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22.09.2014

Life Science: Merck setzt bei Sigma-Aldrich-Zukauf auf Skadden und Allen & Overy

Der Darmstädter Pharmakonzern Merck übernimmt für umgerechnet rund 13,1 Milliarden Euro den amerikanischen Laborausrüster Sigma-Aldrich. Soweit bekannt, handelt es sich bei der Übernahme um die größte in Mercks Firmengeschichte. Sie löst den Zukauf des Schweizer Biotechunternehmens Serono ab, für das Merck 2006 rund 11,5 Milliarden Euro bezahlt hatte.

Wenn die Aufsichtsbehörden der Transaktion zustimmen, soll diese Mitte 2015 vollzogen werden. Merck will den Kauf mithilfe einer Kombination aus Bargeld, Bankkrediten und Anleihen stemmen. Ein Konsortium aus der Deutschen Bank, JP Morgan und der Société Générale begleitet die Finanzierung. Als finanzielle Berater agierten für Merck JP Morgan und Guggenheim Securities, Sigma-Aldrich setzte auf Morgan Stanley.

Friederike Rotsch

Friederike Rotsch

Sigma-Aldrich mit Hauptsitz in St. Louis erwirtschaftete 2013 mit gut 9.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2,1 Milliarden Euro. Für Merck arbeiten demgegenüber rund 39.000 Beschäftigte in 66 Ländern. 2013 erzielte das Familienunternehmen einen Umsatz von rund 11,1 Milliarden Euro.

Berater Merck
Skadden Arps Slate Meagher & Flom: Hilary Foulkes (London), Peter Atkins, Neil Stronski (alle Federführung; alle M&A; beide New York), Dr. Katja Kaulamo (Kapitalmarktrecht), Dr. Holger Hofmeister (M&A/Kapitalmarktrecht), Horst Henschen (Kartellrecht); Associate: Dr. Jörg Neubauer (M&A; alle Frankfurt)
Allen & Overy (Frankfurt): Dr. Neil Weiand, Dr. Mark Hallett; Associate: Dr. Alexander Schilling (alle Bank- und Finanzrecht)
Allen & Overy (Frankfurt): Dirk Eisel (Federführung), Dr. Oliver Seiler (beide Kapitalmarktrecht), Dr. Asmus Mihm (Steuern); Associates: Dr. Alexander Schlee (Kapitalmarktrecht), Katharina Kashishian (Steuern) – alle zu Anleihen
Inhouse Recht (Darmstadt): Dr. Friederike Rotsch (Group General Counsel), Dr. Stefan Fandel (Leiter Konzernrechtsabteilung), Daniela Helbig, Frank Seeber, Norbert Kaliwe, Gabriel Medynska

Berater Sigma-Aldrich
Sidley Austin (Chicago): Thomas Cole, Scott Williams (beide Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt

Katja Kaulamo

Katja Kaulamo

Berater Banken
Hengeler Mueller (Frankfurt): Dr. Thomas Cron (Federführung), Dr. Nikolaus Vieten (beide Bank- und Finanzrecht), Matthias Link (Steuerrecht); Associates: Andreas Lischka, Dr. Daniela Böning, Dr. Gunnar Schmüser
Cravath Swaine & Moore (London): Joel Herold (US-Recht)
Inhouse Recht: Keine Nennungen

Berater Morgan Stanley
Debevoise & Plimpton (New York): Andrew Bab, Alan Davies (London), Dr. Peter Wand (Frankfurt); Associate: Danli Guo

Berater Banken (für Anleihen)
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Christoph Gleske; Associates: Birgit Schulz, Dr. Roland Schmidtbleicher

Hintergrund: Merck setzte bereits früher auf eine Kombination von Skadden und Allen & Overy, so etwa beim Erwerb von Millipore im Jahr 2010. Allen & Overy-Partner Weiand beriet die Darmstädter erstmals 2006 zur Finanzierung der Serono-Übernahme. Damals stand wie nun auch der Frankfurter Hengeler-Partner Cron auf Bankenseite.

Die Merck-Inhousejuristin Rotsch war bis April dieses Jahres Leiterin der Konzernrevision und rückte dann als Chefjustiziarin an die Spitze der Abteilungen für Recht und Compliance.

Soweit bis Redaktionsschluss bekannt, gehören bei Sigma-Aldrich keine deutschen Anwälte zum Team. Sidley Austin, die die Transaktion aus Chicago heraus begleitet, hatte erst kürzlich ihr deutsches Büro geschlossen. (Christine Albert)

Artikel aktualisiert am 18.12.2014.

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