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31.10.2014

Autozulieferer: Hella geht mit Hengeler und Hogan Lovells an die Börse

Der ostwestfälische Autozulieferer Hella geht an die Börse. Das Unternehmen verkaufte im Rahmen einer Privatplatzierung 11,1 Millionen Aktien und erlöste damit rund 278 Millionen Euro. Der Platzierungspreis lag bei 25 Euro je Aktie. Der Handel der Hella-Aktien soll am 11. November starten.

Reinhold Ernst

Reinhold Ernst

Die Aktien wurden bei ausgewählten internationalen institutionellen Investoren und Family Offices platziert. Die Voraussetzungen für die Aufnahme in den regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börse Luxemburg sind damit erfüllt.

Hella ist auf Lichtsysteme für Autos spezialisiert und wurde bereits seit Längerem als Börsenkandidat gehandelt. Bislang ist das Unternehmen komplett im Eigentum von Mitgliedern der Familie Hueck. Vor allem sollen Aktien aus einer geplanten Kapitalerhöhung an fremde Aktionäre gehen.

Im Zuge des Börsengangs ist eine Privatplatzierung von weiteren bis zu 5,75 Millionen Aktien – einschließlich einer Mehrzuteilung in Höhe von bis zu 750.000 Aktien – aus dem Bestand der Familiengesellschafter geplant. Medienberichten zufolge soll die Familie Hueck nach dem IPO aber noch deutlich mehr als 75 Prozent der Hella-Anteile behalten. Beim Börsengang und den begleitenden Privatplatzierungen fungieren das Bankhaus Lampe und die Citigroup als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners.

Marktberichten zufolge liegt der Gesamtwert des Unternehmens bei rund vier Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr setzte Hella rund 5,3 Milliarden Euro um, der operative Gewinn lag bei rund 341 Millionen Euro. Der in Lippstadt beheimatete Konzern beschäftigt etwa 30.000 Mitarbeiter.

Berater Hella
Hengeler Mueller (Düsseldorf): Dr. Reinhold Ernst, Dr. Dirk Busch (beide Kapitalmarktrecht), Prof. Dr. Michael Hoffmann-Becking, Dr. Matthias Blaum (beide Gesellschaftsrecht), Cecilia Di Ció (Frankfurt); Associates: Dr. Thomas Paul, Caspar Haarmann (alle Kapitalmarkt-/Gesellschaftsrecht)
Bonn & Schmitt (Luxemburg) – aus dem Markt bekannt
Cravath Swaine & Moore (New York) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Lippstadt): Detlev Bökenkamp (Leiter Recht) – aus dem Markt bekannt

Berater Banken
Hogan Lovells (Frankfurt): Prof. Dr. Michael Schlitt, Dr. Susanne Schäfer, Dr. Christian Ries (alle Federführung; alle Corporate/Kapitalmarktrecht), John Basnage (US-Recht; London, Dr. Kerstin Pallinger (Kartellrecht), Dr. Heiko Gemmel (beide Düsseldorf), Gérard Neiens (Luxemburg; beide Steuerrecht); Associates: Sebastian Seibold, Dr. Jan Winzen, Ariane Mehrshahi (Luxemburg; alle Corporate/Kapitalmarktrecht), Jaime Huertas (US-Recht; London)

Hintergrund: Hengeler Mueller berät das Unternehmen Hella und seine Gesellschafter schon seit vielen Jahren. Insbesondere Gesellschaftsrechtler Hoffmann-Becking gehört zu seinen engsten Beratern. Bei dem schon lange geplanten Börsengang waren die Kapitalmarktrechtler frühzeitig eng eingebunden. Die Struktur war komplex, weil sie mit einer Vorplatzierung verbunden war.

Das Hogan Lovells-Team um Schlitt war bei den jüngeren IPOs zuletzt auf Bankenseite sehr präsent. (Volker Votsmeier)

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