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30.09.2014

Babynahrung: Investoren verleiben sich Alete mit Menold Bezler ein

Der Nestlé-Konzern trennt sich von seinen Babynahrungsmarken Alete und Milasan. Käufer ist eine Gruppe um die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft BWK und den Privatinvestor Horst Jostock aus Bad Homburg. Die Transaktion soll zum Januar 2015 erfolgen.

Vladimir Cutura

Vladimir Cutura

Die Investoren übernehmen zugleich das Werk mit 300 Mitarbeitern im oberbayrischen Weiding. Jostok wird künftig auch die operative Führung der beiden bekannten Marken innehaben. Zudem vereinbarten die Käufer mit Nestlé eine Kooperation zur Nutzung der IT-Infrastruktur sowie des Außendienstes des Lebensmittelkonzerns. BWK investiert vor allem in den gehobenen Mittelstand und war vor längerer Zeit schon einmal bei dem Babykosthersteller Sunval aus dem badischen Waghäusel engagiert.

Nestlé wird sich damit künftig stärker auf die Marke Beba fokussieren. Die Babynahrungsmarke Alete gibt es seit über sieben Jahrzehnten, sie liegt mit einem Marktanteil von 30 Prozent knapp hinter den Wettbewerbern Hipp und Milupa.

Berater BWK und Horst Jostok
Menold Bezler (Stuttgart): Vladimir Cutura (Federführung), Rudolf Bezler (beide M&A/Corporate), Robert Elhardt ( Arbeitsrecht), Dr. Jochen Stockburger (Immobilienrecht); Associates: Dr. Aris Joannidis (Handelsrecht), Elisabeth Mauder (IP), Dr. Jochen Bernhard (Kartellrecht), Velimir Bebek, Susanne Wagner (M&A/Corporate), Marc Ehrmann (Immobilienrecht)

Berater Nestlé
Inhouse Recht: Dirk Kessler (Federführung; M&A Legal Counsel; Vevey), Helge Köhlbrandt (General Counsel), Florian Gerner (Senior Legal Counsel; beide Frankfurt)
White & Case (Frankfurt): Andreas Stilcken, Dr. Tim Arndt (beide Federführung; beide M&A/Corporate), Frank-Karl Heuchemer (Arbeitsrecht), Dr. Martin Hoffmann (Öffentliches Wirtschaftsrecht), Dr. Andreas Klein (IP), Dr. Florian Sander (Immobilien), Dr. Philip Trillmich (IP/IT); Associates: Ingrid Knollmeyer, Daniel David, Lukas Lundbeck (alle M&A/Corporate), Claudia Wolf (Immobilien), Sonja Sehr (Arbeitsrecht)

Andreas Stilcken

Hintergrund: BWK setzte hier auf Menold Bezler und in Steuer- sowie Finanzierungsfragen auf ein Team um Dr. Christoph Eppinger von Ebner Stolz. Der jüngere Menold-Partner Cutura hatte BWK 2012 beim Verkauf von Sunval an das Deutsche Milchkontor beraten. Beim Verkauf der Anteile an dem Medizinproduktehersteller LTS Lohmann setzte die Beteiligungsgesellschaft auf das Stuttgarter Büro von CMS Hasche Sigle.

Nestlé hatte Ende 2011 einen langwierigen Panel-Auswahlprozess für europäische M&A-Transaktionen abgeschlossen. Auf dem Panel befinden sich zwei Kanzleien, neben Linklaters konnte sich dort White & Case platzieren. Die US-Kanzlei fiel vor allem durch die Begleitung größerer Transaktionen in Asien auf. Hierzulande treten externe Anwälte für Nestlé äußerst selten in Erscheinung. Im sogenannten Wurstkartell-Verfahren vertraten Linklaters und die Frankfurter Kanzlei Reysen die Interessen des Schweizer Lebensmittelkonzerns. (Marcus Jung)

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