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01.10.2014

Medien: Dr. Ippen und ProServ übernehmen mit Deloitte und Inhouseteams markt.gruppe

Die Verlagsgruppe Dr. Ippen und ProServ haben den Anteil der Funke Mediengruppe an dem Gemeinschaftsunternehmen markt.gruppe erworben. Dr. Ippen und ProServ waren vorher schon zu je einem Drittel an markt.gruppe beteiligt und übernehmen nun zu gleichen Teilen das Drittel von Funke.

Michael von Rüden

Michael von Rüden

Die markt.gruppe startete 2003 als Anzeigennetzwerk, das mit mehr als 150 Tageszeitungspartnern und acht Onlineportalen das Print- und Onlinegeschäft der Verlage zusammenbringt. Nach eigenen Angaben hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr 170 Millionen User, täglich sind in dem Verbund sechs Millionen Anzeigen online. Zu den bekannten Onlineportalen gehört Immowelt.de. Im Markt wird zurzeit darüber spekuliert, dass Immowelt.de und Immonet, das Online-Immobilienportal von Axel Springer, fusionieren werden, um dem Marktführer ImmobilienScout24 wirkungsvoller zu begegnen.

In der Verlagsgruppe Dr. Ippen sind mehrere Tageszeitungen zusammengefasst, unter anderem der ‚Münchner Merkur‘ sowie die ‚tz‘. Zur Rheinischen Post Mediengruppe, die die Mehrheit an ProServ hält, gehören unter anderem die ‚Saarbrücker Zeitung‘, aber auch Onlineportale wie Kalaydo.de.

Berater ProServ Medien Service
Deloitte Legal (Düsseldorf): Dr. Michael von Rüden (Federführung), Dirk Hänisch; Associate: Horst Heinzl (alle Corporate)
Inhouse Recht (München): Dr. Karen Rinsche – aus dem Markt bekannt

Verlagsgruppe Dr. Ippen
Inhouse Recht (München): Dr. Harald Brenner

Berater Funke
Latham & Watkins (Düsseldorf): Dr. Harald Selzner (Federführung); Associates: Dr. Natalie Daghles, Dr. Benedikt Vogt, Gerrit Henze (alle Corporate)
Inhouse Recht (Essen): Dr. Axel Kroll

Hintergrund: Mit Deloitte Legal-Anwalt von Rüden greift ProServ auf einen Berater zurück, der schon in der Vergangenheit für die ‚Rheinische Post‘ – zu der ProServ gehört – tätig war. So stand er dem Verlag 2012 zur Seite, als die ‚Rheinische Post‘ die ‚Saarbrücker Zeitung‘ übernahm. Damals firmierte Deloitte Legal noch unter Raupach & Wollert-Elmendorff.

Latham beriet Funke erstmals. Der Düsseldorfer Partner Selzner war Kroll einige Male auf der Gegenseite begegnet, als Selzner – damals noch bei seiner Vorgängerkanzlei Shearman & Sterling – Axel Springer vertrat. Beim Kauf der Springer-Printmedien, für den das Bundeskartellamt Anfang des Jahres grünes Licht gab, setzte Funke gesellschaftsrechtlich auf Linklaters. Die Verlagsgruppe Dr. Ippen stemmte den Deal komplett ohne Beteiligung einer Kanzlei. (Eva Flick)