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19.11.2014

Auslandsinvestment: Continental erwirbt Mecaseat-Firmen mit Linklaters

Der Hannoveraner Automobilzulieferer Continental hat zwei Gesellschaften der belgischen Mecaseat-Gruppe erworben. Das spanische Unternehmen Gorvi und die polnische Firma Mecapol gehen auf die Benecke-Kaliko Group über, deren Kerngeschäft Oberflächenmaterialien und Folien für Armaturenbretter, Sitze oder Türverkleidungen sind. Benecke-Kaliko gehört zur Coninental-Sparte ContiTech.

Wolfgang Krauel

Wolfgang Krauel

Durch den Zukauf strebt Benecke-Kaliko im Geschäft mit Folien für den Innenraum von Autos eine stärkere Marktpräsenz in Süd- und Osteuropa an. Darüber hinaus verschafft sich das Unternehmen Zugang zum Industriegeschäft und beliefert fortan auch die Möbelindustrie mit Bezugsmaterialien. An den beiden Standorten in Polen und Spanien werden künftig insgesamt 150 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt hat Benecke-Kaliko rund 2.100 Mitarbeiter und setzte 2013 rund 390 Millionen Euro um. 

Berater Continental
Linklaters (München): Dr. Wolfgang Krauel (Corporate), Prof. Dr. Georg Annuß (Arbeitsrecht), Dr. Carsten Grave (Wettbewerbs-/Kartellrecht; Düsseldorf), Alexander Kolb (Madrid); Associates: Holger Ebersberger (beide Corporate), Stephanie Wiesner (Steuern), Dr. Sebastian Hack (Wettbewerbs-/Kartellrecht; Düsseldorf), Andrea Ney, Esteban Arza, Lucía Alonso (beide Madrid), Klaudia Królak, Jakub Woźniak, Krzysztof Górny (alle Warschau), Louis Culot (New York; alle Corporate), Annika Juds, Guillermo Ruiz de Salazar (beide Arbeitsrecht), Anna Trallero Ocaña (Öffentliches Recht; beide Madrid), Michał Plich (Immobilienrecht; Warschau)
Inhouse Recht (Hannover): Johannes Suttmeyer, Matthias Wenk

Berater Mecaseat
Campbell Philippart Laigo (Paris): Charles Campbell – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Linklaters hatte Continental seit Jahren nicht mehr in Corporate-Fragen beraten. Allerdings war sie in der Vergangenheit in bedeutenden Fragen rund um den Conti-Mehrheitsaktionär Schaeffler tätig, deren Gläubigerbanken sie 2009 bei der Verlängerung der Kreditlinien beraten hat. Der Herzogenauracher Familienkonzern war unter anderem durch die Übernahme von Continental vor rund sechs Jahren in eine schwere finanzielle Schieflage geraten.

Freshfields ist hingegen eine regelmäßige Beraterin von Continental. So beriet die Kanzlei das Hannoveraner Unternehmen auch im Zusammenhang mit der Übernahmeofferte von Schaeffler. Kürzlich kam sie zudem bei der größten Akquisition seit Jahren zum Zug: Der Automobilzulieferer erwarb Anfang des Jahres Veyance Technologies aus den USA für 1,4 Milliarden Euro.

Mecaseat hat für den Deal mit Continental neben der französischen Kanzlei Campell Philippart Laigo auch Dentons in Spanien und Deloitte Legal in Polen mandatiert. (Parissa Kerkhoff)

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