktien

Der US-Finanzinvestor KKR will den Topf- und Besteckhersteller WMF ganz übernehmen und hat sich dazu mit Fiba als zweitem WMF-Großaktionär zusammengetan. Den Minderheitsaktionären bietet KKR im Rahmen eines öffentliches Erwerbsangebots 53 Euro für jede WMF-Vorzugsaktie. KKR und Fiba erwägen auch, den Hersteller von der Börse zu nehmen.

Wolfgang Meyer-Sparenberg

Wolfgang Meyer-Sparenberg

Nach erfolgreichem Vollzug und Kartellfreigabe werden KKR und Fiba ihre WMF-Beteiligung in einer Holdingstruktur zusammenführen. Zuvor müssen sie mindestens 90 Prozent des Grundkapitals des Küchenausstatters kontrollieren, um einen eventuellen Squeeze-out der Minderheitsaktionäre einleiten zu können. Aktuell hält KKR knapp 70 Prozent der WMF-Stammaktien, Fiba ein Viertel. KKR hält zudem 6,56 Prozent der WMF-Vorzugsaktien. Etwa 75 Prozent der Vorzugsaktien sind notwendig, um das Angebot durchzusetzen. Der WMF-Umsatz sank 2013 leicht auf 1,01 Milliarden Euro.

Berater KKR
Hengeler Mueller (Düsseldorf): Dr. Wolfgang Meyer-Sparenberg, Dr. Maximilian Schiessl, Prof. Dr. Jochen Vetter (alle Gesellschaftsrecht/M&A), Heinrich Knepper (Finanzierung), Dr. Thorsten Mäger (Kartellrecht); Associates: Dr. Alexander Ego, Elisabeth Kreuzer, Dr. Lars Mesenbrink, Dr. Dennis Schlottmann.

Berater Fiba
CMS Hasche Sigle (Hamburg): Dr. Christian von Lenthe, Dr. Henrik Drinkuth – aus dem Markt bekannt

Berater WMF AG
Oppenländer (Stuttgart): Dr. Felix Born (Federführung); Associate: Anne-Kathrin Bettecken (beide M&A)

Berater emittierende Banken
Linklaters (Frankfurt): Marc Trinkaus, Michal Hlásek, Nick Syson (London; alle Banking, alle Federführung), Stephan Oppenhoff; Associates: Dr. Michael Weiß, Dirk Horcher (alle Corporate), Przemyslaw Lipin (Banking) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Hengeler und KKR sind ein eingespieltes Team, auch wenn die Beziehung nicht exklusiv ist. Bei WMF beriet die Kanzlei die Investoren schon beim Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung und dem freiwilligen Übernahmeangebot an die WMF-Aktionäre im Jahr 2012. Auch CMS soll schon seit dem Einstieg von KKR bei WMF für den zweiten Großaktionär Fiba tätig sein. (Ulrike Barth)

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