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04.09.2014

Nordsee One: Northland Power steigt mit CMS bei RWE Innogy-Windkraftpark ein

Der kanadische Stromerzeuger Northland Power steigt mit 85 Prozent beim Prestigeprojekt Nordsee One ein, einem der weltweit größten Offshorewindparks, 40 Kilometer nördlich der Insel Juist. Für die Realisierung des Windparks gründet Northland Power mit der bisherigen Eigentümerin RWE ein Gemeinschaftsunternehmen, in das die RWE-Tochter Innogy vor allem Dienstleistungen und Erfahrungen in der Offshore-Industrie einbringen wird. 

Holger Kraft

Der Baustart für Nordsee One ist für 2015 vorgesehen, alleine für die erste von drei Aufbaustufen sind Investitionen von über 1,2 Milliarden Euro vorgesehen. Die Gesamtinvestitionen sind auf über drei Milliarden Euro angesetzt, auf einer Fläche von 100 Quadratkilometern sollen 162 Windturbinen errichtet werden, die 400.000 Haushalte mit Strom versorgen können. RWE Innogy hatte die Rechte an dem Projekt 2008 von dem Projektentwickler Enova erworben und war zuletzt für den Bau auf die Suche nach weiteren Investoren gegangen.

Northland Power ist vor allem bei Kraftwerken in der Branche für erneuerbaren Energien in Kanada sehr präsent. In Europa ist das expansive Unternehmen vor allem durch den Einstieg in das niederländische Windparkprojekt Gemini in diesem Frühjahr bekannt geworden. An dem Offshorewindpark hält Northland Power 60 Prozent. Nach eigenen Angaben erwirtschaftete Northland Power zuletzt mit rund 260 Mitarbeitern einen Umsatz von 360 Millionen kanadischen Dollar.

Berater Northland Power
CMS Hasche Sigle (Hamburg): Dr. Holger Kraft, Dr. Hilke Herchen, Dr. Eckart Gottschalk (alle Federführung; alle Corporate/Energy), Dr. Heino Büsching (Corporate), Olaf Thießen (beide Steuerrecht), Niklas Ganssauge, Dorothee Janzen (beide Projektverträge), Oliver Freitag (Öffentliches Recht); Associates: Heinrich Maywald (Netzanschluss, EEG), Moritz von Bismarck, Nicolaus-Alejandro Weil von der Ahe (Corporate), Daniel Ludwig (Arbeitsrecht)
Inhouse Recht (Toronto): Michael Shadbolt (General Counsel)

Berater RWE Innogy
Inhouse Recht (Essen): Jutta Dissen (Federführung; M&A/Projektfinanzierung), Dr. Claas Westermann (M&A), Dr. Tobias Empting (Corporate), Alice Rodemann (Vergaberecht), Dr. Thomas Mogg (Genehmigungen und Netzanschluss), Marc Löhner, Tobias Röttger (beide Projektverträge)
Linklaters (Berlin): Thomas Schulz (Federführung), Christopher Bremme (beide Corporate/Energy), Dr. Jan Endler, Dr. Markus Appel (beide Öffentliches Recht), Oliver Rosenberg (Steuerrecht; Düsseldorf), Jan Rudolph (Arbeitsrecht; München); Associates: Martin Dressel, Dr. Martin Borning, Sebastian Pooschke, Dr. Jens Hollinderbäumer (alle Corporate/Energy), Dr. Anna Burghardt (Öffentliches Recht), Ingo Sappa (Arbeitsrecht; München), Dr. Ferry Bühring (Öffentliches Recht)

Thomas Schulz

Hintergrund: Die Mandatsbeziehung zwischen dem Berliner Linklaters-Büro und RWE Innogy existiert bereits seit einigen Jahren. So begleitete die Kanzlei das Unternehmen auch bei dem milliardenschweren Rahmenvertrag mit Repower über die Lieferung und Wartung von Offshorewindturbinen. Diesmal zeichneten sich die Inhouse-Juristen unter der Leitung von Jutta Dissen durch eine intensive Vorbereitung und Begleitung der Verhandlungen aus, die nun in die Phase der Projektfinanzierung mündet.

RWE Innogy arbeitete in der Vergangenheit auch mit Oppenhoff & Partner zusammen. Bei einem Windkraftpark-Projekt vor der walisischen Küste setzte das Unternehmen auf CMS Cameron McKenna.

Deren deutsche Allianz-Partnerin CMS Hasche Sigle begleitet Northland Power in Deutschland bereits seit Längerem im Gesellschaft- und Steuerrecht. Beim Gemini-Projekt, das vor der niederländischen Küste angesiedelt ist, wurde das Gemeinschaftsunternehmen von Clifford Chance aus Amsterdam beraten. (Marcus Jung)

 

 

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